Die besten Cafés und Kaffeehäuser in Berlin – von hip bis klassisch

Giro Coffee Bar
Die Giro Coffee Bar in der Knesebeckstraße wurde innerhalb der tipBerlin-Redaktion gleich mehrfach genannt. Vielleicht, weil sie zwei wunderbare und positiv besetzte Themen zusammenbringt: das Fahrrad und das Kaffee. Auch deshalb fühlt es sich hier ein wenig an wie in Italien. Die Giro Coffee Bar ist ein Ort, in den man nur mal kurz kommt, aber lange bleibt.
Knesebeckstr. 5, Charlottenburg, Mo–Fr 8–18 Uhr, Sa 9–17 Uhr, www.girocoffeebar.de
Lotta Tagesbar
Café, Kantine, Bar und Imbisslokal: Eine Tagesbar kann alles sein. Die zum Wilmina Hotel gehörende Lotta Tagesbar sowieso. Das liegt an der hervorragenden, handwerklichen Küche von Heide Pucher, für die es nicht viel braucht außer gute Grundprodukte und Brot und Gebäck aus der eigenen Wilmina Bäckerei. Schöner, betonroher Gastraum, versteckte Terrasse. Das Architektenpaar Grüntuch Ernst hat das Haus nicht nur entworfen, es betreibt die Tagesbar auch.
Pestalozzistr. 55a, Charlottenburg, Mo–Fr 8–18 Uhr, Sa+So 9–19 Uhr, www.lotta-berlin.com
Wiener Caffeehaus
Eine in Würde ergraute Legende und ja: Tatsächlich wird dieses Kaffeehaus Caffeehaus geschrieben. Es liegt am Roseneck, der Schnittstelle zwischen City-West und dem Grunewald. Die Tortenauswahl ist groß und jene an Zeitungen und Zeitschriften auch noch immer.
Hohenzollerndamm 92, Charlottenburg, tgl. 7.30–18.30 Uhr, www.wiener-conditorei.de
Schwarzes Café

Das Schwarze Café auf der Kantstraße wurde in den Nachwehen des legendären TUNIX-Kongresses von 1978 gegründet. Ein lebenstilpolitisch bewegter Ort ist es seitdem geblieben. Wobei die Renaissance der Cafés für das Schwarze Café noch einmal besonders gilt. Neuerdings ist es wieder immer voll von Menschen jedweden Alters, und abends kann man richtig gut essen.
Kantstr. 148, Charlottenburg, tgl. 8–3 Uhr, www.schwarzescafe-berlin.de
Café Benjamine
Das Café im Georg-Kolbe-Museum in Westend ist die Berliner Blaupause für eine gelungene Museumsgastronomie. Dazu gehört unbedingt, dass hier auch die Nachbarschaft einkehrt. Ob auf ein Glas Naturwein oder für eine Hochzeitsfeier. Bio-zertifiziert!
Sensburger Allee 26, Charlottenburg, Mi–Mo 10–18 Uhr, www.cafebbenjamine.de
Michelberger Foyer
Seit der Eröffnung des Michelberger Hotels im Jahr 2009 fungiert die große Lobby mit den tiefen Sitzgruppen als Café und Marktplatz. Bewusst sind alle Willkommen. Arbeitstreffen finden hier statt, sogar Bücher wurden im Michelberger Foyer geschrieben. Von hervorragendem Filterkaffee bis zum Aperitiv gibt es aber auch alles, was man braucht.
Warschauer Str. 39–40, Friedrichshain, tgl. 7–24 Uhr, www.michelbergerhotel.com
Fine Bagels
Ein englischsprachiger Buchladen, mit den besten Bagels der Stadt: Hier fühlt sich Berlin ein wenig wie New York an. Am langen Fenstertresen schaut man auf die Warschauer Straße und bestellt noch eine Babka, dieses sündige osteuropäische Hefegebäck. Gastgeberin Laurel Kratochvila hat bereits Bücher über die jüdisch-polnischen Backtraditionen geschrieben.
Warschauer Str. 74, Friedrichshain, tgl 8–19 Uhr, www.finebagels.com
La Maison

Berlins vielleicht französischstes (und gehyptestes) Café gibt es inzwischen auch am Herrfurthplatz im Schillerkiez. Das Stammhaus am Landwehrkanal ist aus guten Gründen mit den ersten Sonnenstrahlen vollgepackt mit Flanierenden. Dazu Croissants, Gebäck und Flat White aus opulentem Porzellan.
