Architektur

Neorenaissance in Berlin: Diese Bauwerke schinden Eindruck

In Berlin stößt man oft auf Neorenaissance-Architektur, auch wenn es manchmal nicht leicht fällt, die Bauwerke zweifelsfrei zuzuordnen. Schließlich kam dieser Stil in einer Phase auf, als die Hauptstadt auf überwältigende Pracht ausgerichtet war – und wer damals Bauten schuf, bediente sich recht frei an erprobten Formen der Baugeschichte. Von der fast kargen Strenge des Klassizismus nahm man langsam Abschied, dennoch finden sich die Vorbilder in Italien und dessen fantasievollen Blick auf die eigene Vergangenheit. Die architektonischen Wiedergänger sind geprägt von symmetrisch gestalteten Fassaden, imposanten Kuppeln, rippenlosen Gewölben, Säulen, Rundbögen und allerhand hübschem Dekor. Aber macht euch selbst ein Bild: 12 wichtige Bauwerke der Neorenaissance in Berlin zeigen wir euch hier.


Villa Oppenheim

Villa Oppenheim: In diesem Neorenassance-Bauwerk erzählt der Bezirk seine Geschichte. Foto: Imago/Jürgen Heinrich

Ganz so einfach ist es nie in der Architekturgeschichte, aber grob vereinfacht ließe sich sagen: Mit Barockarchitektur wollten Fürsten und Könige angeben, der Renaissancestil hingegen ist die bürgerliche Wahl. Die venezianischen Stadtvillen zeugen davon – und sie standen Pate für die Villa Oppenheim in Charlottenburg. Der Neorenaissance-Bau entstand im späten 19. Jahrhundert, entworfen hat sie der Architekt Christian Heidecke, dessen Wirken in Berlin nicht zu unterschätzen ist: Als einer der Lieblings-Baumeister des Großbürgertums errichtete er zahlreiche mondäne Bauwerke, unter anderem auch die Schwartzsche Villa.

Die Villa Oppenheim steht unter Denkmalschutz, in den 1980er-Jahren wurde das rund ein Jahrhundert zuvor errichtete Bauwerk umfassend saniert. Die heutige Farbgebung in Rot und Weiß unterstreicht die Strukturierung des Baus, die Gesimse und Säulen, aber weder von den Nachfahren der Mendelssohns und Oppenheims, einst Besitzer des Hauses, wird die Villa noch bewohnt. Stattdessen unterhält der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hier ein Museum.

  • Museum Charlottenburg-Wilmersdorf Schloßstraße 55/Otto-Grüneberg-Weg, Charlottenburg, online

Martin-Gropius-Bau

Neorenaissance-Architektur in Berlin an der Niederkirchnerstraße: Der prachtvolle Gropius-Bau dient als Ausstellungshaus. Foto: Imago/Sabine Gudath
Neorenaissance-Architektur in Berlin an der Niederkirchnerstraße: Der prachtvolle Gropius-Bau dient als Ausstellungshaus. Foto: Imago/Sabine Gudath

Gropius, Gropius, da war doch was? Aber mit dem Bauhaus-Gründer hat der Gropius-Bau nur entfernt etwas zu tun, erschaffen hat ihn Walter Gropius‘ Großonkel Martin Gropius. Dieser so bedeutende Architekt war ein glühender Verehrer von Karl Friedrich Schinkel und dessen vergleichsweise asketischem Klassizismus. Aber ganz so streng war Gropius doch nicht, wie das einstige Kunstgewerbemuseum in Kreuzberg zeigt. Der Neorenaissance-Bau auf einem Granitsockel ist mit rötlichen Klinkern verblendet, reich verziert mit Sandstein-Bauschmuck und goldenen Mosaiken. Im Innern des Kubus befindet sich ein beeindruckender Lichthof.

