Tag der Deutschen Einheit: Unsere Tipps rund um den 3. Oktober

Freier Eintritt ins Deutsche Historische Museum

Wer einen Blick zurück wagen möchte, der kann das am 3. Oktober im Deutschen Historischen Museum kostenfrei tun. Der Eintritt ist an diesem Tag traditionell frei und das Museum bietet kostenlose Führungen durch die Ausstellung „Objekte. Geschichte. Geschichten. Blick in die Sammlung“ an. Mehr Tipps für kostenlose Veranstaltungen im Oktober haben wir hier für euch.
Deutsches Historisches Museum Unter den Linden 2, Mitte, Sa 3.10., 10-18 Uhr, mehr Infos online
„Pay what you want“ am Tag der Deutschen Einheit im Bode-Museum
Einfach genau das zahlen, was ihr wollt: Das gilt am Feiertag im Bode-Museum. Ihr wählt einfach, welcher Preis euch entspricht, und besucht dann die Ausstellung „Fotografie erzählt Skulptur“, nehmt an Führungen und Workshops teil oder seht euch das offizielle Porträt der ehemaligen Bundeskanzlerin an. Wenn ihr euch noch einen Tag länger gedulden könnt: Angela Merkel und Jérémie Queyras, der Künstler, der ihr Porträt angefertigt hat, kommen am 4. Oktober zu einer Signierstunde. Für die solltet ihr euch allerdings in den Tagen davor online oder an der Tageskasse anmelden.
Bode-Museum Am Kupfergraben, Eingang Monbijoubrücke, Mitte, Di–Fr 10–17, Sa/So 10–18 Uhr, 14/7 €, bis 18 J. + TLE frei, smb.museum
MUBI Filmfestival im Silent Green und Arsenal

Der arthouselastige Streamingdienst und Filmverleih MUBI richtet auch in diesem Jahr ein Filmfestival in Berlin aus. Im Silent Green Kulturquartier und Arsenal erwartet Besucher:innen ein dreitägiges Programm rund um Kino und Filmkultur. Am 3. Oktober hat der Dokumentarfilm „Making Marie Antoinette“ Deutschlandpremiere: Eleanor Coppola begleitet in dieser Dokumentation die Dreharbeiten zum 2006 erschienen Film „Marie Antoinette“, bei dem ihre Tochter Sofia Coppola Regie führte. Außerdem gibt es exklusive Sneak Previews und Live-Podcasts zu bestaunen.
Silent Green Kulturquartier Gerichtstr. 35, Wedding, und Kino Arsenal Gerichtstr. 53, Wedding, Fr–So 2.10.–4.10., online
Tage der Clubkultur

