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Tipps für eure Freizeit in Berlin: Besondere und interessante Termine

Berlin, Stadt der Abenteuer. Überall finden spannende Veranstaltungen statt. Ein kleiner Ausflug wird so schnell zur ganztägigen Erlebnisreise. Flohmärkte, Vorträge, Lesungen, Theaterstücke und vieles mehr mit vielfältigen thematischen Schwerpunkten sorgen für abwechslungsreiche Tage. Da kommt keine Langeweile auf. Hier findet ihr Tipps für euer Freizeitprogramm.


„Repair and Care“: Workshop #1 mit Tata Christiane

Pop-Up-Ausstellung „Wool for Future“. Foto: Robert Bartholot

Zum Abschluss der Pop-Up-Ausstellung „Wool for Future“ lädt der Fashion-Raum PLATTE.Berlin zu einem „Repare and Care Workshop“ mit dem hippen Berliner Slow Fashion Label Tata Christiane ein. Denn dass ein einmal gestrickter Pullover nicht das Endprodukt sein muss, wussten schon unsere Urgroßmütter, die das Kleidungsstück aufribbelten. Und was Neues draus strickten.

  • PLATTE.Berlin Memhardtstr. 8, Mitte, Sa 27.11., 14–16 Uhr, Infos + Anm. unter: platte.berlin

„Daughters and Sons of Gastarbeiter“: Lesung/ Gespräch

Sie wurden als Söhne und Töchter von „Gastarbeitern“ entweder von ihren Eltern in die Bundesrepublik nachgeholt. Oder sind bereits hier geboren – wurden dennoch anhaltend als Fremde behandelt. In ihrem Sammelband erzählen die „Daughters and Sons of Gastarbeiter“, darunter Çiçek Bacik (Foto) und Ferda Ataman, von Einwanderungserfahrungen. Und ihrem Willen, sich den ihnen zustehenden Platz zu erkämpfen.

  • SO36 Oranienstr.190, Kreuzberg, Sa 27.11., 17.30 Uhr, Eintritt frei, Infos: so36.com

„Kostüme und andere tolle Klamotten”: Fundus-Verkauf

Vielseitiges Angebot vergangenen beim Fundus-Verkauf. Foto: Mahide Lein

Wer, wie die Autorin dieser Zeilen, endlich die Netflix-Serien „Pose“ guckt, weiß, wie wichtig eindrucksvolle Outfits sind. Zum Jahresende trennt sich ein bekanntes Film-Studio von einem Teil seines Fundus’ und die Kultur-Agentur „Ahoi“ organisiert den Verkauf. Zu haben sind Smokings, Kummerbünde, Cocktail-Kleider, Anzüge, Kostüme, Röcke, Mäntel, Folklore aus aller Welt, Arbeitskleidung, Schuhe, Gürtel, Schmuck. Frei nach dem Motto: Live! Work! Pose!

  • Forum Factory Besselstr. 13-14, Kreuzberg, Sa + So 27. + 28.11., je 12–20 Uhr, Info: ahoi-kultur.de

„Gleichberechtigte Bürger:innen“: Ausstellung

Demonstration 2003 für den Bau des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma. Am Mikrofon: Romani Rose.
Foto: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Angesichts der Geschichte der Berliner Sinti und Roma seit der Weimarer Republik mutet der Ausstellungstitel „Gleichberechtigte Bürger:innen“ seltsam an. Denn als solche wurde (und wird) diese Bevölkerungsgruppe häufig nicht angesehen. Selbst ihr Leid im Holocaust wird mitunter ignoriert. Doch es geht in der Schau auch um Gegenbilder zu Vorurteilen. Die hat der Fotograf Chad Evans Wyatt hat mit seinen „RomaRising“-Portraits geschaffen.