Das einstige Kunstgewerbe-, später zeitweise Vor- und Frühgeschichte-Museum, sollte eigentlich im Zusammenspiel mit anderen Bauten ein ganzes Museumsquartier bilden. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bau schwer beschädigt, die Ruine an der Berliner Mauer sollte eigentlich abgerissen werden – und hier schließt sich der Kreis: Walter Gropius setzte sich für die Restaurierung ein, seit 2001 kümmern sich die Berliner Festspiele um den Gropius-Bau, der temporäre Ausstellungen beherbergt.

  • Gropius-Bau Niederkirchnerstr. 7, Kreuzberg, online

Abgeordnetenhaus von Berlin/Preußischer Landtag

Rundbogenfenster, Säulen, Symmetrie: Das Berliner Landesparlament ist ein Beispiel für Neorenaissance-Architektur in Berlin. Foto: Imago/Jürgen Ritter
Rundbogenfenster, Säulen, Symmetrie: Das Berliner Landesparlament ist ein Beispiel für Neorenaissance-Architektur in Berlin. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Der Gropius-Bau ist nicht das einzige Neorenaissance-Gebäude in der Nachbarschaft. In unmittelbarer Umgebung befindet sich mit dem Gebäude des Preußischen Landtags ein weiteres Beispiel für den glanzvollen Stil, der hier ganz bewusst gewählt wurde: vornehm, aber doch zurückhaltend, recht bürgerlich eben. Kein Wunder, monarchischer Prunk stand einem Parlament schließlich nicht sonderlich gut. Auffällig sind die hohen Rundbögenfenster, Säulen an der Fassade im Obergeschoss und eine Raumaufteilung, die auch heute noch funktioniert. Das Bauwerk diente im Königreich und im darauffolgenden Freistaat Preußen als Parlament, unter den Nazis als Gerichtshof und unter dem Namen „Haus des Fliegers“ als größenwahnsinnige Göring-Repräsentations-Institution. In der DDR war unter anderem die Staatliche Plankommission im Bauwerk untergebracht, dazu Stasi-Spionageeinrichtungen, verlief die Mauer doch direkt nebenan.

Bald nach der Wende zog in das nunmehr als Preußischer Landtag bekannte Neorenaissance-Bauwerk das Berliner Abgeordnetenhaus ein. Nördlich davon befindet sich ein weiteres Parlamentsgebäude, ebenfalls vom Architekten Friedrich Schulze entworfen. Dieses ehemalige Preußische Herrenhaus ist heute Sitz des Bundesrates.

  • Abgeordnetenhaus von Berlin/Preußischer Landtag Niederkirchnerstraße 5, Mitte

Schloss Britz

Im schönen Britz ist ein Gutshaus im Lauf der Geschichte zu einem Schlösschen aufgewertet worden. Foto: Imago/Schöning
Im schönen Britz ist ein Gutshaus im Lauf der Geschichte zu einem Schlösschen aufgewertet worden. Foto: Imago/Schöning

Der Neuköllner Stadtteil Britz ist für Architekturfans ein dankbares Ziel. Die Hufeisensiedlung zählt zum Unesco-Weltkulturerbe in Berlin, umgeben von so farbenfrohen wie sachlichen Gebäuden, ganz zu schweigen von den eleganten Nachkriegs-Bahnhöfen der U7. Aber es ist eben nicht nur das 20. Jahrhundert, das sich hier von seinen besten Seiten zeigt. Das beweist das Schloss Britz, mit Park und Britzer Kirchteich ein entzückendes Ensemble. Das Schloss selbst ist eigentlich ein großbürgerliches Landhaus, um dessen Kauf sich sogar der spätere Kaiser Friedrich III. beworben hatte. Den Zuschlag erhielt allerdings der Spirituosenfabrikant Wilhelm August Julius Wrede, der dem zumindest im Vergleich bescheidenen Gutshaus ein Upgrade verpasste: ein regelrechtes Schloss im Stil der Neorenaissance. Weitere Schlösser in Berlin zeigen wir euch hier.

