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Geschichte

65 Jahre Mauerbau: Die wichtigsten Termine in Berlin

Am 13. August 2026 jährt sich zum 65. Mal der Bau der Berliner Mauer. Anlässlich dieses historischen Erinnerungsrituals finden in der Stadt viele Veranstaltungen statt, von Freiluftausstellung bis Führung
Text: Philipp Wurm
Veröffentlicht am: 13.08.2026
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Einheiten der Nationalen Volksarmee, der Volkspolizei und der Betriebskampfgruppen riegeln die Sektorengrenze ab. Szene am Brandenburger Tor, Berlin, 13. August 1961 © akg-images

Gedenken in der Kapelle der Versöhnung

Am 13. August, dem Jahrestag der Grenzschließung durch die DDR, erinnert die Gedenkstätte Berliner Mauer an die Vorkommnisse. Zeitzeugen, die an der Bernauer Straße gewohnt haben, rufen die Zäsur ins Gedächtnis. Schauplatz der Andacht ist die Kapelle der Versöhnung. An derselben Adresse befand sich früher die Versöhnungskirche, jenes Gotteshaus, das während der DDR-Diktatur ein Schutzraum für Andersdenkende gewesen ist und Mitte der 1980er-Jahre gesprengt wurde.

Kapelle der Versöhnung Bernauer Str. 4, Mitte, Do, 13.8., 10 Uhr


Open-Air-Ausstellung am Brandenburger Tor

Was haben Menschen angesichts der Mauer empfunden? Die Exponate der Schau „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ untersuchen die Perspektiven jener Leute in der geteilten Stadt, die mit dem Bauwerk direkt konfrontiert worden sind – Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch Grenzbeamte, Journalisten sowie touristisches Publikum.

Platz des 18. März am Brandenburger Tor Mitte, 13.–16.8., Do 13.+Fr 14.+So 16.8.+Mo 17.8., freier Eintritt


Führung entlang der Keibelstraße

Die Agentur für Bildung, Geschichte und Politik, ein eingetragener Verein, organisiert u. a. Rundgänge entlang von einst wichtigen Orten des DDR-Grenzregimes. Während dieser Führung begeben sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Spuren der Zentrale des Mauerbaus, dem logistischen Dreh- und Angelpunkt des SED-Abschottungsprojekts. Dabei geht’s durch die Keibelstraße in Mitte. Hier war ebenso das Präsidiums der Volkspolizei angesiedelt sowie jenes Untersuchungsgefängnis, in dem Menschen nach Fluchtversuchen einsaßen.

Treffpunkt: Lernort Keibelstraße Bernhard-Weiß-Str. 6, Mitte, Sa 15.8., 14 Uhr


Beklemmende Atmosphäre an der Bernauer Straße zu Zeiten der geteilten Stadt: DDR-Beamte patrouillieren entlang der Mauer © . Foto: Archiv Jörg Hildebrand

Zwei Kanzler und ihre historischen Rollen

Konrad Adenauer stand für Westbindung, während Willy Brandt später mit seiner Ostpolitik die Beziehungen zu Warschauer-Pakt-Staaten aufbessern wollte. Eine Kombi-Führung beleuchtet die politischen Konzepte der beiden Bundeskanzler vor dem Panorama des Kalten Kriegs – und ihr Verhältnis zur deutsch-deutschen Teilung.

Treffpunkt: Konrad-Adenauer-Forum Behrenstr. 18, Mitte, danach Gang zum Forum Willy Brandt, Behrenstr. 15, So 16.8., 14–15.30 Uhr


Sonderschau im Stasimuseum

Fred Woidke wurde 1973 von Projektilen aus Maschinengewehren tödlich getroffen, als er die Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik in einem Lkw überwinden wollte. Das Stasi-Museum widmet einen Ausstellungsbereich den Hintergründen dieses tragisch gescheiterten Fluchtversuchs.

Stasimuseum Normannenstr. 20, Lichtenberg, Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa–So 11–18 Uhr


Mehr über die Berliner Mauer

Schauprozesse gegen junge Rock’n’Roller: Ihr Protest gegen den Mauerbau brachte diese jungen Menschen ins Gefängnis. Die Mauer kapselte die Einwohner Ost-Berlins von ihren Nächsten im westlichen Gesellschaftssystem ab. Wir zeigen Bilder von Berlin zu Zeiten der Berliner Mauer und dieselben Orte in der Gegenwart. Mehrere Generationen junger Menschen blickten während der Kindheit auf die Berliner Mauer, dieses Symbol der deutschen Teilung. Am Tag des Mauerbaus wollten viele Ost-Berliner fliehen. Zum Beispiel Ingrid Ludwig und Eva Kühn, zwei junge Frauen, die von Spießigkeit in der DDR genug hatten und die Flucht ergriffen.

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