Paul–Lincke-Ufer 17, Kreuzberg, Mo–Do 7–19 Uhr, Fr–So 8–20 Uhr, www.lamaison.berlin
Bistro GriGri
Eine schöne Geschichte: Ronja Mohs hat diese Kiezinstitution im vergangenen Jahr von ihrer Mutter übernommen. Aus dem Café wurde ein Bistro und doch ist vieles beim Alten geblieben. Der herrliche Gastgarten sowieso. Abends Bistroküche, tagsüber Kleinigkeiten.
Paul-Lincke-Ufer 11, Kreuzberg, Do 12–22 Uhr, Fr–Mo 10–22 Uhr, bei Instagram: bistro_grigri
Annelies
Die Macher:innen des angesagten Abendbistros Bertie haben auch dieses wunderbare Café am Görlitzer Park. Überragende Grundprodukte, einfach, köstlich und clever zubereitet. Mehr als nur ein Café.
Görlitzer Sr. 68, Kreuzberg, Mo, Mi-Fr 10-16 Uhr, Sa+So 9-16 Uhr, bei Instagram: anneliesberlin
Vereinszimmer
Eine Tagesbar wie in Turin oder Neapel. Und mit einer sonnenverwöhnten Trottoir-Terrasse. Als in Berlin noch niemand wusste, was Aperitivo überhaupt ist, war das frühabendliche Seelebaumeln am Viktoriapark längst angekommen.
Kreuzbergstr. 15, Kreuzberg, Mo–Fr 8–19 Uhr, Sa+So 9–19 Uhr, www.vereinszimmer.shop
Five Elephant
Das Stammhaus der Kaffeerösterei auf der Reichenberger Straße funktioniert noch immer und vielleicht sogar mehr denn je als Kiezcafé. Der Käsekuchen von Sophie Shackman ist so lecker wie legendär, der Kaffee gehört zu den besten Berlins.
Reichenberger Str. 101, Kreuzberg, Mo–Fr 8–18 Uhr, Sa+So 9-18 Uhr, www.fiveelephant.com
St. Oberholz

Man sagt, am Rosenthaler Platz wurde das Co-Working-Café erfunden. Und Ansgar Oberholz gilt seitdem als Herbergsvater der digitalen Boheme. Richtig ist vor allem: das große Café ist so gut gealtert wie nicht alles in Berlin. Und ein Ort, der zur Infrastruktur von Mitte gezählt werden sollte. Wie heißt es doch so schön: systemrelevant.
Rosenthaler Str. 72a, Mitte, Mo-Fr 8–21 Uhr, Sa+So 9–21 Uhr, www.sanktoberholz.coffee
Father Carpenter
Eine Third-Wave-Coffee-Bar, aber eine mit absolut unsnobistischer Aufenthaltsqualität. Dazu in einem der legendärsten Hinterhöfen von Mitte. Hinter Father Carpenter Stecken die Röster:innen von Fjord Coffee.
Münzstraße 21, Mitte, Mo-Fr 9–16 Uhr, Sa&So 10-17 Uhr, www.fathercarpenter.com
Pinci
The Hype is real: Wohl noch im Mai wird diese erst 2025 eröffnete italienische Tages- und Aperitivobar ans Kreuzberger Paul-Lincke-Ufer expandieren. Wir sind uns sicher: Mit der ausgelassenen, fast euphorischen Atmosphäre klappt es auch dort. Danke für diese Bühne einer gelebten italienischen Alltagslässigkeit.
Große Hamburger Str. 42, Mitte, Mo–Fr 8–23 Uhr, www.pinci.berlin
Princess Cheesecake
Wohl noch immer das beste Kuchenlokal Berlins. Das beste Käsekuchenlokal sowieso, was auch an der Quarkkompetenz von Cornelia Suhr liegt. Ohnehin backt sie vor allem mit regionalen Zutaten. Perfekter Ort für einen Kaffeeklatsch, Dependance in Charlottenburg.