Besser als in Berlin kann man den Tag der Deutschen Einheit wohl gar nicht feiern. Die Stadt war immerhin der Mittelpunkt des geteilten Deutschlands. Im Jahr nach der Wiedervereinigung eröffnete Berlins erster Techno-Club: der Tresor. Wir blicken hier zurück auf die prägenden Clubs der 1990er-Jahre. Die Szene ist weltbekannt und hat es heute trotzdem nicht mehr so leicht wie damals. Darauf macht die Clubcomission Berlin seit 2020 mit dem Tag der Clubkultur aufmerksam. Unter dem diesjährigen Motto „Stay Core“ findet das Event als Festivalwoche statt. Clubkultur als Schutzraum und Gegenentwurf zum Alltag können Tanzfreudige mit über 110 Clubs, Kollektiven und Initiativen in der ganzen Stadt erleben. Und im Kraftwerk Berlin passt eine Ausstellung besonders gut zum Tag der Deutschen Einheit: „Tanzflächen der Wiedervereinigung“ heißt die Schau, die vom 3. Oktober bis 9. November geöffnet ist. Dass Clubkultur auch familienfreundlich sein kann, stellen diese Veranstaltungen unter Beweis.
Verschiedene Orte Programm und Infos findet ihr hier
Source im Kraftwerk Köpenicker Str. 70, Mitte, mehr zu den „Tanzflächen der Wiedervereinigung“ hier
Die Berliner Mauer mit allen Sinnen
Am Tag der Deutschen Einheit lädt die Gedenkstätte Berliner Mauer zu einer besonderen Erinnerung an die Berliner Mauer ein: Mit Tönen, Gerüchen und Erinnerungsstücken können Besucher:innen mehr über die Teilung der Stadt und ihre Fluchtgeschichten erfahren. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Menschen, die leichte Sprache benötigen oder sich viel Zeit zum Lernen nehmen wollen.
Gedenkstätte Berliner Mauer Bernauer Str. 119, Gesundbrunnen, Sa 3.10., 15–17 Uhr, 7/4 €, Schwerbehinderte & Begleitpersonen frei, mehr Infos
Riesenflohmarkt und Designbörse
Riesenflohmarkt mit Einheitsfest: Der Eintritt zum Außenbereich ist frei. Wer besondere Stücke sucht, kann in der Tribünenhalle die Design-Börse besuchen (5 Euro Eintritt).
Pferdesportpark Karlshorst Treskowallee 159, Karlshorst, Fr–So 2.–4.10., 8–17 Uhr
Nicht-Geburtstag im Sisyphos
Endlich 18! ist jetzt auch das Sisyphos in Berlin. Pünktlich zum Geburtstag kürte das „TimeOut“-Magazin das Sisyphos in diesem Jahr zum besten Club Europas. Gefeiert wird bei einem Nicht-Geburtstag von Freitag bis Dienstag. Vorbild für diese Party ist das legendäre Studio 54, es heißt also Disco-Glamour und Glitzer.
Sisyphos Hauptstr. 15, Rummelsburg, Fr 2.10. – Di 6.10., mehr Infos
„Save free Raves“-Demo am Tag der Deutschen Einheit
Eine „Demonstration für den Erhalt nichtkommerzieller elektronischer Feierkultur in Berlin“ – so der Untertitel – findet am Tag der Deutschen Einheit auf dem Tempelhofer Feld zwischen Basketballfeld und dem Tempel-Garten statt.
Tempelhofer Feld 13–19 Uhr
Renntag der Deutschen Einheit

Das Feiertags-Picknick an der Rennbahn hat Kultstatus. Vor dem Hauptrennen des Preises der Deutschen Einheit erklingt die Nationalhymne, auf den Rängen wehen Fahnen. Dazu gibt’s Live-Musik, Ponyreiten, Hüpfburgen und Streetfood.
Rennbahn Hoppegarten Goetheallee 1, 15366 Hoppegarten, OT Dahlwitz-Hoppegarten, ab 12 Uhr, ab 13 €, bis 12 J. frei, mehr Infos
Singen für Europa
Gemeinsam wird eine Treppe zur Freiluftbühne für den Zusammenhalt. Wer mit dem Staats-und Domchor oder der Sing-Akademie einstimmt, wird Teil eines vielstimmigen Klangteppichs für Demokratie und ein offenes Miteinander.
Stufen am Berliner Dom Am Lustgarten, Mitte, ab 11.30 Uhr, Eintritt frei
Tag der offenen Ministergärten
Was machen die da eigentlich? Am Tag der Deutschen Einheit gewähren die Landesvertretungen einiger Bundesländer Einblicke in ihre politische Arbeit. In den Ministergärten der Landesvertretungen von Brandenburg, Niedersachsen, Saarland, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Hessen präsentieren Vertreter:innen der Bundesländer außerdem regionale Kulinarik und Musik.
Ministergärten In den Ministergärten 3–10, Tiergarten, Sa 3.10.
Sonderführungen der Willy Brandt Stiftung

Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2025 werden öffentliche Sonderführungen durch das Forum Willy Brandt Berlin angeboten. In der Ausstellung erfahren Besucher:innen Spannendes zum Leben und politischen Wirken des früheren Regierenden Bürgermeisters, Bundeskanzlers und Friedensnobelpreisträgers Willy Brandt.
Forum Willy Brandt Behrenstr. 15, Mitte, ab 11 Uhr, mehr Infos
Gauklerfest auf der Zitadelle
Die unterhaltsame Seite des Mittelalters: Hörner voller Met und Waren fahrender Händler warten auf dem Markt.Historische Korrektheit ist nicht das Ziel – das Spektakel steht im Vordergrund.
Zitadelle Spandau Am Juliusturm 64, Spandau, 3.+4.10., 10–19 Uhr, 14/11 €, bis 5 J. frei
Schöneberger Kürbisfest
Ohne Ende Kürbisse –auch in Form von Suppe und Quiche oder zu Produkten zum Mitnehmen verarbeitet. Die Bärlin Biker Crew schnitzt vor Ort Figuren für den guten Zweck, während Konzerte laufen.
Akazien- und Belziger Str., Schöneberg, Sa 3.10., 11–20 Uhr, So 4.10., 10–20 Uhr, Eintritt frei
Monat der zeitgenössischen Musik feiert Jubiläum
Der „Monat der zeitgenössischen Musik“ feiert sein zehnjähriges Bestehen und verwandelt ganz Berlin einen Monat lang in eine Klangbühne für Neue Musik, Echtzeitmusik, Improvisation, Sound Art und Musiktheater. Den Auftakt der Jubiläumsausgabe bildet das dreitägige „ENSEMBLEFEST Berlin 2026“: 15 Ensembles der freien Szene – darunter das Zafraan Ensemble, das Trickster Orchestra, LUX:NM, KNM Berlin und das Splitter Orchester – bündeln ihre Kräfte und präsentieren die enorme Ästhetik- und Stilvielfalt der Hauptstadt. Mit rund 100 Konzerten, Performances, Installationen und Diskursformaten bietet das von inm/field notes initiierte Festival über den gesamten Oktober hinweg tiefe Einblicke in aktuelle musikalische Strömungen.
An verschiedenen Orten in Berlin
Ensemblefest im CANK Karl-Marx-Str. 95, Neukölln, 2.–4.10., Tickets, mehr Infos und Programm hier
Christiane Paul liest aus „Marzahn mon amour“
Aus der Wohnungsnot der DDR heraus entstand am Rand Berlins eine der größten Plattenbausiedlungen Europas: Marzahn, einst Verheißung von Komfort und Moderne, später Projektionsfläche für das Klischee des „Problembezirks“. Katja Oskamp kehrt diesen Blick um. Die ehemalige Dramaturgin, die 2015 als Fußpflegerin in Marzahn zu arbeiten begann, begegnet dort jenen, die im öffentlichen Bild meist unsichtbar bleiben. Aus diesen Begegnungen entstand 2019 „Marzahn, mon amour“ – ein Buch von leiser Präzision, das den großen Erzählungen kleine, widerspenstige Geschichten entgegensetzt – international ausgezeichnet und 2025 als TV-Serie verfilmt. Christiane Paul liest aus der Vorlage – und öffnet damit einen Blick auf Marzahn, der weniger erklärt als vielmehr erfahrbar macht.
Berliner Ensemble Bertolt-Brecht-Platz 1, Mitte, 3.10., 19.30 Uhr
Tag der offenen Moschee
Bundesweit wird am 3. Oktober der Tag der offenen Moschee begangen – Ausstellungen, Führungen, Vorträge und Aktionen sollen einem besseren Austausch und dem Abbau von Vorurteilen dienen. Seit 1997 findet dieser jährlich bewusst am Tag der Deutschen Einheit statt, dadurch soll auf die Zugehörigkeit der Muslime zur Deutschen Einheit aufmerksam gemacht werden.
Teilnehmende Institutionen auf der Website
„Lina Morgenstern“
Das Theater im Palais erinnert mit der Neuproduktion „Lina Morgenstern – Wie eine Frau Berlin veränderte“ an eine großartige Aktivistin der Kaiserzeit. Sie wurde um 1900 zu den wichtigsten Frauen der Stadt gezählt, gründete 17 Volksküchen und über 30 Vereine. Auf dem Höhepunkt ihres Schaffens brachte sie 1.700 Frauen aus aller Welt zu einem Frauenkongress im Roten Rathaus zusammen. Dennoch ist Lina Morgenstern heutzutage so gut wie vergessen. Mehr über „Lina Morgenstern“ im Theater im Palais lest ihr hier.