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Politik

Alarmstufe Rot 2: Großdemo der Veranstaltungsbranche in Berlin

Das Bündnis der Veranstaltungsbranche, Alarmstufe Rot, demonstriert heute zum zweiten Mal in Berlin. Geplant sind ein Fahrzeugkorso sowie ein Fußmarsch durchs Stadtgebiet. Gemeinsamer Treffpunkt zur Endkundgebung ist das Brandenburger Tor, Beginn war mittags, angemeldet ist die Aktion bis 16 Uhr.

Alarmstufe Rot am Mittwoch in Berlin: Demonstration für die Rettung der Veranstaltungsbranche. Foto: Imago Images/Chris Emil Janßen

Alarmstufe Rot: Zwei Demonstrationszüge in der Stadt

Beide Züge starten unter dem Motto #onfire – eine Branche, die für ihren Beruf brennt, in der gegenwärtigen Situation aber abbrennt. Für den Fußmarsch vom Alexanderplatz ausgehend werden etwa 6.000 Teilnehmer*innen erwartet. Die Startzeit ist mit fünf nach Zwölf nicht zufällig gewählt. Darin liegt die symbolische Aussage, dass es für große Teile des Veranstaltungszweiges bereits zu spät ist. Der motorisierte Korso startete bereits um 11 Uhr am Olympischen Platz. 

Beide Demonstrationszüge finden sich anschließend am Platz des 18. März zusammen. Die Endkundgebung dort startet gegen 14:30 und soll bis in den Nachmittag gehen. Eine Übersicht der Demorouten und etwaiger Sperrungen gibt es hier:

Bessere Hilfsprogramme für die Veranstaltungswirtschaft

Bereits am 09.09. fanden sich etwa 15.000 Demonstrant*innen in Berlin zusammen, um einen Dialog mit der Bundesregierung anzustoßen. Ziel ist die Rettung der größtenteils brachliegenden Veranstaltungsbranche. Prominente Figuren aus dem Showgeschäft wie Campino, Dieter Hallervorden, Roland Kaiser, die Band Beatsteaks und weitere wollen dem Protest beiwohnen. Zusätzlich riefen führende Verbände der Tourismusbranche zum Schulterschluss auf und kündigten ihre Teilnahme an der Demonstration an.

Der Umzug vom 09.09.2020 vorm entlang des Reichstagsgebäudes.
Foto: imago images/Carsten Thesing

Das Bündnis fordert eine Bündelung von Hilfsprogrammen für „alle Unternehmensgrößen, alle Kostenarten, alle Krisenmonate.“ Damit möchte man sich gezielter an den Bedürfnissen der Branche orientieren als die bisherigen Förderprogramme es leisten können. Die geforderten Maßnahmen sind unter anderem ein höherer Fixkostenzuschuss, freiere Verwendung von Umsatzzuschüssen, Verlängerung der Hilfsmaßnahmen sowie Anpassung der Kreditprogramme und Flexibilisierung der Kurzarbeiterregelungen. 


Mehr Stadtgeschehen

Auch andere verschaffen ihrem Unmut Luft – zuletzt legten die Dauergefährder von Querdenken Straßen lahm. Die Polizei hingegen kümmerte sich vor allem um die Auflösung von Veranstaltungen wie Pornceptual.

Nicht nur auf Demonstrationen, auch in Einkaufsstraßen gilt derzeit die Maskenpflicht – allerdings nur für Fußgänger*innen. Die Sperrstunde soll vorerst aufrechterhalten werden, weitere Maßnahmen stehen noch aus. Sollte das öffentliche Leben wieder heruntergefahren werden, helfen Heizpilze der Gastronomie auch nicht mehr. Sollte es dann soweit sein, haben wir hier verschiedene Stufen des Wahnsinns in Quarantäne zusammengefasst.

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