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Die besten Cafés und Kaffeehäuser in Berlin – von hip bis klassisch

Unsere liebsten Orte, um Berliner Tage zu verbummeln, mit guten Freunden oder mit Menschen, die man gerade erst kennenlernt
Text: Clemens Niedenthal
Veröffentlicht am: 30.04.2026
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 © Clemens Niedenthal

Giro Coffee Bar

Die Giro Coffee Bar in der Knesebeckstraße wurde innerhalb der tipBerlin-Redaktion gleich mehrfach genannt. Vielleicht, weil sie zwei wunderbare und positiv besetzte Themen zusammenbringt: das Fahrrad und das Kaffee. Auch deshalb fühlt es sich hier ein wenig an wie in Italien. Die Giro Coffee Bar ist ein Ort, in den man nur mal kurz kommt, aber lange bleibt.

Knesebeckstr. 5, Charlottenburg, Mo–Fr 8–18 Uhr, Sa 9–17 Uhr, www.girocoffeebar.de


Lotta Tagesbar

Café, Kantine, Bar und Imbisslokal: Eine Tagesbar kann alles sein. Die zum Wilmina Hotel gehörende Lotta Tagesbar sowieso. Das liegt an der hervorragenden, handwerklichen Küche von Heide Pucher, für die es nicht viel braucht außer gute Grundprodukte und Brot und Gebäck aus der eigenen Wilmina Bäckerei. Schöner, betonroher Gastraum, versteckte Terrasse. Das Architektenpaar Grüntuch Ernst hat das Haus nicht nur entworfen, es betreibt die Tagesbar auch.

Pestalozzistr. 55a, Charlottenburg, Mo–Fr 8–18 Uhr, Sa+So 9–19 Uhr, www.lotta-berlin.com


Wiener Caffeehaus

Eine in Würde ergraute Legende und ja: Tatsächlich wird dieses Kaffeehaus Caffeehaus geschrieben. Es liegt am Roseneck, der Schnittstelle zwischen City-West und dem Grunewald. Die Tortenauswahl ist groß und jene an Zeitungen und Zeitschriften auch noch immer.

Hohenzollerndamm 92, Charlottenburg, tgl. 7.30–18.30 Uhr, www.wiener-conditorei.de


Schwarzes Café

Schwarzes Café.    Foto: Schwarzes Café
Den bunten Schriftzug am Schwarzen Café erspäht man in der Kantstraße von Weitem.

Das Schwarze Café auf der Kantstraße wurde in den Nachwehen des legendären TUNIX-Kongresses von 1978 gegründet. Ein lebenstilpolitisch bewegter Ort ist es seitdem geblieben. Wobei die Renaissance der Cafés für das Schwarze Café noch einmal besonders gilt. Neuerdings ist es wieder immer voll von Menschen jedweden Alters, und abends kann man richtig gut essen.

Kantstr. 148, Charlottenburg, tgl. 8–3 Uhr, www.schwarzescafe-berlin.de


Café Benjamine

Das Café im Georg-Kolbe-Museum in Westend ist die Berliner Blaupause für eine gelungene Museumsgastronomie. Dazu gehört unbedingt, dass hier auch die Nachbarschaft einkehrt. Ob auf ein Glas Naturwein oder für eine Hochzeitsfeier. Bio-zertifiziert!

Sensburger Allee 26, Charlottenburg, Mi–Mo 10–18 Uhr, www.cafebbenjamine.de


Michelberger Foyer

Seit der Eröffnung des Michelberger Hotels im Jahr 2009 fungiert die große Lobby mit den tiefen Sitzgruppen als Café und Marktplatz. Bewusst sind alle Willkommen. Arbeitstreffen finden hier statt, sogar Bücher wurden im Michelberger Foyer geschrieben. Von hervorragendem Filterkaffee bis zum Aperitiv gibt es aber auch alles, was man braucht.

Warschauer Str. 39–40, Friedrichshain, tgl. 7–24 Uhr, www.michelbergerhotel.com


Fine Bagels

Ein englischsprachiger Buchladen, mit den besten Bagels der Stadt: Hier fühlt sich Berlin ein wenig wie New York an. Am langen Fenstertresen schaut man auf die Warschauer Straße und bestellt noch eine Babka, dieses sündige osteuropäische Hefegebäck. Gastgeberin Laurel Kratochvila hat bereits Bücher über die jüdisch-polnischen Backtraditionen geschrieben.