  • Humboldt Forum (Freiflächen-Ausstellung), Schlossplatz, Mitte, ab 27.11., Mo, Mi, Fr, Sa, So 10–20 Uhr, Do 10–22 Uhr, Tickets: 7/ 0 € unter humboldtforum.org

„Lichterglanz im Tannenwald“: Weihnachtsmarkt

Schön Kränze mit Kerzen drauf kaufen und generell einfach mal ein bisschen beweihnachten lassen in der Späth’schen Baumschule. Foto: Daniela Incoronato

Wer von einer Baumschule in der Vorweihnachtszeit erwartet, dass sie lediglich ein paar Weihnachtsbäume über die Verkaufstheke rüberwachsen lässt, kennt nicht die Späth’sche Baumschule. Denn die dreht mit ihrem traditionellen Weihnachtsmarkt zusätzlich am Stimmungsrad: Beim Open-Air-Schattentheater, bei weihnachtlichen Märchenstunden des Hexenkessel Hoftheaters oder bei herzerwärmender Festtagsmusik. Natürlich gibt es auch jede Menge Verkaufsstände. Angeboten werden so winterliche Leckerereien, aber auch Spielzeug aus dem Erzgebirge. Auch an anderen Orten starten nun die Weihnachtsmärkte.

  • Späth’sche Baumschule Späthstr. 80/81, Treptow, Sa + So 27.+28.11., 4.+5.12., 11.+12.12., je 11–20 Uhr, spaethsche-baumschulen.de

„Wandel zur Nachhaltigkeit nach Corona“: Diskussion

Energie-Ökonomin Claudia Kempfert. Foto: Sebastian Wiegand

Im ersten Corona-Lockdown schien es so, als würde die Umweltzerstörung zurückgehen: Sehr viel weniger Verkehr bedeutete deutlich bessere Luft. Inzwischen wissen wir es besser, der Verbrauch wurde neu angekurbelt, zusätzlicher Plastikmüll durch Lieferdienste kam hinzu. Dabei ist klar, dass sich unser Verhalten radikal ändern muss. Wie das gehen könnte, darüber sprechen Expert:innen wie die Energie-Ökonomin Claudia Kempfert.

  • Online Mo 29.11., 9–17.30 Uhr, Eintritt frei, Anm. erf. unter: hwww.eaberlin.de

„Jung und jüdisch in der DDR“: Buchvorstellung

Das Buch zur Lesung. Foto: Hentrich & Hentrich

Ab 1961 fand jedes Jahr an der Ostsee ein Kinder­ferien­lager des Verbands der jüdischen Gemeinden in der DDR statt. Ausgehend von diesem Ferienlager wollten die Buchautorinnen Sandra Anusiewicz-Baer und Lara Dämmig mit Zeit­zeug:innen herausfinden, wie sich junge Jüdinnen und Juden in der DDR fühlten, welche Gemeinschaften wichtig für sie waren und welche Rolle die Schoa für ihr Selbst­verständnis spielte.


„Weihnachten im Tierpark“ und „Christmas Garden“: Illumination

Im Tierpark wird’s weihnachtlich. Foto: Michael Clemens

Wer (noch vor Corona-Zeiten) in der Vorweihnachtszeit den „Christmas Garden“ im Botanischen Garten besuchen wollte, weiß, was Schlange stehen heißt: Das Lichtspektakel im nächtlichen Park lockte regelmäßig Heerscharen herbei. 2021 hat das Illuinations-Fest nicht nur Ableger in acht weiteren deutschen Städten gefunden. Auch im Tierpark Berlin funkelt, glimmt und leuchtet es.

  • Tierpark Berlin Am Tierpark 125, Friedrichsfelde, ab Mi 17.11., Mo-So ab 16.30 Uhr (bis 9.1.), Tickets: 17/ 14,50 €, weitere Infos findet ihr hier
  • Botanischer Garten Königin-Luise-Str.6-8, Dahlem, ab Fr 19.11., Mo–So ab 16.30 Uhr, Tickets 10 /8,75 €, weitere Infos findet ihr hier

Rodelfreude bei der 18. Winterwelt am Potsdamer Platz

Rodelbahn auf dem Weihnachtsmarkt Winterwelt am Potsdamer Platz – 2020 musste das Vergnügen ausfallen. Foto: Imago/STPP