  • Schloss Britz Alt-Britz 73, Britz

Berliner Dom

Neorenaissance, Barock und Formenvielfalt: Der Berliner Dom ist ereignisreiche Architektur. Foto: Imago/Cavan Images

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Dafür, dass Karl-Friedrich Schinkel nach wie vor als Preußens genialster Baumeister gilt, ging man bisweilen arglos mit seinem Erbe um. Am Lustgarten, wo einst eine barocke Knobelsdorff-Kirche von Schinkel klassizistisch aufgehübscht worden war, hatten die in den Kaiserstand erhobenen Hohenzollern Verbesserungsbedarf angemeldet. Julius Carl Raschdorff hatte schon 1884 einen neuen Entwurf vorgelegt, der die Türme und Kuppeln des Vorgängerbaus aufgreift, ansonsten aber tief in die Trickkisten von Barock und italienischer Hochrenaissance greift.

Das 1905 fertiggestellte Gebäude ist ausgesprochen ereignisreich, an den Details der Fassade kann man sich kaum sattsehen, und als größte evangelische Kirche Deutschlands wird der Berliner Dom auch der Forderung nach Superlativen gerecht. Bloß auf einen Teil der Wirkung muss man heute verzichten, sind doch die rekonstruierten Kuppeln simpler als die Originale und ohne die ursprünglich aufgesetzten Laternen weniger hoch, der Bau wirkt dadurch runder – in welchem Wortsinn, liegt dann am Betrachter. Mehr zum Berliner Dom und seiner bewegten Geschichte lest ihr hier.

  • Berliner Dom Am Lustgarten, Mitte

S-Bahnhof Hackescher Markt

Auch Bahnhöfe sind im Stil der Neorenaissance gehalten. Foto: Imago/Pop-Eye/Kriemann

Am Hackeschen Markt ist es leicht, das Offensichtliche zu übersehen. So viele Touris, so viel Außengastronomie, so wenig Zeit, all die versteckten Hinterhöfe in Mitte zu erkunden – da fällt kaum auf, dass der Bahnhof Hackescher Markt selbst ein echtes Schmuckstück ist. Einst war die Station als „Börse“ bekannt, errichtet wurde das Bauwerk im späten 19. Jahrhundert. Die ursprüngliche Überdachung wurde vom Kohleausstoß der Lokomotiven weggeätzt, aber das tut der Pracht keinen Abbruch. Besonders auffällig am rot verklinkerten Neorenaissance-Bau sind die schmückenden Rosettenfenster und Mosaike in typischen Formen.

  • S-Bahnhof Hackescher Markt Mitte

Bibliothek Luisenbad

Kreative Klinkerfassade neben dem Neorenaissance-Vestibül: Bibliothek am Luisenbad. Foto: Imago/Jürgen Ritter
Kreative Klinkerfassade neben dem Neorenaissance-Vestibül: Bibliothek am Luisenbad. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Es sind nicht immer die gewaltigen Repräsentanzen in zentraler Lage oder die mondänen Villen, an denen sich die Neorenaissance-Formen ablesen lassen. Manchmal sind Schmuckstücke auch etwas versteckt, wie die Bibliothek am Luisenbad, zu der man gelangt, wenn man den Trubel der Pankstraße hinter sich lässt.

Bis in die 1980er-Jahre musste man davon ausgehen, dass die Anlage ihre besten Zeiten hinter sich hatte. Einst befand sich dort ein Vergnügungskomplex, der immer weiter wuchs, je profitabler er wurde: Auf ein Schwimmbad, Restaurant und Biergarten folgte die Nutzung als Theater, später zudem ein neues Kino. Der Zweite Weltkrieg hinterließ vor allem Trümmer, zugunsten von Wohnbauten sollte die ganze Anlage weichen. Lokale Initiativen und Denkmalschützer:innen verhinderten dies, sodass immerhin zwei bemerkenswerte Bauwerke erhalten blieben: das sogenannt Vestibül, das den Eingangsbereich bildet und mit seinen hohen, runden Fenstern und den reichen Verzierungen beeindruckt. Heute befindet sich eine der schönsten Bibliotheken Berlins im Gebäudekomplex, dem man den Stilbruch gern verzeiht und auch die kreative Klinkerfassade der ehemaligen Kaffeeküche bewundern sollte.

