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Berlins kleine politische Juni-Vorschau: Zustellzustände und Türversuche bei Kai Wegner

Was bringt der Juni stadtpolitisch für Berlin? Ausschuss zur Förderaffäre, Sauber-Offensive bei der S-Bahn, Tag der offenen Tür im Roten Rathaus.
Text: Erik Heier
Veröffentlicht am: 29.05.2026
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Bei Kai Wegner im Roten Rathaus ist demnächst wieder Tag der offenen Tür. Hier ist er beim Hoffest 2025 zu sehen, und nein, das da neben ihm sind nicht die früheren und potenziell kommenden Kultursenator:innen. Foto: IMAGO / Stefan Zeitz 

Geld, alles hängt daran, in Berlin fehlt es meistens. Fragen Sie mal den Finanzsenator Stefan Evers (CDU), der jetzt auch noch als Kultursenator nebentätig ist, eine Folge der millionenschweren Förderaffäre seiner Vorgänger:innen um offenbar allzu freihändig finanzierte Antisemitismus-Projekte. Wozu es einen ein Untersuchungsausschuss gibt. Zu seiner Anhörung nicht geschafft hat es Ende Mai Ex-Kultursenator Joe Chialo, weil die Senatskanzlei die rechtzeitige Zustellung des Ladungsschreibens an ihn verschusselt hat, da stand Chialos Nigeria-Reise wohl schon fest. Im Roten Rathaus herrschen offensichtlich verbesserungswürdige Zustellzustände. Wir würden jedenfalls nicht darauf wetten, dass Chialo zum Tag der offenen Tür im Roten Rathaus am 6. Juni wieder da ist, auch wenn er sich dort eine Ladung für einen der drei Juni-Termine des Ausschusses bei Kai Wegner persönlich abholen könnte. Das wäre auf jeden Fall ein spezieller Türversuch.

Wie sich Stefan Evers bei einer Kampagne für Berlins Kultur beliebter machen könnte

Während Chialos Nach-Nachfolger-im-Nebenjob, Stefan Evers, bei der ersten Aktionswoche der Kampagne #DeineStimmeFürKultur – Berlin ist Kultur“ vom 10. bis 16. Juni willkommener wäre, wenn er die dort geforderten drei Prozent vom Landeshaushalt dauerhaft für Kunst und Kultur sichern würde. Vielleicht gibt’s ja beim Deutschen Fundraising Kongress 2026 Non-Profit-Lösungen, da ist zum Beispiel Kevin Kühnert zu Gast, mittlerweile Finanzwende-Lobbyist. Weil ja eben alles am Geld hängt, auch und gerade in der Berliner Kultur.

Ein bisschen Geld ist immerhin gerade bei der S-Bahn übrig. Von Juni an sollen „Unterwegsstreifen“ ab 5 Uhr die Wagen öfter reinigen. Bleibt nur zu hoffen, dass sie dabei nicht Obdachlose mit rauskehren. Denn die haben ja nun am allerwenigsten Geld.


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