12 schöne Dinge, die ihr diesen Sommer noch tun solltet

Im Sisyphos mit den Eltern tanzen

Ihr wart noch nie mit euren Eltern im Club? Dann wird es Zeit, das in diesem Sommer nachzuholen. Bei der neuen Partyreihe „generationS“ im Sisyphos sind nämlich alle eingeladen: Club-Neulinge, alte Rave-Hasen und Stammgäste, die schon immer mal ihren Eltern zeigen wollten, wo sie ihre Wochenenden verbringen. Eine ganz eigene Erfahrung – und wortwörtlich was für die ganze Familie. Unsere Autorin war bei der ersten Party im Juli dabei hatte eine richtig gute Zeit. Ihren Erfahrungsbericht lest ihr hier. Im September und Oktober gibt es jeweils noch eine Party der Event-Reihe.
generationS Donnerstag 3.9. ab 18 Uhr (mit DJs, Live-Musik und Kultur-Specials abseits des jungen Wochenendes)
Das große Finale Am Samstag, 10.10. – direkt nach dem großen Jubiläumswochenende
Ein Konzert im Luftschloss erleben

Eine ganz besondere Open-Air-Location: Seit 2022 steht das hölzerne Luftschloss auf dem Tempelhofer Feld. Von Mai bis September performen hier Künstler:innen aller Sparten auf der Bühne. Ob Kinderorchester, Impro-Gruppe, Trommelensemble, Folk-Kombo oder Rockband, in dem Amphitheater zeigt sich die ganze Vielfalt der Stadt. 400 Zuschauer:innen finden hier einen Platz. Schaut doch mal vorbei. Bei dieser Aussicht, dem abwechslungsreichen Programm und der liebevoll gestalteten Kulisse hat man hier garantiert einen guten Spätsommer-Abend. Nach der Sommersaison zieht das Atze Musiktheater wieder in den Wedding.
Luftschloss Tempelhof Tempelhofer Damm 85, Tempelhof, weitere Infos hier
Pommes im Prinzenbad-Kiosk essen

Man kommt wegen der Pommes und bleibt einfach: Im Sommer ist der Kiosk die Welt von Daggi und Matze – und ein kleiner Kosmos für sich. Sie sind die guten Geister des legendären Prinzenbads in Kreuzberg, bei denen jeder Gast willkommen ist. Die herzerwärmende Reportage über den Kiosk im Prinzenbadlest ihr hier. Taucht nochmal ein, in diese ganz eigene Welt. Die Saison geht noch bis zum 27. September.
Sommerbad Kreuzberg Prinzenstr. 113-119, Kreuzberg, bis 27.9., weitere Infos hier
Im Skulpturengarten durch den Nebel schreiten

Ein Kunst-Highlight im Sommer: Erneut lässt Fujiko Nakaya Nebelschwaden durch den Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie wehen. Bäume, Sträucher, Metall und Steine verschwinden wie schon 2025 hinter den Tröpfchen, die Besuchenden auch, acht Minuten lang, alle halbe Stunde. Das sieht schön aus, schöner als jeder Bühnennebel. An heißen Tagen kühlt die Nebelskulptur angenehm und weckt Sehnsucht nach einer grüneren Stadt oder nach bewaldeten Hügeln, an denen weiße Schwaden aufsteigen. Wer sich mit Tröpfchen besprühen lassen will, muss rechtzeitig vor dem jeweiligen Start den Garten betreten, denn die Türen werden während der Vernebelung geschlossen, um die Werke im Haus zu schützen. Wer keinen Eintritt zahlen will, setzt sich oben auf die Balustrade und sieht dem Treiben im Garten zu. Und wer unten einmal ganz um die Nationalgalerie spaziert, also auch über den Parkplatz, sieht, dass sogar der schönste Nebelzauber maschinengemacht ist. Noch bis zum 25. Oktober könnt ihr das erleben. Unsere aktuellen Kunst-Tipps findet ihr hier.
Neue Nationalgalerie Potsdamer Str. 50, Tiergarten, Di–So 10–19, Do bis 20 Uhr, Nebelskulptur zur vollen und halben Stunde 11–17 Uhr, Do bis 19 Uhr, Sammlung: 14/ 7 €, Hausticket: 20/ 10 €, bis 18 J. + TLE frei, smb.museum, bis 25.10.
Picknicken am Rheingauer Weinbrunnen

