Stadtleben

10. Spaß-WM Strandvölkerball 2012

StrandVOELKERballWer Weltmeister werden will, muss Einsatz zeigen. Und wissen, wie man den Gegner aus der Fassung bringt. Das japanische Völkerball-Team Berlins beherrscht beides. Obwohl körperlich oft kleiner als ihre bisherigen preußischen, litauischen oder griechischen Kontrahenten, konnten sie in der Geschichte des Strandvölkerballs zweimal den Titel holen. Ob das an den locker gewickelten, an das Outfit von Sumo-Kämpfern gemahnenden Schurzen liegt, mit denen sie antreten? Denn nicht nur die Zuschauer befürchten, dass sich der Seitenknoten lösen und die Spieler angesichts ihrer Hechtsprünge plötzlich ganz ohne dastehen könnten. Doch während sich Publikum und Gegner innerlich noch für mögliche peinliche Momente rüsten, haben die Japaner mit einem gezielten Ballwurf flugs ein „Leben“ des gegnerischen Teams „ausgelöscht“.

strandvoelkerballAuch bei der kommenden Jubiläums-Ausgabe, der nun 10. Strandvölkerball-WM, wird es wieder spannend, wenn auch weniger martialisch als noch zu Schulzeiten. Denn im Gegensatz zum Schulsport, der einzigen Gelegenheit, wo Völkerball in Deutschland noch regelmäßig gespielt wird – und wo die Klassen-Asis dann mit hart aufgepumpten Polyurethan-Bällen mal so richtig vom Leder ziehen –, kommt beim Strandvölkerball als Wurfgeschoss nur ein Schaumstoffball zum Einsatz. Schließlich wollen Ruhrpottler, Japaner, Preußen und die anderen Völker nach dem Event noch gemeinsam feiern – neben Sieg und Platz der Hauptgrund für das Spaß-Turnier.?

Text: Eva Apraku
Fotos: Carsten Schultz, Linus Smid

10. Strandvölkerball-WM
Beach Mitte (nahe Nordbahnhof), Caroline-Michaelis-Str. 8, Mitte, 25.–28.7., mit DJs vom Superclub + Zentralkapelle, www.strandvoelkerball.de

 

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