  • Bibliothek am Luisenbad Badstraße 39, Gesundbrunnen

Gasag-Geschäftshaus

Das Gasag-Geschäftshaus an der Spree ist heute die Best-Sabel-Schule. Foto: Imago/Peter Seyfferth

Ludwig Hoffmann war ein Meister repräsentativer Gebäude. Man sieht das am Alten Stadthaus, das das Kunststück fertig bringt, größer als das Rote Rathaus zu sein, ohne das Regierungsgebäude zu übertrumpfen, und an Hallenbädern wie an der Oderberger Straße. Besonders beeindruckend ist jedoch Hoffmanns Gasag-Geschäftshaus an der Littenstraße. Gasrechnungen werden hier schon längst nicht mehr gestellt, aber die Pracht bleibt.

Das von 1906 bis 1909 errichtete Bauwerk ist mit seinem trapezförmigen Grundriss fast untypisch, aber der Rest stimmt: Die mit Muschelkalk verkleidete und von Josef Rauch, Schöpfer des Märchenbrunnens in Friedrichshain, verzierte Fassade wird durch hohe Säulen gegliedert. Besonders wirkungsvoll ist jedoch das markante Walmdach, das dem ganzen Bauwerk eine gewisse Wucht verleiht, die dem Gasriesen einst gut gefallen haben dürfte. Noch heute kennt man den Neorenaissance-Bau an der Spree als Gasag-Geschäftshaus, auch wenn längst die Best-Sabel-Schule dort eingezogen ist.

  • Gasag-Geschäftshaus Littenstraße 109, Mitte

Rocco Forte Hotel

Was heute den Glanz von Grand Hotels versprüht, war mal eine Bank. Foto: Imago/Joko

Schön, oder? Das Rocco Forte Hotel de Rome ist nicht umsonst immer wieder oben auf der Liste der besten Berliner Hotels. Die Fassade mit Säulen am Risalit und schmückenden Giebeln über den Fenstern ist schon prächtig, im Innern setzt sich die Gestaltung fort. Dabei störte das einst als Geschäftszentrale der Dresdner Bank errichtete Bauwerk, das den südlichen Abschluss des heutigen Bebelplatzes bildet, für eine Weile die Harmonie der ganzen Umgebung: Grund dafür war die Aufstockung in den 1920er-Jahren, die heute nicht mehr erhaltenen Etagen stellten die benachbarte St.-Hedwigs-Kathedrale geradezu in den Schatten.

Erst in der DDR wurden die Größenverhältnisse zumindest an der Hauptfassade wiederhergestellt, lange Zeit nutzte die Staatsbank der DDR die Räumlichkeiten. Nach der Wende stand der Neorenaissance-Bau lange leer, bis sich der Hotelbetreiber einmietete. Der ehemalige Kassen- ist seither ein Ballsaal, und dass dieser Teil von Mitte einst ein Bankenviertel war, kann man kaum noch glauben.

  • Rocco Forte Hotel de Rome Behrenstraße 37, Mitte

Generaltelegraphenamt

Sandstein und Säulen: Das Generaltelegraphenamt ist ein beeindruckender Neorenaissance-Bau in Berlin. Foto: Imago/Schöning
Sandstein und Säulen: Das Generaltelegraphenamt ist ein beeindruckender Neorenaissance-Bau in Berlin. Foto: Imago/Schöning

Wie ging man im 19. Jahrhundert mit der Zukunft um, wie trug man architektonisch den neuen Kommunikationswegen Rechnung? Für die Post, eine einst mächtige Behörde, errichtete man in Berlin jedenfalls beeindruckende Bauwerke. Aber man blickte dafür zunächst zurück, auch wenn Telegraphie einen ungeheuren Fortschritt bedeutete. Das Generaltelegaphenamt jedenfalls ist an der Oberwallstraße von Backstein dominiert, der das Berliner Stadtbild lange prägte.