Bis Weihnachten ist noch ein Moment, ein bisschen Stimmung ist aber schon auf dem Potsdamer Platz. Vom 29. Oktober bis 2. Januar steht wieder die Winterwelt am Potsdamer Platz. Ja, das ganze Areal mit Holzbuden, Après-Ski-Party in der Salzburger Schmankerlhütte und Stiegl Alm ist (Angebot von Tiroler Brettljause, bayrischer Obazda, und Wiener Saftgulasch bis zu Germknödeln) nicht unbedingt sonderlich filigran in der Anmutung. Macht aber nichts, muss man ja nicht mitmachen. Aber was ohne Frage Spaß macht, ist die Abfahrt auf der zugehörigen Rodelbahn mit Blick aufs Brandenburger Tor. Ist immerhin die größte mobile Rodelbahn Europas. Eine Fahrt kostet 1,50 Euro, wobei echte Rodelfans zu einem 4er-Ticket für fünf Euro oder direkt zu einem Zehner-Ticket für zehn Euro greifen.

  • Winterwelt Potsdamer Platz, Mitte, tgl. 11-22 Uhr, Alm 11-00 Uhr, Schmankerlhütte Mo-Do 17-max 3 Uhr, Fr-So 13-max 3 Uhr, 14.11. und 21.11 geschlosen, Infos & Reservierungen hier

„Before Night Falls. Alltag, Strukturen und Bruchlinien im Arbeitermilieu bis 1933”: Ausstellung

Laubenfest in Spindlersfeld bei Berlin, 1926. Foto: Stadtmuseum Berlin

Die Ausstellung Before Night Falls. Alltag, Strukturen und Bruchlinien im Arbeitermilieu bis 1933 bietet Einblicke in das Leben und den Alltag von Arbeiter:innen in Berlin zu Zeiten der Weimarer Republik, mit besonderem Augenmerk auf Kreuzberg. Auch stellt sie Zusammenhänge zwischen kulturellen und politischen Ereignissen dar, belichtet Hintergründe zur Arbeiter:innenbewegung und zeigt auf wie Nationalsozialist:innen Anbindung an deren Lebenswelt suchten.

  • FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum Adalbertstraße 95A, Kreuzberg, ab Mo 29.10., Di–Do 12–18 Uhr, Fr–So 10–20 Uhr, weitere Infos unter fhxb-museum.de

„Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“: Ausstellung

Rhoda Erdmann war Mitbegründerin der experimentellen Zellbiologie in Deutschland. Falls ihr nur Bahnhof versteht, solltet ihr euch die Ausstellung „Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ anschauen. Foto: Gemeinfrei

Frauen in der Wissenschaft und ihre Errungenschaften: Die Grundlage für die Ausstellung „Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ sind gemeinsam erarbeitete Wikipedia-Einträge vom Berlin Institut of Health in der Charité sowie von Bürger:innen. Sie berichten von Meilensteinen, die Frauen in der Wissenschaft gesetzt haben und wie diese Forscherinnen den Weg für ebenfalls sehr wissensdurstige Nachfolgerinnen geebnet haben. Das Ziel: Wissenschaftlerinnen endlich mehr Sichtbarkeit zu verschaffen und ihnen die gebührende Anerkennung zu zollen.

  • Rotes Rathaus Rathausstraße 15, Mitte, ab 20.10., Mo–Fr 9–18 Uhr (bis 20.12.), weitere Infos findet hier

„Trans Europ Express, Modell: VT 11,5“: Die Zug-Legende auf Station in Berlin

Der TEE ist ein Transporturgestein, wenn auch nicht mehr aktiv im Dienst. SDTB/Foto: M. Scherf

Wer zu jung ist, um jemals mit dem TEE (= Trans Europ Express) gefahren zu sein, einer internationalen Zuggattung, die bis Ende der 1980er Jahre in Europa verkehrte, der kennt meist zumindest den fast gleichnamigen Song der Düsseldorfer Band Kraftwerk. Oder „Planet Rock“, das Stück, das Afrika Bambaataa aus der Synthie-Vorlage geschmiedet hatte. Mit oder ohne diesen Sound im Kopf, kann man im Technikmuseum noch den ganzen Oktober den TEE vom Typ VT 11,5 besuchen. Sonntags und Mittwochs darf man ihn sogar betreten, sich ein wenig umschauen und bekommt mit Glück auch eine 20-minütige Führung.

