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„Männer gegen Gewalt“-Demo: Ein bundesweites Novum

Am Vatertag, dem 14. Mai, findet am Brandenburger Tor die „Männer gegen Gewalt“-Demo statt. Männer werden dazu aufgerufen, gegen geschlechtsspezifische und sexualisierte Gewalt zu demonstrieren – das hat es in Deutschland so noch nicht gegeben
Text: Luca Heinze
Veröffentlicht am: 07.05.2026
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Die „Männer gegen Gewalt“-Demo findet am Vatertag um 14 Uhr am Brandenburger Tor statt (Symbolbild) 

Der Cis-männliche Anteil auf Demos gegen patriarchale, misogyne, homophobe – generell gegen jegliche Form geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt – ist meistens sehr gering. Wenn es darum geht, gegen Unterdrückung und Diskriminierung auf die Straße zu gehen, sind Cis-Männer in der Minderheit. Dabei ist ja gerade das männliche Geschlecht meistens der Adressat dieser Demonstrationen. Im vergangenen Jahr gingen sexualisiert-motivierte Gewalttaten im häuslichen (75,6 Prozent), im partnerschaftlichen (77,7 Prozent) und im innerfamiliären Bereich (71,9 Prozent) von Männern aus. „Not all men, but always men“, wie es in vielen Instagram-Kommentaren und auf Demoschildern heißt. Männer werden vom nach wie vor patriarchal geprägten System stark bevorzugt. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass sie ihre Vormachtstellung nutzen, um dagegen vorzugehen.

„Männer gegen Gewalt“-Demo statt Alkoholexzess

Die „Männer gegen Gewalt“-Demo richtet sich daher, treffenderweise am Vatertag, hauptsächlich an Cis-Männer. Grundsätzlich sind Personen aller Geschlechter eingeladen, teilzunehmen. Die Idee ist dennoch, besonders Männer für diesen Kampf zu gewinnen. „Es ist höchste Zeit, die vielen FLINTA*, die sich seit Jahren gegen sexualisierte Gewalt einsetzen aktiv in ihrem Kampf zu unterstützen“, heißt es auf der Instagram-Seite von männergegengewalt.

Die Kundgebung findet um 14 Uhr am Brandenburger Tor statt. Thematisch geht es um Verantwortung, Macht und die Rolle des männlichen Geschlechts. Statt sich also am Vatertag mit anderen Männern hemmungslos zu betrinken, kann man ein Zeichen setzen. Denn auch wenn man selbst keine Gewalt ausübt, trägt man im patriarchalen System Mitverantwortung. Wer seine Privilegien nicht nutzt, um für alle Diskriminierten etwas zu verändern, trägt mit Schuld. Solidarität ist das Mindeste. Am besten bringt man so viele Männer wie möglich mit – vielleicht reflektiert ja der eine oder andere sein Verhalten.

Da der 14. Mai durch Christi Himmelfahrt ein Feiertag ist, gibt es keinen Grund, nicht hinzugehen. Nicht für sich selbst, sondern für alle, die nicht das „Glück“ hatten, von Geburt an bevorzugt behandelt zu werden.

„Männer gegen Gewalt“-Demo Brandenburger Tor, Tiergarten, 14. Mai, 14 Uhr, mehr Infos hier


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