Tucholskystr. 37, Mitte, Mo-Do 11–20 Uhr; Fr–So 10–20 Uhr, www.princess-cheesecake.de
Pomeranze
Unter den vielen versteckten Kiezcafés dieser Stadt haben wir uns exemplarisch für das Pomeranze entschieden. Das süße Café ganz in der Nähe des Tempelhofer Feldes bietet nicht nur guten Kuchen, sondern auch Balkonbedarf – und tut sich mit der Buchhandlung Buchhafen für Lesekreise zusammen.
Leinestr. 48, Neukölln, tgl. 10–18 Uhr, Do bis 21.30 Uhr, www.pomeranzeberlin.de
21 Gramm

In der ehemaligen Aussegnungshalle des St.-Thomas-Friedhofs an der Hermannstraße ist dieses empfehlenswerte Brunchcafé eingezogen. Kaffee, Sandwichs, Kuchen – spektakulär und gleichzeitig cozy aber ist dieser sehr besondere Gastraum.
Hermannstr. 179, Neukölln, Di–So 10–17 Uhr, www.21gramm.berlin
Isla Coffee
Isla Coffee (ja: Coffee) ist ein Ort mit vielen Talenten. Ein Zero-Waste-Café. Und Treffpunkt von Läufer:innen und Rennradler:innen. Vor allem aber ist es ein immer köstliches und bei aller Coolness uneitles Tagescafé. Lieblingsort.
Hermannstr. 37, Neukölln, Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa+So 9–17 Uhr, bei Instagram: islacoffeeberlin
Mausi
Vielleicht das Berliner Lokal, das wirklich zu jeder Tages- und Nachtzeit und für die verschiedensten Bedürfnisse und Anlässe funktioniert. Großer Gastraum mit viel Patina.
Richardplatz 1, Neukölln, So–Do 8–1 Uhr, Fr+Sa 8–3 Uhr, www.mausi.berlin
Wohnzimmer Bar
Vielleicht das älteste unter den aus den Gründerzeiten der Nachwende-Mythen herübergeretteten Wohnzimmer-Lokalen. Das mit dem ikonischsten Namen sowieso.
Lettestr. 6, Prenzlauer Berg, tgl. ab 16 Uhr, www.wohnzimmer-bar.de
WIM Kaffee
Ein angenehm leiser, immer exzellenter und unaufgeregt exquisiter Ort. Die kleinen Gerichte haben oft einen japanischen Twist. Im Wim Kaffee fühlt sich Berlin wie eine Weltstadt an, und doch hyperlokal.
Sonnenburger Str. 68, Prenzlauer Berg, Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa+So 9–17 Uhr, bei Instagram: wim_kaffee
Double Eye
Vielleicht die dienstälteste moderne Kaffeebar Berlins – wären Arno Schmeil und sein Double Eye nicht eigentlich unvergleichlich. Die kleine Bar auf der Akazienstraße ist eigentlich viel zu klein für einen Kieztreffpunkt, was in der Nachbarschaft aber niemanden stört.
Akazienstr. 22, Schöneberg, Mo–Fr 8.19–18.29 Uhr, Sa 8.33–17.57 Uhr, www.doubleeye.shop
Auguste Haehnel
Seit dem vergangenen Jahr gibt es diese beinahe alle Tageszeiten umfassende Gastronomie in Friedenau. Ein Tagescafé mit Biergarten, kleinen und großen Gerichten. Mit Kaffee, Kuchen und sehr gutem Wein. Zudem sitzt man herrlich auf dem Bahnhofsvorplatz.
Bahnhhofstr. 4c, Friedenau, tgl 10–20 Uhr, www.augustehaehnel.de
Café Tiergarten
Über das Café Tiergarten hat unser großer Essay ja schon sehr viel erzählt. Erst im vergangenen Sommer eröffnet, ist es einer der Lieblingsorte der Redaktion. Wer erleben will, warum Cafés wieder so gut und vor allem so wichtig sind für Berlin: ab in den Tiergarten.
Altonaer Str. 3, Tiergarten, Di–So 10–18 Uhr, www.cafetiergarten.berlin
Café und Konditorei Buchwald
Ein wirkliches Traditionshaus. Gustav Buchwald eröffnete 1852 in Cottbus eine Baumkuchen-Konditorei. Ernannt zum „königlich preußischen Hoflieferanten“ expandierte er nach Berlin – ins gerade entstehende Hansaviertel. Die Konditorei ist noch heute dort, in einem der wenigen erhaltenen Häuser aus der Gründerzeit.