  • Deutsches Technikmuseum (Außengelände) Trebbiner Straße 9, Kreuzberg, Di–Fr 9–17.30 Uhr, Sa+So 10–18 Uhr, Zutritt TEE: Mi + So 10–17 Uhr, Museums-Tickets: 8/ 4 €, weitere Preise + Infos: technikmuseum.berlin

„Dann machen wir’s halt selber – 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin“: Austellung

Im FHXB erfahrt ihr, wie Kreuzbergs Bewohner:innen ihren Kiez vor politischen Schnellschusslösungen zu schützen versuchten. Foto: FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum 2021/Ellen Röhner

Die Häuser: bedroht von der Abrissbirne. Der ganze Kiez: Abgehangen, wenn nicht gar abgeschrieben. Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre galt Kreuzberg weniger als Touristenhochburg, sondern als baufälliger Kiez, in dem allenfalls noch ewige Student:innen und andere Finanzschwache wohnen wollten. Die Infrastruktur auf diese Leute auszurichten? „Nö!“, befand man in Berlins Politik, plante stattdessen Neubausiedlungen anstelle der heruntergekommenen Altbauten. Ohne bei dieser Rechnung allerdings die Kreuzberger:innen auf dem Schirm zu haben.

Denn diese besetzten nicht nur gleich straßenweise Häuser. Man organisierte Arbeit, Kultur, Freizeit und neue Formen des Zusammenlebens auch gleich in Eigenregie: Die Regenbogen- und die feministische Schokofabrik entstanden, außerdem das auf Naturheilkunde basierende HeileHaus e.V. oder der Kinderbauernhof am Mauerplatz. Wie die Schicksale dieser selbstorganisierten Räume verliefen, darüber berichtet jetzt eine Ausstellung im FHXB Friedrichshain-Kreuzbergmuseum.

  • FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum Adalbertstraße 95A, Kreuzberg, Di–Do 12–18 Uhr, Fr–So 10–20 Uhr (bis 12.12.21), weitere Infos findet ihr hier

Disgusting Food Museum Berlin: Museum für ekelfeste Genießer und andere Wissenshungrige

Mäusewein im Disgusting Food Museum. Foto: DFM Berlin

Echte Käsefreund:innen kennen das Unverständnis ja bereits: Während sie sich an dem strengen Geruch und der mitunter zerlaufenden Materie ihrer Lieblingsspeisen ergötzen, wird ihr Umfeld bisweilen von Ekelschauern erfasst. Was als appetitlich empfunden wird, unterscheidet sich nicht nur von Individuum zu Individuum, sondern vor allem von Kultur zu Kultur. Aufgeschlossene Feinschmecker:innen können da noch echte kulinarische Entdeckungen machen. Knusprig geröstete Heuschrecken, aufwendig zubereitete Innereien oder eine wärmende Hühnerfußsuppe – sie alle gehören zu den Exponaten des Museums – sind da nur einige Beispiele, an denen sich die Geister scheiden. Die Idee zum Museum stammt übrigens aus Schweden. Mehr zum Disgusting Food Museum lest ihr hier.

  • Disgusting Food Museum Schützenstraße 70, Mitte, Öffnungszeiten: Mo, Di, Fr, Sa, So 11–19 Uhr, Tickets: 12 €/ erm. 7 €, Online-Zeitfensterbuchung und Hygienebedingungen unter https://disgustingfoodmuseum.berlin

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Was in Sachen Ausstellungen in Berlin gerade los ist, erfahrt ihr immer hier. Wichtiges zu Konzerten, Musik und Party fassen wir hier zusammen. Und spannende Gastro-Themen von Restaurant bis Imbiss findet ihr hier.

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