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Tipps für eure Freizeit in Berlin: Das ist los in dieser Woche

In Berlin könnt ihr viel erleben. Flohmärkte, Lesungen und so viele DIY-Workshops, dass euch die Finger bluten. Und das ist nur ein Bruchteil der Möglichkeiten. Da es aber leicht ist, bei der Vielfalt an Unternehmungen den Überblick zu verlieren, haben wir besonders spannende für euch rausgesucht. Hier findet ihr Tipps für euer Freizeitprogramm.


„Plakate gegen das Humboldt Forum“: Ausstellung

Schade, dass das Humboldt Forum die Schilder gefühlt kaum wahrgenommen hat. Foto: Nora Wiesnagrotzki

„Ich mach nicht mit, weil das Humboldt Forum ein Kreuz an der Waffel hat” lautet der Spruch auf einem von vielen Protestplakaten aus dem Jahr 2020 gegen den umstrittenen Wiederaufbau des Stadtschlosses mitsamt seiner ethnologischen Sammlung. Zur Coalition of Cultural Workers Against The Humboldt Forum, die sich gegen das rückwärtsgewandte Gebäude richten, gehören Schwarze und andere Anti-Kolonialismus-Gruppierungen.

  • FHXB-Museum Adalbertstraße 95A, Kreuzberg, Di–Do 12–18 Uhr, Fr–So 10–20 Uhr (bis 28.2.), Eintritt frei, weitere Informationen hier

„Von der Idee zum Film“: Workshop

Das technische Equipment besitzen die meisten von uns bereits: Digitalkameras, Smartphones oder Tablets, mit denen man auch filmen kann. Doch wie entwickelt man eine spannende Geschichte in Bildern? Ilona Wuschig, Professorin für TV und Medien, hilft interessierten Laien auf die Sprünge. Vom ersten Brainstorming zu Themenfindung und Recherche über einzelne Szenen und Kameraeinstellungen bis hin zur Sichtung und dem Schnitt erfährt man hier Grundsätzliches.

  • Labsaal Alt Lübars 8, Lübars, Fr 14.1., 18.30 Uhr bis ca. 20.30 Uhr, Sa 15.11., 11-16 Uhr, So 16.1., 10-14 Uhr, Gebühr: 35/ 25 €, Anmeldung hier

„Jobmedi“: Berufsmesse

Jemand muss den Leuten auf dem Bild erklären, dass die Messe online stattfindet. Foto: freitasmessen

Nicht erst seit Corona-Zeiten werden Mitarbeitende in der Gesundheits- und Pflegebranche sowie in sozialen Berufen händeringend gesucht. Wer hier einsteigen, umsteigen oder aufsteigen will, hat beste Chancen. Potenzielle Arbeitgeber:innen trifft man auf der Jobmedi-Messe – diesmal aus bekannten Gründen allerdings virtuell. Über das Messegelände „laufen“, sich Flyer angucken und von Ausstellern persönlich beraten werden: All das ist online möglich.

  • Online Mi, 19.1., ab 9 Uhr (bis Mo 24.1., 24 Uhr), kostenlos, aber mit Anmeldung

„Sex? Ach nö!”: Podiumsdiskussion

Zur Frage, wieviel Sex Menschen brauchen, um sich gut zu fühlen, gibt es im Kapitalismus nur eine Antwort: So viel, wie irgend möglich! Schließlich sollen Dating-Apps genutzt sowie Sex-Toys und Schönheits-OPs verkauft werden. Wie viel (oder wenig) Sex tatsächlich passt und wie wir uns vom Druck zur perfekten Performance nicht die Lust vertreiben lassen, diskutiert die Journalistin Brenda Strohmaier mit der Autorin Tina Molin und dem Sexualtherapeuthen Joachim J.M. Reich.

  • Urania An der Urania 17, Schöneberg, Fr 14.1., 19.30 Uhr, Tickets: 11/ 9 €, weitere Informationen hier

„Spuren des Kolonialismus. Der private Nachlass des Wandervogels Karl Fischer“: Ausstellung

Redaktion der chinesischsprachigen Zeitschrift Xiehebao in Shanghai, um 1911. Foto: museeon. – Studio für Ausstellungen

Im Steglitzer Stadtpark steht ein Gedenkstein mit der Aufschrift: „Wandervogel. Ursprung der Jugendbewegung. Steglitz um 1900”. Erinnert wird damit auch an Karl Fischer (1881-1941), ein Steglitzer – und eben Gründer der Wandervogelbewegung, einer romantischen Jugendbewegung von Schülern und Studenten, die nach ursprünglichen Naturerlebnissen suchte. Wie die allerdings auszusehen hatte, darüber zerstritt man sich schnell.

