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„The Art of Flying“ im Haus der Kulturen der Welt

Yves-Rossy.Doch weil in ihm offenbar ein echter Daniel Düsentrieb steckt, wollte er dem Gefühl, wie ein Vogel durch die Luft zu gleiten, unbedingt noch näherkommen. So entwickelte er einen von vier kleinen Stahltrieb­werken beflügelten Fluggleiter, den er sich wie einen Rucksack auf den Rücken schnallt. 2006 demonstrierte Rossy erstmals, dass er damit zehn Minuten durch die Luft sausen kann. 2008 überquerte er mit diesem Gerät bereits den Ärmelkanal zwischen Calais und Dover. Mit Ikarus, den Gebrüdern Montgolfier oder Otto Lilienthal gehört Rossy damit zu den erstaunlichen Pionieren, die sich nicht damit zufriedengeben wollen, auf der Erde zu wandeln, sondern deren Blick sich stets sehnsuchtsvoll in den Himmel richtet. All diesen Träumern, Fantasten, aber auch Technik-Freaks hat das Haus der Kulturen der Welt nun eine große Ausstellung gewidmet. In „Der Traum vom Fliegen – The Art of Flying“ geht es jedoch nicht nur um verwirklichte oder eher unrealistische Möglichkeiten, von der Erde abzuheben. Es wird auch darüber spekuliert, wie unser Leben heute wäre, wenn wir auf den Flugverkehr für die Massen – etwa aus Ermangelung an billigem Treibstoff – wieder verzichten müssten.

Text: Eva Apraku

Foto: Andre Bernet

Der Traum vom Fliegen – The Art of Flying Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten, 4.3.–8.5., Mi–Mo 11–19 Uhr, Eintritt: 5/3 Ђ, mit Space-Trainer für Weltraumpiloten, Vorträgen und Führungen, www.hkw.de

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