Stadtleben

Abbau der Ex- US-Botschaft in Berlin

Alte-US_Botschaft_Harry_SchnitgerAn einem heruntergekommenen Haus kleben vergilbte Plakate, auf denen für 55.000 Green Cards geworben wird. Auf dem Gehsteig wächst Moos. Eine Fensterscheibe ist eingeschlagen. Wären da nicht die enormen Sicherheitszäune und die altersschwachen Klima­anlagenkästen, die in Amerika das Bild der Häuserfassaden prägen, würde an der Ecke Mittelstraße, Neustädtische Kirchstraße nichts mehr darauf hindeuten, dass dort bis Anfang Juli die US-Botschaft stand.

Mitten in Mitte, wo die Berliner Bautätigkeit der letzten 20 Jahre am intensivsten war, hat sich durch die Absperrung des Areals ein Stück Nachwendezeit erhalten. Doch das wird nicht mehr lange so bleiben, nun ist das Gebäude wieder im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die derzeit Nutzungsangebote einholt. Vorab muss jedoch die US-Sicherheitstechnik beseitigt werden. Wann der Abbau geschehen soll, ist noch unklar. Sicher ist, dass die Straße wieder für den Verkehr freigegeben wird. Zu Fuß kann das Gebiet bereits passiert werden.

Text: Stb

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