Warschauer Str. 74, Friedrichshain, tgl 8–19 Uhr, www.finebagels.com


La Maison

Einfach großartig: das Café La Maison gibt es mittlerweile zweimal in Berlin, am Landwehrkanal und im Schillerkiez
Einfach großartig: das Café La Maison gibt es mittlerweile zweimal in Berlin, am Landwehrkanal und im Schillerkiez Foto: F. Anthea Schaap

Berlins vielleicht französischstes (und gehyptestes) Café gibt es inzwischen auch am Herrfurthplatz im Schillerkiez. Das Stammhaus am Landwehrkanal ist aus guten Gründen mit den ersten Sonnenstrahlen vollgepackt mit Flanierenden. Dazu Croissants, Gebäck und Flat White aus opulentem Porzellan.

Paul–Lincke-Ufer 17, Kreuzberg, Mo–Do 7–19 Uhr, Fr–So 8–20 Uhr, www.lamaison.berlin


Bistro GriGri

Eine schöne Geschichte: Ronja Mohs hat diese Kiezinstitution im vergangenen Jahr von ihrer Mutter übernommen. Aus dem Café wurde ein Bistro und doch ist vieles beim Alten geblieben. Der herrliche Gastgarten sowieso. Abends Bistroküche, tagsüber Kleinigkeiten.

Paul-Lincke-Ufer 11, Kreuzberg, Do 12–22 Uhr, Fr–Mo 10–22 Uhr, bei Instagram: bistro_grigri


Annelies

Die Macher:innen des angesagten Abendbistros Bertie haben auch dieses wunderbare Café am Görlitzer Park. Überragende Grundprodukte, einfach, köstlich und clever zubereitet. Mehr als nur ein Café.

Görlitzer Sr. 68, Kreuzberg, Mo, Mi-Fr 10-16 Uhr, Sa+So 9-16 Uhr, bei Instagram: anneliesberlin


Vereinszimmer

Eine Tagesbar wie in Turin oder Neapel. Und mit einer sonnenverwöhnten Trottoir-Terrasse. Als in Berlin noch niemand wusste, was Aperitivo überhaupt ist, war das frühabendliche Seelebaumeln am Viktoriapark längst angekommen.

Kreuzbergstr. 15, Kreuzberg, Mo–Fr 8–19 Uhr, Sa+So 9–19 Uhr, www.vereinszimmer.shop


Five Elephant

Das Stammhaus der Kaffeerösterei auf der Reichenberger Straße funktioniert noch immer und vielleicht sogar mehr denn je als Kiezcafé. Der Käsekuchen von Sophie Shackman ist so lecker wie legendär, der Kaffee gehört zu den besten Berlins.

Reichenberger Str. 101, Kreuzberg, Mo–Fr 8–18 Uhr, Sa+So 9-18 Uhr, www.fiveelephant.com


St. Oberholz

Ansgar Oberholz war der Herbergsvater der digitalen Boheme, sein Café ist gut gealtert
Ansgar Oberholz war der Herbergsvater der digitalen Boheme, sein Café ist gut gealtert Foto: Roman Wache

Man sagt, am Rosenthaler Platz wurde das Co-Working-Café erfunden. Und Ansgar Oberholz gilt seitdem als Herbergsvater der digitalen Boheme. Richtig ist vor allem: das große Café ist so gut gealtert wie nicht alles in Berlin. Und ein Ort, der zur Infrastruktur von Mitte gezählt werden sollte. Wie heißt es doch so schön: systemrelevant.

Rosenthaler Str. 72a, Mitte, Mo-Fr 8–21 Uhr, Sa+So 9–21 Uhr, www.sanktoberholz.coffee


Father Carpenter

Eine Third-Wave-Coffee-Bar, aber eine mit absolut unsnobistischer Aufenthaltsqualität. Dazu in einem der legendärsten Hinterhöfen von Mitte. Hinter Father Carpenter Stecken die Röster:innen von Fjord Coffee.