Nirgendwo trinkt man schöner als am Weinbrunnen am Rüdesheimer Platz. Unter dem Plateau plätschert der Siegfriedbrunnen, oben fließt der Wein. Zwischen Giebeldächern, Staudenbeeten und Gartenterrassen lässt man es sich gut gehen im Rheingauviertel. Spätestens beim Bestellen des Rieslings am hölzernen Probierstand fühlt man sich wie in einer Kleinstadt inmitten hessischer Weinberge. Der Weinbrunnen ist eine Institution. Seit 1967 schenken Winzer aus dem Rheingau-Taunus-Kreis hier zwischen Mai und September ihre Erzeugnisse aus. Umrandet von alten Bäumen trifft sich die Nachbarschaft an Bierbänken und probiert sich quer durch die Karte. Gediegen, aber nicht verkrampft. Auch junge Leute und Touristen kommen gerne vorbei. Denn Qualitätswein von namhaften Winzern kostet hier so viel wie ein Hauswein in einfachen Restaurants. Wer will, kann sich den passenden Käse von zuhause mitbringen. Der perfekte Ort für ein letztes Picknick im Sommer.
Rheingauer Weinbrunnen Rüdesheimer Platz, Wilmersdorf, Mo–Sa 15–22 Uhr, bis 12.9.
Die weltbesten Orchester und Ensembles beim Musikfest hören

Das Musikfest ist Berlins großes Festival für Orchestermusik. Vom 28. August bis 23. September kommen renommierte Orchester und Ensembles aus der ganzen Welt in die Hauptstadt, um die Musik zu feiern. Mehr als 65 Werke von rund 40 Komponistinnen und Komponisten werden in dieser Zeit in der Philharmonie und dem Konzerthaus präsentiert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den vielen weltberühmte Dirigent:innen und Solist:innen. Mit György Ligetis Oper „Le Grand Macabre“ wird das Musikfest eröffnet. Außerdem feiern die Berliner Festspiele ihren 75. Geburtstag. Ein Besuch eines klassischen Konzertes gehört definitiv zu den schönen Dingen, die ihr diesen Sommer noch machen könnt.
Musikfest Berlin Philharmonie und Konzerthaus, 28.8.–23.9., weitere Infos hier
Im Volksbad schwimmen gehen

Volksbad statt Volksbühne: so eine schöne, einfache Idee. Der Berliner Sommer ist heiß und die Schwimmbäder überfüllt. Da muss man doch was machen können, dachte sich Matthias Lilienthal, der neue Intendant der Volksbühne. Mit einer besonderen Aktion wollte er ein Zeichen für kostenfreie Räume setzen und zugleich eine Einladung an die Hauptstadt aussprechen. Und so entstand vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz tatsächlich ein Schwimmbad. Das Becken misst beeindruckende 25 Meter Länge und kann gratis und ohne Ausweis besucht werden. Im Gegensatz dazu haben viele Freibäder in Berlin eine strikte Ausweispflicht. Dem „rbb“ sagte Lilienthal Anfang Juni bei der Vorstellung der Pläne: „Die Volksbühne versteht unter theatralischen Events auch, wenn zwei Leute sich nass spritzen.“ Und erklärte außerdem, die Pläne seien Protest gegen den Verfall öffentlicher Infrastruktur. Tolle Sache! Leider stößt guter Wille manchmal an seine Grenzen. So erlangte das Volksbad traurige Aufmerksamkeit, als ein Schwimmnachmittag für Schwarze Kinder und Jugendliche nach Hetze und Drohungen abgesagt werden musste. Ein deprimierender Tag in diesem Sommer, schrieb unsere Autorin zu den Vorkommnissen. Umso wichtiger ist es, sich das alles nicht nehmen zu lassen, und noch einmal ohne Angst und gutgelaunt ins Wasser einzutauchen. Bis zum 1. Oktober habt ihr dafür noch Zeit. Alles zum Pop-up-Freibad lest ihr hier.
Volksbühne Berlin Rosa-Luxemburg-Platz, Mitte, zur Website mit kommenden Veranstaltungen, direkt Zeitslots buchen könnt ihr auch im Ticketshop hier
Einen Film schauen unter freiem Himmel

