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Sonnenfinsternis verpasst? Am 28. August seht ihr in Berlin eine Mondfinsternis

Das nächste Spektakel am Berliner Himmel erwartet euch: eine partielle Mondfinsternis. Wo ihr sie sehen könnt und was ihr dafür braucht, erfahrt ihr hier
Text: Daria Rabes
Veröffentlicht am: 26.08.2026
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Die letzte Mondfinsternis in Berlin: Ein Spektakel am Berliner Nachthimmel.  © Imago/POP-EYE/Ben Kriemann

Mitte August quoll das Tempelhofer Feld vor Schaulustigen fast über, auch der Drachen- und der Teufelsberg waren gut gefüllt. Durch heiß begehrte Sonnenfinsternisbrillen oder selbstgebaute Lochkameras konnten Neugierige das Spektakel am Abendhimmel beobachten. Wer die partielle Sonnenfinsternis verpasst hat oder keine Schutzbrille mehr ergattern konnte, muss nicht lange auf das nächste Highlight warten: Ende August ist am Himmel quasi das Gegenstück zur Sonnenfinsternis sichtbar.

Mondfinsternis: Im Schatten der Erde

Am Freitag, den 28. August, könnt ihr in den frühen Morgenstunden die partielle Mondfinsternis betrachten. Diesmal steht die Erde zwischen Sonne und Mond und wirft ihren Schatten auf den Mond. „Partiell“ bedeutet: Der Mond wird nicht vollständig durch den Schatten abgedunkelt. Etwa sechs Prozent des Monddurchmessers fehlen zur vollständigen Finsternis. Eine Mondfinsternis gibt es grundsätzlich nur bei Vollmond, jedoch nicht bei jedem, da die Mondbahn leicht gegen die Erdbahn geneigt ist und der Mond somit meist knapp am Erdschatten vorbeizieht. Einen blutroten Vollmond wie in Vorjahren dürft ihr trotzdem nicht erwarten. Ist der Mond – wie diesmal – zu über 90 Prozent verdunkelt, bekommt er statt des kupferroten Anstrichs an der verbleibenden hellen Stelle einen leuchtenden Rand.

Früh aufstehen: Die partielle Mondfinsternis über Berlin

Die Finsternis beginnt ab 3.23 Uhr, wenn der Mond in den Halbschatten der Erde gerät. Spannender wird es ab 4.34 Uhr und später, wenn der Himmel schon langsam blau wird. Zunächst wird der Mond zur schmalen Sichel, bevor er anschließend wieder etwas zunimmt. Das Maximum der in Berlin sichtbaren Finsternis ist um 6.12 Uhr erreicht: Dann liegen 93,7 Prozent des Monddurchmessers im Schatten der Erde. Das ist allerdings nur Minuten, bevor der Mond in Berlin (gegen 6.17 Uhr) untergeht. Die Schwierigkeit dabei: Der Mond steht in den entscheidenden Minuten ziemlich tief am Horizont. Wer alles sehen will, braucht also freien Blick auf den Horizont Richtung Westen bis Westsüdwesten. Die besten Aussichtspunkte sind dabei weite Felder oder Anhöhen. Hauptsache, der Horizont ist sichtbar: schon Baumreihen oder Gebäude können die Sicht beeinträchtigen.

Bei einer partiellen Mondfinsternis verschwindet ein Großteil des Mondes im Schatten der Erde. Um das Ereignis zu sehen, müsst ihr früh aufstehen.  © Foto: Imago/Arnulf Hettrich

Ungefährlich fürs Auge: Beim Betrachten einer Mondfinsters ist keine Brille nötig

Bei der partiellen Sonnenfinsternis kamen viele in Bedrängnis, als sie am selben Abend noch keine Schutzbrille ergattert hatten. Spontane Menschen können diesmal aufatmen: Um die partielle Mondfinsternis zu betrachten, braucht ihr keine Spezialbrille. Der Blick in den Nachthimmel und auf den verdunkelten Mond ist absolut ungefährlich für die Augen.

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Wohin zur Mondfinsternis in Berlin

Erhebungen wie der Teufelsberg eignen sich gut zur Besichtigung des Himmels. Für die frühen Morgenstunden ist auch der benachbarte Drachenberg, ebenfalls ein Trümmerberg aus dem Zweiten Weltkrieg, eine gute Adresse: Hier ist das Panorama über West-Berlin besonders schön. Ein Ausflug auf den Hügel lässt sich bestens mit einem Spaziergang durch den Grunewald oder einer morgendlichen Badeeinheit im Teufelssee kombinieren. Genauso eignet sich jedoch ein weitläufiges Feld am Stadtrand. Diese Tipps hatten wir zur Sonnenfinsternis. Weitere Ideen: An diesen Orten seht ihr die Stadt von oben.

Die nächste totale Mondfinsternis: 2028 in Berlin

Wer seinen Schlaf nicht opfern möchte, um früh morgens den Mond anzusehen, kann 2028 das nächste Mal eine Mondfinsternis erleben. Ganz so selten, wie es klingt, sind einige der Himmelsspektakel nämlich gar nicht: Jährlich gibt es im Schnitt zwei Mondfinsternisse, sie sind nur eben nicht überall auf der Erde zu sehen. Silvester 2028 wird es das nächste Mal eine totale Mondfinsternis über Berlin geben. Dann tritt der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde. Das Sonnenlicht trifft auf die Ränder der Erdatmosphäre und wird in den Kernschatten hineingebrochen: Dadurch, dass auf dem Weg durch die Atmosphäre der blaue Anteil des Sonnenlichts stärker gestreut wird als der rote, beleuchtet das übrigbleibende Licht den Mond in warmen, rötlichen Farben. Der Mond erscheint also während der Finsternis in kupferrotem Schimmer.


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