Münzstraße 21, Mitte, Mo-Fr 9–16 Uhr, Sa&So 10-17 Uhr, www.fathercarpenter.com


Pinci

The Hype is real: Wohl noch im Mai wird diese erst 2025 eröffnete italienische Tages- und Aperitivobar ans Kreuzberger Paul-Lincke-Ufer expandieren. Wir sind uns sicher: Mit der ausgelassenen, fast euphorischen Atmosphäre klappt es auch dort. Danke für diese Bühne einer gelebten italienischen Alltagslässigkeit.

Große Hamburger Str. 42, Mitte, Mo–Fr 8–23 Uhr, www.pinci.berlin


Princess Cheesecake

Wohl noch immer das beste Kuchenlokal Berlins. Das beste Käsekuchenlokal sowieso, was auch an der Quarkkompetenz von Cornelia Suhr liegt. Ohnehin backt sie vor allem mit regionalen Zutaten. Perfekter Ort für einen Kaffeeklatsch, Dependance in Charlottenburg.

Tucholskystr. 37, Mitte, Mo-Do 11–20 Uhr; Fr–So 10–20 Uhr, www.princess-cheesecake.de


Pomeranze

Unter den vielen versteckten Kiezcafés dieser Stadt haben wir uns exemplarisch für das Pomeranze entschieden. Das süße Café ganz in der Nähe des Tempelhofer Feldes bietet nicht nur guten Kuchen, sondern auch Balkonbedarf – und tut sich mit der Buchhandlung Buchhafen für Lesekreise zusammen.

Leinestr. 48, Neukölln, tgl. 10–18 Uhr, Do bis 21.30 Uhr, www.pomeranzeberlin.de


21 Gramm

Gemütliche Stunden auf dem Friedhof verbringen. Im 21 Gramm ist die Stimmung überraschend angenehm. Foto: Jana Vollmer
Gemütliche Stunden auf dem Friedhof verbringen. Im 21 Gramm ist die Stimmung überraschend angenehm.  © Jana Vollmer

In der ehemaligen Aussegnungshalle des St.-Thomas-Friedhofs an der Hermannstraße ist dieses empfehlenswerte Brunchcafé eingezogen. Kaffee, Sandwichs, Kuchen – spektakulär und gleichzeitig cozy aber ist dieser sehr besondere Gastraum.

Hermannstr. 179, Neukölln, Di–So 10–17 Uhr, www.21gramm.berlin


Isla Coffee

Isla Coffee (ja: Coffee) ist ein Ort mit vielen Talenten. Ein Zero-Waste-­Café. Und Treffpunkt von Läufer:innen und Rennradler:innen. Vor allem aber ist es ein immer köstliches und bei aller Coolness uneitles Tagescafé. Lieblingsort.

Hermannstr. 37, Neukölln, Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa+So 9–17 Uhr, bei Instagram: islacoffeeberlin


Mausi

Vielleicht das Berliner Lokal, das wirklich zu jeder Tages- und Nachtzeit und für die verschiedensten Bedürfnisse und Anlässe funktioniert. Großer Gastraum mit viel Patina.

Richardplatz 1, Neukölln, So–Do 8–1 Uhr, Fr+Sa 8–3 Uhr, www.mausi.berlin


Wohnzimmer Bar

Vielleicht das älteste unter den aus den Gründerzeiten der Nachwende-Mythen herübergeretteten Wohnzimmer-Lokalen. Das mit dem ikonischsten Namen sowieso.

Lettestr. 6, Prenzlauer Berg, tgl. ab 16 Uhr, www.wohnzimmer-bar.de


WIM Kaffee

Ein angenehm leiser, immer exzellenter und unaufgeregt exquisiter Ort. Die kleinen Gerichte haben oft einen japanischen Twist. Im Wim Kaffee fühlt sich Berlin wie eine Weltstadt an, und doch hyperlokal.

Sonnenburger Str. 68, Prenzlauer Berg, Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa+So 9–17 Uhr, bei Instagram: wim_kaffee


Double Eye

Vielleicht die dienstälteste moderne Kaffeebar Berlins – wären Arno Schmeil und sein Double Eye nicht eigentlich unvergleichlich. Die kleine Bar auf der Akazienstraße ist eigentlich viel zu klein für einen Kieztreffpunkt, was in der Nachbarschaft aber niemanden stört.