An der Jägerstraße hingegen offenbart sich eine mit Sandstein verkleidete Neorenaissance-Fassade, wie sie im Buche steht: Zahlreiche Risalite, markante Rundbogenfenster und zierende Puttengruppen machen den Reiz des Bauwerks aus, das noch immer Eindruck schindet – nämlich als Hauptstadtrepräsentanz der Telekom.

  • Generaltelegraphenamt Jägerstraße 42–44, Mitte

Stadtbad Oderberger Straße

Der Eingangsbereich des Stadtbades Oderberger Straße ist ausgesprochen prächtig. Foto: Imago/Schöning
Der Eingangsbereich des Stadtbades Oderberger Straße ist ausgesprochen prächtig. Foto: Imago/Schöning

Ludwig Hoffmann baute, um zu beeindrucken. Das sieht man auch dem Stadtbad Oderberger Straße, auch Stadtbad Prenzlauer Berg genannt, an: Das reich geschmückte Bauwerk im Neorenaissance-Stil beeindruckt mit viel Liebe zum Detail an den Fassaden. Dabei war die Zukunft einst ungewiss und der Zustand zeitweise erbärmlich. In Ost-Berlin gab es viele wunderbare Hallenbäder, doch die DDR-Bürger:innen mussten ab 1985 darauf verzichten, an der Oderberger Straße ihre Bahnen zu ziehen. Nach der Wende schlossen auch die Saunen, es dauerte fast 20 Jahre, bis die Sanierungen abgeschlossen waren.

Seit 2016 kann man hier allerdings wieder schwimmen, und es lohnt sich: Mit der hohen Gewölbedecke und den Arkadengängen hat der Bau im Innern etwas von einer Kathedrale. Wer über Nacht bleibt – das Bad gehört mittlerweile zu einem Boutique-Hotel –, kann das Becken jederzeit nutzen, wer nur zum Schwimmen kommt, muss über das Hotel einen Termin buchen. Oder eins der zahlreichen anderen schönen Berliner Hallenbäder nutzen, die wir euch hier zeigen.

  • Stadtbad Oderberger Oderberger Straße 57, Prenzlauer Berg, mehr Infos zu Bad und Hotel hier

Reichstag

Berlins berühmtestes Bauwerk der Neorenaissance ist das Reichstagsgebäude. Foto: Imago/Chromorange

Das Beste zum Schluss: Das Reichstagsgebäude ist sicherlich das bekannteste Bauwerk der Neorenaissance in Berlin. Bis dem damals noch recht jungen Deutschen Reich ein angemessenes Parlamentsgebäude errichtet wurde, war viel Wasser die Spree hinabgeflossen, es brauchte gleich zwei Wettbewerbe, um einen finalen Entwurf zu finden. Eine neugotisch-merkwürdige Stalagmiten-Konstellation von Friedrich Gösling (zu sehen hier) schaffte es nicht mal in die engere Auswahl. Ein erster Siegerentwurf von Ludwig Bohnstedt wurde nicht verwirklicht, aber die Richtung war klar: imposante Anordnungen von Säulen, ein triumphbogenartiges Portal und eine gewaltige Kuppel machten den Reiz des Vorschlags (hier zu sehen) aus.

Umgesetzt wurde dann ein Entwurf von Paul Wallot, dessen massives Bauwerk sich bei der italienischen Hochrenaissance bedient und weniger auf Überwältigung setzt als die Konkurrenzvorschläge. Die Geschichte des Reichstagsgebäudes erklären wir hier genauer. Von der damaligen Kritik (zu modern, nichts Halbes, nichts Ganzes) ist nichts mehr zu hören, auf das Reichstagsgebäude können sich längst alle einigen.

  • Reichstag Platz der Republik 1, Tiergarten

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