ABO

Corona-Schließungen: Diese Museen, Bühnen und Clubs sind dicht

Text: tipBerlin Redaktion
Veröffentlicht am: 13.03.2020
Home » Stadt » Stadtleben » Corona-Schließungen: Diese Museen, Bühnen und Clubs sind dicht

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sollen in Berlin bis zum Ende der Osterferien am 17. April verboten werden. Diese Entscheidung traf die Gesundheitsverwaltung in Absprache mit der Innenverwaltung.

Am Donnerstag fiel auch die Entscheidung, Landesmuseen, Gedenkstätten und Galerien in Trägerschaft der Kulturverwaltung des Landes Berlin und die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) spätestens ab Samstag zu schließen. Weitere Häuser zogen nach. Betroffen sind:

Corona und Kultur - Absagen und Schließungen sind Alltag, auch die Museumsinsel bleibt dicht.
Corona und Kultur – Absagen und Schließungen sind Alltag, auch die Museumsinsel bleibt dicht. Foto: Imago/Sattler

Zuvor waren bereits alle Vorstellungen der Deutschen Oper Berlin auf der großen Bühne im Zeitraum zwischen 11. März und 19. April 2020 abgesagt, worden, weitere Häuser zogen nach – zuerst sollten noch kleinere Aufführungen stattfinden. Nun sind die Kultureinrichtungen des Landes komplett dicht. Auch im Sport müssen sich Fans auf radikale Maßnahmen einstellen.

Der Karneval der Kulturen ist abgesagt. Die Veranstaltung war für Pfingsten (31. Mai) geplant. Auch das Myfest am 1. Mai in Kreuzberg findet nicht statt. Die für den 6. Juni 2020 geplante Lange Nacht der Wissenschaften (LNDW) ist ebenfalls abgesagt. Media Convention Berlin und re:publica wurden vom 6.-8. Mai auf den 10.-12. August dieses Jahres verschoben.

Ebenso reagieren die ersten Clubs. Dass Berghain etwa erklärte, dass alle eigenen Veranstaltungen bis 20. April ausfallen – im Sinne auch von Personal und DJs. Das Sisyphos verlegte den Saisonstart auf unbestimmte Zeit nach hinten. Und die Wilde Renate – ebenfalls geschlossen – überträgt nun DJ-Sets ins Internet.

Betroffen sind – überwiegend bis 19. April – Veranstaltungen an diesen Orten:

Das Haus der Kulturen der Welt sagt sämtliche öffentlichen Veranstaltungen bis zum 31. Mai 2020 ab.

Die Regelung trifft Hallen mit einer Kapazität von mehr als 1000 Menschen – von Columbiahalle, Max-Schmeling-Halle, Velodrom, Mercedes-Benz-World, Verti Music Hall, Tempodrom. Einen einheitlichen Umgang gibt es bislang nicht. So zog das Astra Kulturhaus Kritik auf sich, weil es ein Konzert zweimal hintereinander stattfinden ließ, um jeweils unter der behördlich angeordneten Kapazitätsgrenze zu bleiben.

Die Staatsoper in Berlin. Imago/Joko

Corona-Virus: Opern betroffen – beim DEL gleich die ganze Saison

Auch auf den Sport hat es Auswirkungen. Nach einiger Diskussion gibt es nun seitens des Gesundheitsamts in Treptow-Köpenick eine entsprechende Anordnung, das Eisern Union am Wochenende ohne Publikum auf Bayern München trifft. Bezirksbürgermeister Oliver Igel sagte dies dem rbb. Auch andere Sportarten sind betroffen.

„Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) sieht sich gezwungen, die aktuelle Saison mit sofortiger Wirkung vorzeitig zu beenden“, heißt es in einem Statement. Die Chancen auf einen Meistertitel für die Berliner Eisbären haben sich damit erledigt.

Der Berliner Fußball-Verband hat vorerst den Spielbetrieb bis 22. März eingestellt. Auch Alba Berlin hat Spiele abgesagt.

Ob Ticketpreise erstattet werden, hängt in der Regel von der Kulanz Veranstalters ab. Die Oper will sich am Mittwoch dazu äußern. Alle Entwicklungen liest du auch in unserem Corona-Tagebuch.

Konzert in Moskau: Gäste besuchen eine Show mit Atemschutzmasken. Foto: Imago/ITAR-TASS

Hier ist eine regelmäßig aktualisierte Liste mit Events, die ausfallen:

Corona und Kultur: Absagen von Events oft auch wegen Pandemie

Generell: Alle größeren Veranstaltungen in den staatlichen Häusern sind abgesagt.

Die Berliner Festspiele haben sämtliche Veranstaltungen und Konzerte von MaerzMusik – Festival für Zeitfragen (20.–29.03.) im Haus der Berliner Festspiele sowie in den weiteren Festivalspielstätten und die internationalen Tanz-Gastspiele „Aisha and Abhaya“ des Ballet Rambert & The Royal Ballet (11.–13.3.), „Rain (live)“ (2.–4.4.), „Achterland“ (5.–7.4.) von Anne Teresa De Keersmaeker | Rosas im Haus der Berliner Festspiele abgesagt. Auch die geplante Filmreihe „Sundays for Hong Kong II“ (15.3.–26.4.) im Gropius Bau entfällt.

Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) hat alle Veranstaltungen bis zum Ende der Osterferien ausgesetzt. Auch immer mehr Clubs reagieren, etwa das Heideglühen, auch der Tresor hat vorerst geschlossen.13. März:

Corona Berlin: Das Sisyphos kann nicht in die Saison starten, die Enten an dr Tür werden vorerst nicht illuminiert.
Sisyphos: Die Tür bleibt zu – wegen Corona. Foto: Imago/Schaap

14. März:

16. März:

17. März:

18. März:

20. März:

21. März:

24. März:

25. März:

26. März:

27. März:

https://www.facebook.com/SVBeV/photos/a.820012898052876/2737388169648663/?type=3&theater

28. März:

29. März:

30. März:

2. April:

11. April:

17. April:

18. April:

25. April

Das Corona-Virus wütet in Berlin, hat unter anderen inzwischen die Polizei getroffen. Gerade die Hauptstadt bietet viele Orte, an denen sich das Corona-Virus hervorragend ausbreiten könnte. Es sorgt für Hamsterkäufe, was unseren Autoren Hass empfinden lässt.

Der Senat hat inzwischen eine Corona-Hotline geschaltet. Allerdings: Der Corona-Virus ist nicht die erste Pandemie, die Berlin hinter sich gebracht hat. Es besteht also Hoffnung.

Konzertabsagen, mit und ohne Corona-Begründung, finden sich auch auf den Websites von Ticket-Verkaufsstellen wie koka36.de.

Das könnte dich auch interessieren