65 Jahre Mauerbau: Die wichtigsten Termine in Berlin

Gedenken in der Kapelle der Versöhnung
Am 13. August, dem Jahrestag der Grenzschließung durch die DDR, erinnert die Gedenkstätte Berliner Mauer an die Vorkommnisse. Zeitzeugen, die an der Bernauer Straße gewohnt haben, rufen die Zäsur ins Gedächtnis. Schauplatz der Andacht ist die Kapelle der Versöhnung. An derselben Adresse befand sich früher die Versöhnungskirche, jenes Gotteshaus, das während der DDR-Diktatur ein Schutzraum für Andersdenkende gewesen ist und Mitte der 1980er-Jahre gesprengt wurde.
Kapelle der Versöhnung Bernauer Str. 4, Mitte, Do, 13.8., 10 Uhr
Open-Air-Ausstellung am Brandenburger Tor
Was haben Menschen angesichts der Mauer empfunden? Die Exponate der Schau „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ untersuchen die Perspektiven jener Leute in der geteilten Stadt, die mit dem Bauwerk direkt konfrontiert worden sind – Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch Grenzbeamte, Journalisten sowie touristisches Publikum.
Platz des 18. März am Brandenburger Tor Mitte, 13.–16.8., Do 13.+Fr 14.+So 16.8.+Mo 17.8., freier Eintritt
Führung entlang der Keibelstraße
Die Agentur für Bildung, Geschichte und Politik, ein eingetragener Verein, organisiert u. a. Rundgänge entlang von einst wichtigen Orten des DDR-Grenzregimes. Während dieser Führung begeben sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Spuren der Zentrale des Mauerbaus, dem logistischen Dreh- und Angelpunkt des SED-Abschottungsprojekts. Dabei geht’s durch die Keibelstraße in Mitte. Hier war ebenso das Präsidiums der Volkspolizei angesiedelt sowie jenes Untersuchungsgefängnis, in dem Menschen nach Fluchtversuchen einsaßen.
Treffpunkt: Lernort Keibelstraße Bernhard-Weiß-Str. 6, Mitte, Sa 15.8., 14 Uhr

Zwei Kanzler und ihre historischen Rollen
Konrad Adenauer stand für Westbindung, während Willy Brandt später mit seiner Ostpolitik die Beziehungen zu Warschauer-Pakt-Staaten aufbessern wollte. Eine Kombi-Führung beleuchtet die politischen Konzepte der beiden Bundeskanzler vor dem Panorama des Kalten Kriegs – und ihr Verhältnis zur deutsch-deutschen Teilung.
Treffpunkt: Konrad-Adenauer-Forum Behrenstr. 18, Mitte, danach Gang zum Forum Willy Brandt, Behrenstr. 15, So 16.8., 14–15.30 Uhr
Sonderschau im Stasimuseum
Fred Woidke wurde 1973 von Projektilen aus Maschinengewehren tödlich getroffen, als er die Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik in einem Lkw überwinden wollte. Das Stasi-Museum widmet einen Ausstellungsbereich den Hintergründen dieses tragisch gescheiterten Fluchtversuchs.