Bartningallee 29, Tiergarten, tgl. 11–18 Uhr, www.konditorei-buchwald.de
Dilekerei
Kekse mit zarten Malereien, Torten wie aus dem Bilderbuch: Dilek Topkaras Kreationen sind fast zu schön, um aufgegessen zu werden. Und doch geht es der studierten Lebensmittelwissenschaftlerin genau darum: An den Wochenenden soll ihre Tortenmanufaktur ganz unbedingt auch zum Kaffeehaus werden. Für die Nachbarschaft und alle anderen Berliner:innen.
Eulerstr. 11b, Wedding, Sa+So 12–18 Uhr,www.dilekerei.com
Café Dujardin
Ein Tagescafé, das auch eine herrliche Kneipe ist: unaufgeregt, herzlich, schnoddrig. Das Café Dujardin ist wie der Wedding und doch auch ein Update der Berliner Kiezkultur. Wir bestellen ein Käsebrot und eine Tasse Filterkaffee.
Uferstr. 12, Wedding, So–Mo 11–0 Uhr, Fr+Sa 11–1 Uhr, www.cafedujardin.de
Manzini
Ein Klassiker. Aber das ist Wilmersdorf ja irgendwie auch. Ins Manzini geht man für einen Espresso an der Bar, ein Croissant oder ein herrlich aus der Zeit gefallenes „großes Frühstück“, das hier in der Ludwigkirchstraße tatsächlich noch so heißt. Und für ein frühes Glas Wein.
Ludwigkirchstr. 11, Wilmersdorf, tgl. 8-1 Uhr, www.manzini.de
Café am Waldsee
Viel braucht es nicht zum Glück. Ein ehrliches Stück Kuchen, guten Kaffee. Vielleicht ein Glas Wein, moussierend, entdeckungsdurstig. Einen zugewandten Service, Sonnenplätze im Garten oder in der lichten Remise, die seit der Neukonzeptionierung zum Café im Haus am Waldsee gehört. Ein herausragendes Museums- und, ja, Kiezcafé.
Argentinische Allee 30, Zehlendorf, Di-Sa 11–18 Uhr, www.hausamwaldsee.de/cafe
Frau Lüske
Der renommierte Lebensmittelhandel Lüske in Lichterfelde betreibt auch ein einladendes Tagescafé: Frau Lüske. Ein Ort, der sich nicht entscheiden muss, ob er nun Kaffeehaus, Mittagstisch oder Bar ist.
Baseler Str. 46, Lichterfelde, tgl. 9-18 Uhr, www.lueske.berlin
Gastgeber:innen erzählen uns, warum die Kaffeehauskultur so lässig ist – herzlich willkommen!
Großartiges griechisches Essen erwartet euch im File Asto in Kreuzberg. Weinbar, Kneipe oder Wiener Beisl? Das Sagma in Moabit muss sich nicht entscheiden. Auf der Suche nach der Essenz eines Lebensgefühls: Warum gehen wir ins Restaurant? Von Sankt Petersburg nach Berlin: Das Almi Bistro ist eine wahre Entdeckung. Burmesisches Essen in Berlin: Burma Bliss in Charlottenburg macht den Anfang. Kartoffelpüree-Gourmet: Besser als bei Nobelhardt & Schmutzig geht’s kaum.Ein Mittagessen wie in Marseille: Volk serviert Seafood zum Lunch. Deutsche Küche with a twist? Das Luzii im Scheunenviertel macht Lust auf mehr. Und wenn euch doch nach Essen aus anderen Ländern ist, findet ihr hier unsere Weltreise durch die Berliner Restaurants von Chile bis Jamaika. Georgische Weine zu authentischen Tellern: Das Restaurant Daia in der Kopenhagener Straße. Zugreifen: Im Kōji werden die Hand Rolls mit dem Nori-Blatt aufgepickt. Die Kunst der kulinarischen Übertreibung: Goldies Bar im KaDeWe. Hier steppt der Bär: Die Bar Matrëshka lässt slawische Trinkkultur mit moderner Mixology verschmelzen. Alles weitere zum kulinarischen Berlin findet ihr immer in unserer Food-Rubrik.