Akazienstr. 22, Schöneberg, Mo–Fr 8.19–18.29 Uhr, Sa 8.33–17.57 Uhr, www.doubleeye.shop


Auguste Haehnel

Seit dem vergangenen Jahr gibt es diese beinahe alle Tageszeiten umfassende Gastronomie in Friedenau. Ein Tagescafé mit Biergarten, kleinen und großen Gerichten. Mit Kaffee, Kuchen und sehr gutem Wein. Zudem sitzt man herrlich auf dem Bahnhofsvorplatz.

Bahnhhofstr. 4c, Friedenau, tgl 10–20 Uhr, www.augustehaehnel.de


Café Tiergarten

Über das Café Tiergarten hat unser großer Essay ja schon sehr viel erzählt. Erst im vergangenen Sommer eröffnet, ist es einer der Lieblingsorte der Redaktion. Wer erleben will, warum Cafés wieder so gut und vor allem so wichtig sind für Berlin: ab in den Tiergarten.

Altonaer Str. 3, Tiergarten, Di–So 10–18 Uhr, www.cafetiergarten.berlin


Café und Konditorei Buchwald

Ein wirkliches Traditionshaus. Gustav Buchwald eröffnete 1852 in Cottbus eine Baumkuchen-Konditorei. Ernannt zum „königlich preußischen Hoflieferanten“ expandierte er nach Berlin – ins gerade entstehende Hansaviertel. Die Konditorei ist noch heute dort, in einem der wenigen erhaltenen Häuser aus der Gründerzeit.

Bartningallee 29, Tiergarten, tgl. 11–18 Uhr, www.konditorei-buchwald.de


Dilekerei

Kekse mit zarten Malereien, Torten wie aus dem Bilderbuch: Dilek Topkaras Kreationen sind fast zu schön, um aufgegessen zu werden. Und doch geht es der studierten Lebensmittelwissenschaftlerin genau darum: An den Wochenenden soll ihre Tortenmanufaktur ganz unbedingt auch zum Kaffeehaus werden. Für die Nachbarschaft und alle anderen Berliner:innen.

Eulerstr. 11b, Wedding, Sa+So 12–18 Uhr,www.dilekerei.com


Café Dujardin

Ein Tagescafé, das auch eine herrliche Kneipe ist: unaufgeregt, herzlich, schnoddrig. Das Café Dujardin ist wie der Wedding und doch auch ein Update der Berliner Kiezkultur. Wir bestellen ein Käsebrot und eine Tasse Filterkaffee.

Uferstr. 12, Wedding, So–Mo 11–0 Uhr, Fr+Sa 11–1 Uhr, www.cafedujardin.de


Manzini

Ein Klassiker. Aber das ist Wilmersdorf ja irgendwie auch. Ins Manzini geht man für einen Espresso an der Bar, ein Croissant oder ein herrlich aus der Zeit gefallenes „großes Frühstück“, das hier in der Ludwigkirchstraße tatsächlich noch so heißt. Und für ein frühes Glas Wein.

Ludwigkirchstr. 11, Wilmersdorf, tgl. 8-1 Uhr, www.manzini.de


Café am Waldsee

Viel braucht es nicht zum Glück. Ein ehrliches Stück Kuchen, guten Kaffee. Vielleicht ein Glas Wein, moussierend, entdeckungsdurstig. Einen zugewandten Service, Sonnenplätze im Garten oder in der lichten Remise, die seit der Neukonzeptionierung zum Café im Haus am Waldsee gehört. Ein herausragendes Museums- und, ja, Kiezcafé.

Argentinische Allee 30, Zehlendorf, Di-Sa 11–18 Uhr, www.hausamwaldsee.de/cafe


Frau Lüske

Der renommierte Lebensmittelhandel Lüske in Lichterfelde betreibt auch ein einladendes Tagescafé: Frau Lüske. Ein Ort, der sich nicht entscheiden muss, ob er nun Kaffeehaus, Mittagstisch oder Bar ist.

Baseler Str. 46, Lichterfelde, tgl. 9-18 Uhr, www.lueske.berlin


Ein Hoch auf die Cafés und die neue Nähe – unsere Titelgeschichte darüber, wie Berlin im Kaffeehaus zu sich findet, lest ihr hier

Gastgeber:innen erzählen uns, warum die Kaffeehauskultur so lässig ist – herzlich willkommen!


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