Charlotte de Witte, Madonna-Party und CSD: Was geht in den Clubs im Juli?
In Friedrichshain steigt die Madonna-Listening-Party zu „Confessions II“, Charlotte de Witte legt im Valley auf, außerem feiern im Pride Month wieder einige Clubs CSD-Partys. Diese Partys dürft ihr nicht verpassen

Hätte den Titel „Princess of Techno“ verdient: Charlotte de Witte hat sich einen exzellenten Ruf in der Technoszene erspielt. Am 18.7. spielt Charlotte de Witte im Valley im Revier Südost. © Imago / Abacapress
- Madonna Album Release Party & Fan Base Event im BUSCHE (3.7.) Wenn Madonna ein Album veröffentlicht, hört die Welt genauer hin. „Confessions II“ heißt das Sequel zu dem 2005 erschienen Werk „Confessions on a Dance Floor“, mit dem Madonna sich damals erneut als Queen of Dance Pop behaupten konnte. Ob der Nachfolger den Erwartungen gerecht wird und es ein zweites „Hung up“ geben wird? Fans werden das auf der Listening-Party im BUSCHE an der Warschauer Straße herausfinden. So gut war übrigens das letzte Konzert von Madonna im November 2023. Mehr Infos.
- KI/KI im RSO Valley (4.7.) Angefangen hat KI/KIs Karriere mit Disco-Schallplatten in einem Pub am Leidsenplein in Amsterdam, doch ihr wahres Talent für Trance, Techno und House blieb nicht lange unentdeckt. Im Underground-Club Pip Den Haag konnte sie das erste Mal die von den 90er-Jahren inspirierte Trance-Musik spielen und begeisterte sofort das Publikum. Seitdem hat KI/KI eine steile Karriere hingelegt und spielte etwa schon auf dem Glastonbury Festival. Mehr Infos.
- Sacrificio presented by Club Romantico x Sueno Festival im Oxi (10.7.) Hierzulande dürfte der Name Safety Trance nur eingefleischten Raptor-House oder Reggaeton-Enthusiast:innen ein Begriff sein. In Venezuela, der Heimat des DJs, ja gar in ganz Lateinamerika, ist der 45-Jährige ein Superstar. Latino-Rythmen, messerscharfe Synthies und verstörende Basslines verwandeln seine Sets – wenn man sich fallen und treiben lässt – in ein regelrechtes Cardio-Training. Im Oxi stellt Safety Trance sein Album „sacrificio“ vor. Mehr Infos.
- Ausländerbehörde presents: UNDERGROUND PLAN im Humboldthain (11.7.) Erst im vergangenen Jahr häuften sich wieder Meldungen um eine drohende Schließung des Humboldthain Clubs: Ein Investor plant am S-Bahnhof Humboldthain einen Hotelneubau, der Club sieht seinen Betrieb gefährdet. Hoffen wir, dass es nicht zur Schließung kommt, denn der Club hält auf wundersame Weise nischige elektronische Musik am Leben: Etwa am 11.7., wenn das Kollektiv „Ausländerbehörde“ (die heißen wirklich so!) zu Breakbeat, Jungle & Hardcore einlädt. Mehr Infos.
- SESH presents MCR-T invites in der Else (17.7.) Erst vom Label abgelehnt, heute dessen Gallionsfigur: Der Berliner Julian McCarthy alias MCR-T hat sich in wenigen Jahren auf den Elektro-Thron gekämpft und steht heute an vorderster Front seines Labels Live From Earth. Seine Partyreihe SESH, zu der MCR-T wieder einmal einlädt, steht für energetischen Electro und Booty House. Mehr Infos.
- Charlotte de Witte im RSO Valley (18.7.) Wenige DJs haben in den letzten Jahren für so viel Furore mit ihren Sets gesorgt wie die belgische Musikerin Charlotte de Witte. Anfang der 2010er produzierte und spielte sie zunächst das heutzutage eher verpönte EDM. 2015 wechselte Charlotte de Witte Richtung Techno, die Videos ihrer Sets erreichen regelmäßig sechs- bis siebenstellige Aufrufzahlen. Mehr Infos.
- CSD Weekender im Birgit (24.-26.7.) Das Birgit mit seinem lauschigen Biergarten veranstaltet anlässlich des Pride Months gleich einen ganzen Weekender, am Sonntag ist der Eintritt zudem frei. Bisher sind DJs wie Mia Mangata und Carina Posse angekündigt, die vor allem Techno, Trance und eher Melodisches auflegen. Mehr Infos.
- CSD Klubnacht im Berghain (25.7.) Das Berghain ist tief in der queeren Clubhistorie Berlins verwurzelt. Ende der 1990er Jahre firmierte es unter dem Namen Ostgut und war vor allem für die Reihe „Snax-Club“, die sich an ein schwules Publikum richtete, bekannt. Auch im Pride-Month darf also eine CSD-Party nicht fehlen. Mit dabei sind unter anderem die Berghain-Veteraninnen Steffi und Virginia. Mehr Infos.
- Memphis Gangsta Rave 5 im Mikropol (31.7.) Memphis Rap ist schon ein Kuriosum: Die maximalistischen, trashigen Alben-Cover werden oft von Kampfhunden, Dollar-Batzen und twerkenden Frauen geziert, die Musik kursierte lange nur auf Kassettentapes. Der Rapper Skinny Finsta ist so einer, der das Genre in Deutschland zu etablieren versucht. Im Mikropol gesellen sich noch einige andere Künstler dazu, darunter die Memphis-Legende DJ Spanish Fly und bangerfabrique. Einen Auftritt der Hamburger Crew bangerfabrique haben wir uns im SO36 angeschaut. Mehr Infos.
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