Stadtleben

1. Carrotmob in Berlin Kreuzberg

Carrotmob_berlinWas haben eine Karotte und eine Mob gemeinsam? Sie sind als carrotmob Sinnbild für die Macht des klimafreundlichen Konsumenten geworden. Die Bewegung, die in den USA, Kanada oder Finnland bereits breitenwirksam ist, will Läden zu umweltfreundlicheren Umgang mit Beleuchtung, Müll, Lagerung etc. bewegen. Doch statt Discounter zu boykottieren drehen die Carotmobs den Spieß um und belohnen stattdessen Geschäfte, die sich klimafreundlich verhalten wollen. Frei nach der wirkungsvollen pädagogischen Grundregel: Belohnen verstärkt besser als Bestrafung.

Am Samstag starten Berliner Umweltaktivisten in Berlin Kreuzberg den ersten Carotmob in Berlin. Im Spätkauf „Multikulti“ in der Wienerstraße 40 soll gemeinsam der Wochenendeinkauf bestritten werden. Der Ladenbesitzer will dafür 35 Prozent des Umsatzes bei dieser Aktion für den energieeffizienten Umbau seines Geschäfts aufwenden.

Vernetzt haben sich die Carrotmob-Aktivisten über das Internet. Für die erste Aktion wurden mehrere Spätkaufs angesprochen, die ein Angebot machen sollten. Wer den höchsten Prozentsatz für Energiesparmaßnahmen auszugeben bereit ist, kriegt den Zuschlag, in dem Fall der „Multikulti“ Spätkauf. Immerhin steigt dadurch nicht nur der Umsatz, sondern es färbt auch auf das Image des Ladens positiv ab.

Dass ausgerechnet kleine Läden im Focus liegen hat seinen Grund. Diese haben oft weniger finanziellen Spielraum für energieeffizienten Umbau. Durch die Mehreinnahmen während der Aktion kommt mehr Geld in die Kasse und Beratung durch die Aktivisten kriegen die Ladeninhaber obendrein.

1. Carrotmob am Samstag, 13.6., 16 Uhr
im Spätkauf „Multikulti“, Wienerstraße 40, Kreuzberg
www.carotmobberlin.com

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