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Ausstellung: Peter Homann – 30 Jahre Pressefotografie

 

Verlängerung der Ausstellung auf unbestimmte Zeit:

Zum 30-Jährigen Jubiläum stellt der Berliner Fotograf Peter Homann einen Querschnitt seiner Fotos von 1979-2009 im Lagari (Pflügerstr. 19, geöffnet ab 11 Uhr) in Neukölln vor. Nicht zufällig begeht er dasselbe Jubiläum wie die taz oder die AL (Alternative Liste, Vorläufer der Grünen in Berlin). Peter Homann dokumentiert seit 1979 die linke, alternative Bewegung, Demos, Hausbesetzer usw. nicht nur in Berlin, sondern auch in Brokdorf, Wackersdorf, etc. Diese sogenannte 78er Bewegung geht auf den Tunix-Kongress im Januar 1978 in der TU-Mensa in Westberlin zurück.

Ich zeige hier ein paar Fotos von Peter Homann aus den 80er Jahren in Westberlin von Ereignissen, die ich auch miterlebt habe:

Bolleruine 1987, Foto: Peter Homann

Die Bolle-Ruine am 2.Mai 1987 nach den sehr heftigen Krawallen & Plünderungen am 1.Mai 1987. Seither gibt es praktisch regelmäßig Ausschreitungen am 1.Mai. Damals war die Krawalle noch verständlich, halb Kreuzberg hat sich daran beteiligt, in den späteren Jahren wurden daraus aber sinnentlehrte Rituale.

Berlin 1982

Die Polizei war in den 80ern auch nicht besonders freundlich zu seinen demonstrierenden Bewohnern, wie man auf deiem Plakat von 1982in Schöneberg lesen kann.

1982, Nollendorfplatz, Foto: Peter Homann

So entlud sich die Wut der Demonstranten am 11.6.1982 bei der Anti-Reagan-Demo am Nollendorfplatz auch an einer Wanne, wie die Mannschaftswagen der Polizei damals hießen. Dem vorausgegangen war allerdings auch eine Einkesselung der Demonatranten auf dem Nollendorfplatz mitr NATO-Stacheldraht (!). Der kurzfristige „Erfolg“der „ausbrechenden“ Demonatranten wurde später am Abend allerdings bitter bezahlt…

Pressezensur, Foto: Peter Homann

Auch Pressefotografen wurden bei der Ausübung ihrer Arbeit z.T. massiv von der Polizei behindert und angegriffen wie hier während der Porteste gegen die IWF-Tagung im September 1988.

KuKucK, Foto: Peter Homann

Bis 1984 gab es am Anhalterbahnhof das Kunst-und-Kulturzentrum-Kreuzberg (Kukuck) mit seinem berühmten Anarchisten-Wandgemälde , mit dem sich die Hasubesetzerbewegung eine Art Zentrale geschaffen hatten. Hier ist die Demo gegen die Räumung des Kuckcuk im Juni 1984 zu sehen, die aber die Räumung nicht verhindern konnte…

Kubatdreicek, Foto: Peter Homann

Am 1.7.1988 gab es die skurile Situation dass Westberliner Besetzer nach Ostberlin fluechten .
Polizei rauemte in den fruehen Morgenstunden das von Autonomen besetzte Lenne-Dreieck (oder auch Kubat-Dreieck) am Potsdamer Platz.
Im Rahmen eines Gebietsaustausches mit der DDR wurde das Gebiet am 1.Juli 88 an Westberlin uebertragen. Die Besetzer fluechteten ueber die Berliner Mauer nach Ostberlin, wo sie von DDR-Grenzsoldaten freundlich empfangen wurden und ueber verschiedene Grenzuebergaenge wieder nach Westberlin gebracht wurden.

Mauer 1990, Foto:Peter Homann

Im Januar 1990 machten sich die Berliner dann darn die Mauer auch von der Westseite aus abzutragen….

ALLE FOTOS: PETER HOMANN / Gegendruck

Ausstellung „30 Jahre Pressefotografie“: mit Fotos von Peter Homann im Lagari, Pflügerstr. 19, Neukölln, täglich ab 11 Uhr, Eintritt frei, die Ausstellung wurde auf unbestimmte Zeit verlängert!

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