Die Freiluftkinos haben es nicht leicht, schließlich sind sie immer vom Wetter abhängig. Wenn es aber nicht regnet oder stürmt, gibt es kaum etwas Schöneres, als einen guten Film unter freiem Himmel zu sehen. Berlin hat da auch ganz viele eigene Kulissen zu bieten. So gibt es Freiluftkinos am Wasser, im Wald, mitten in der City und in spannenden Industriegebieten. Probiert es doch mal wieder. Das Freiluftkinoprogramm für Berlin findet ihr hier.
Aperitivo auf dem Frizzante genießen

Wer Italien verstehen will, beginnt am besten mit dem Aperitivo. Ein Spritz in der Hand, ein paar italienische Häppchen auf dem Tisch, gute Gespräche und bloß keine Eile – in Berlin ist das in vielen Bars und Restaurants möglich, Tipps für Dolce Vita und Drinks in der Sonne haben wir hier für euch. Auch tipBerlin feiert dieses Lebensgefühl mit Frizzante – The Aperitivo Edition. Am ersten Septemberwochenende verwandelt sich der Innenhof der Friedrichstraße 112b in eine italienische Piazza auf Zeit. Produzent:innen aus Italien bieten ihre Produkte zum Kosten und Kaufen an. Dazu servieren Berliner Restaurants Focaccia, Pasta und alles, was zum Dolce Vita gehört. Dazu gibt es Live-Musik und Italo-Beats bis in die Nacht hinein. Mehr Sommer geht kaum! Weitere Infos gibt es hier.
Frizzante – The Aperitivo Edition Friedrichstr. 112, Mitte, Sa 5.9., 12–22 Uhr (Markt bis 20 Uhr), So, 6.9., 12–19 Uhr, Eintritt inklusive Welcome-Drink je 12 €, Samstag ab 18 Uhr 8 €, Tickets findet ihr hier
Durch das Dahlienfeuer im Britzer Garten laufen

Der Britzer Garten ist immer einen Ausflug wert. Im Spätsommer präsentiert sich der Landschaftspark besonders farbenfroh. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern blühen jetzt nämlich rund 3.800 Dahlien in 200 unterschiedlichen Sorten. Das Dahlienfeuer lodert in allen Farben. Nicht verpassen!
Britzer Garten Sangerhauser Weg 1, Britz, tgl. 9–18 Uhr, weitere Infos hier
Auf Moby Dick über den Tegeler See reiten

EIne schöne Dampferfahrt gehört einfach zum Berliner Sommer dazu. Kapitän Ahab sollte sich allerdings von Berlin fern halten, denn anders als in Herman Melvilles Klassiker lieben wir Moby Dick. Außerdem hat das Schiff mit der ikonischen Walform noch nie jemanden gefressen. Und das, obwohl die mutigen Gäste sogar im riesigen Maul Platz nehmen können. Das Boot wurde 1972 gebaut. Seitdem zieht es durch die Gewässer der Stadt. Zwischenzeitlich hatte sich der weiße Pottwal auch mal in den Osten der Stadt verirrt. Mittlerweile hat Tegel sein Lieblingshaustier aber wieder im eigenen See. Na ein Glück! Weitere besondere Boote in Berlin findet ihr hier.
Für die Kunst nach Brandenburg reisen

So schön Berlin im Sommer auch ist, tut es trotzdem immer mal gut, rauszukommen. Zum Glück haben wir mit Brandenburg ein wunderschönes Bundesland vor der Tür, in dem man nicht nur toll wandern, schwimmen und essen kann, sondern wo es auch richtig gute Kunst zu sehen gibt. Zum Beispiel bei der 1. Openart Lausitz Biennale, die am 31. Juli im Atelierhof Werenzhain feierlich eröffnet wurde. Das mehrwöchige Kunstfestival widmet sich einer Region im Wandel– mit Lust am Diskurs und einem guten Gespür für außergewöhnliche Locations. Unser Gespräch mit Leiterin Michaela van den Driesch könnt ihr hier nachlesen. Die Reise lohnt sich.