Und Karl Fischer ging als Soldat nach China in die deutsche Kolonie Kiautschou, arbeitete dort später als kaufmännischer Angestellter und als Zeitungsredakteur. Briefe, persönliche Dokumente und mehr als 750 Fotografien aus dem Privatarchiv Fischers, die die Schwartzsche Villa derzeit in einer Ausstellung zeigt, dokumentieren, wie er in die kolonialen Bestrebungen Deutschlands eingebunden war. Darüber hinaus wirft die Schau einen ersten Blick auf historische und aktuelle Spuren des Kolonialismus im heutigen Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

  • Schwartzsche Villa Berlin-Steglitz, Mo-So 10-18 Uhr (bis 15.5.22), Eintritt frei, weitere Infos hier

„Back to Future“: Ausstellung

Fotografie aus dem Besitz der Museumsstiftung Post und Telekommunikation.

Bereits im 19. Jahrhundert träumten Menschen von Visiofonen – mobilen Apparaten, mit denen man akustisch und visuell mit anderen kommunizieren kann. Nicht alle technikbezogenen Zukunftsentwürfe haben sich – wie das Visiofone als Smartphone – materialisiert. Umso spannender, in der Ausstellung „Back to future“ frühe Technikvisionen zwischen Fiktion und Realität zu bestaunen.

  • Museum für Kommunikation Leipziger Str. 16, Mitte, Di 9–20 Uhr, Mi–Fr 9–17 Uhr, Sa+So 10–18 Uhr, Öffnungszeiten an Feiertagen abweichend, Tickets: 6 / 3 € (bis 17 J. frei), mfk-berlin.de

„Zukunft der Mobilität“: Ausstellung

„Zukunft der Mobilität“ im Futurium. Foto: David von Becker

Dass man für ein Treffen von zwei oder mehreren Menschen nicht zwingend kleine oder große Strecken zurücklegen muss, haben viele in Corono-Zeiten gelernt: Sie nahmen an Video-Konferenzen teil. In der neuen Futurium-Ausstellung „Zukunft der Mobilität“ geht es nicht nur um tatsächliche Fortbewegung etwa in Kilometern. Sondern um alle Arten von (auch geistiger) Bewegung. Und wie diese künftig – barrierefrei – gestalten werden könnte. Mit Begleitprogramm.

  • Futurium Alexanderufer 2, Mitte, Mi, Fr–Mo 10–18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Eintritt frei, futurium.de

„Before Night Falls. Alltag, Strukturen und Bruchlinien im Arbeitermilieu bis 1933”: Ausstellung

Laubenfest in Spindlersfeld bei Berlin, 1926. Foto: Stadtmuseum Berlin

Die Ausstellung Before Night Falls. Alltag, Strukturen und Bruchlinien im Arbeitermilieu bis 1933 bietet Einblicke in das Leben und den Alltag von Arbeiter:innen in Berlin zu Zeiten der Weimarer Republik, mit besonderem Augenmerk auf Kreuzberg. Auch stellt sie Zusammenhänge zwischen kulturellen und politischen Ereignissen dar, belichtet Hintergründe zur Arbeiter:innenbewegung und zeigt auf wie Nationalsozialist:innen Anbindung an deren Lebenswelt suchten.

  • FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum Adalbertstraße 95A, Kreuzberg, Di–Do 12–18 Uhr, Fr–So 10–20 Uhr, weitere Infos unter fhxb-museum.de

Disgusting Food Museum Berlin: Museum für ekelfeste Genießer und andere Wissenshungrige

Mäusewein im Disgusting Food Museum. Foto: DFM Berlin

Echte Käsefreund:innen kennen das Unverständnis ja bereits: Während sie sich an dem strengen Geruch und der mitunter zerlaufenden Materie ihrer Lieblingsspeisen ergötzen, wird ihr Umfeld bisweilen von Ekelschauern erfasst. Was als appetitlich empfunden wird, unterscheidet sich nicht nur von Individuum zu Individuum, sondern vor allem von Kultur zu Kultur. Aufgeschlossene Feinschmecker:innen können da noch echte kulinarische Entdeckungen machen. Knusprig geröstete Heuschrecken, aufwendig zubereitete Innereien oder eine wärmende Hühnerfußsuppe – sie alle gehören zu den Exponaten des Museums – sind da nur einige Beispiele, an denen sich die Geister scheiden. Die Idee zum Museum stammt übrigens aus Schweden. Mehr zum Disgusting Food Museum lest ihr hier.

  • Disgusting Food Museum Schützenstraße 70, Mitte, Öffnungszeiten: Mo, Di, Fr, Sa, So 11–19 Uhr, Tickets: 12 €/ erm. 7 €, Online-Zeitfensterbuchung und Hygienebedingungen unter https://disgustingfoodmuseum.berlin

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Was in Sachen Ausstellungen in Berlin gerade los ist, erfahrt ihr immer hier. Wichtiges zu Konzerten, Musik und Party fassen wir hier zusammen. Und spannende Gastro-Themen von Restaurant bis Imbiss findet ihr hier.

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