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Tipps für eure Freizeit in Berlin: Besondere und interessante Termine

In Berlin könnt ihr herrlich viel erleben. Nahezu täglich gibt es neue Veranstaltungen, die viele Menschen ansprechen. Ihr könnt euren kulturellen Horizont erweitern, bei Gruppensport kollektiv schwitzen, bei Volksfesten Zuckerwatte und Schaumeis futtern. Langeweile kommt da nicht auf, das lassen die unzähligen Möglichkeiten schlicht nicht zu. Hier findet ihr Tipps und Termine für alle Geschmäcker.


„Berlin Burlesque Festival“: Bühnenreife Erotik

Auch Arden Delacour ist beim Berlin Burlesque Festival auf. Foto Elena Gerber

Wie Arden Delacour, Coco Love oder Minouche von Marabou – sie treten beim Berlin Burlesque Festival auf – in Wirklichkeit heißen, wissen wir nicht. Nur: So verheißungsvoll wie ihre Namen, so erotisch und extrovertiert präsentieren sie sich auch in ihren Shows. Gekonnte frivole Performances schlagen dabei körperliche Perfektion um Längen – was vom Publikum als durchaus empowernd erlebt wird. Und auch, dass nicht hinter jedem weiblich assoziierten Namen unbedingt eine gebürtige Frau steckt. Workshops runden das Programm ab.

  • Heimathafen Karl-Marx-Straße 141, Neukölln, Sa 16.10, 1. Show: 19.30 Uhr, 2. Show: 22.30 Uhr, Tickets: je 42 €, weitere Infos findet ihr hier

„Berlin verpackungsfrei genießen“: Kiezspaziergang

Wie ihr Verpackungsmüll umgeht, erfahrt ihr bei „Berlin verpackungsfrei genießen“ im Rahmen eines gemütlichen Kiezspaziergangs. Foto: Bund Berlin

Die Corona-Krise hat es noch einmal besonders deutlich gezeigt: Unsere Konsum- und Fast-Food-Gesellschaft ist auch eine Müll-Gesellschaft: Ganze Straßen, Parks, Wiesen und Wälder, auch Gewässer, verwandeln sich in Abfallhalden. Wie sich zum Beispiel mit Mehrwegverpackungen Müll vermeiden lässt, zeigen Expert:innen von Berlins Weg zu Zero Waste im Rahmen eines Kiezspaziergangs.


„Apfeltag“: Sortenbestimmung und Verkauf

Auf dem Naturhof Berlin-Malchow lernt ihr etwas über Äpfel. Foto: Naturschutz Berlin-Malchow

Familien, die einen bestehenden (Klein-) Garten übernommen haben oder sich als „Mundräuber:innen“ (mundraub.org) an Lieblingsapfelbäumen bedienen, fragen sich mitunter: „Um welche Apfelsorte handelt es sich eigentlich?“ Beantwortet werden derartige Fragen beim Apfelsortenbestimmungstag auf dem Naturhof in Berlin-Malchow: Einfach mittelgroße, unpolierte Äpfel möglichst mit Blättern mitbringen. Plus Verkauf alter Apfelsorten aus dem Hofladen.

  • Naturhof Malchow Dorfstraße 35, Malchow, Sa 16.10., 12–16 Uhr, weitere Infos findet ihr hier

„PorYes.Feminist Porn Award”: Festival der weiblichen Lust

Für den PorYES Award werden Filme prämiert, die die Lust aus feministischer Perspektive abbilden. Foto: Josie Hess

Schmollmund, Wespentaille, künstlich aufgeblähte Brüste: In der Pornoindustrie sind dies die Schemata, nach denen die Darstellerinnen beschäftigt werden. So einseitig, frauenverachtend und oft rassistisch sehen die Resultate dann auch aus. Anders die vom PorYes Award prämierten Filme: Darin wird Lust aus feministischer Perspektive erkundet, treten vielfältige Geschlechter- und Menschenbilder auf. Preisverleihung mit Filmausschnitten (16.10.), Diskussion (170.10.), Vortrag (21.10.).

  • Renaissancetheater Knesebeckstraße 100, Charlottenburg, Sa 16.10., weitere Infos findet ihr hier

„anderenBLICK“: Fotoschau + Premieren-Menü

Starköh:innen haben sich in einer begehbaren Kamera fotografiert. Die Ergebnisse könnt ihr bei „anderenBlick“ sehen. Foto: Imago Camera

Mal ernst, dann skeptisch, oft auch erwartungsvoll blicken die Abgebildeten von lebensgroßen Fotos. Es sind Berliner Starköch:innen, die sich mit der IMAGO Camera – es ist die weltweit einzige begehbare Großformatkamera – selbst fotografiert haben. Zur Ausstellungspremiere der Portraits (in einer Installation von Susanna Kraus) gibt’s erlesene Speisen und Getränke.

  • Fabrik23 Gerichtstraße 23, Wedding, Eröffnung: So 17.10., 18 Uhr, Kunst + Genuss inkl. Speis und Trank, Ticket: 99 €, Reservierung + weitere Besichtigungen ohne Menü unter Tel.: 52 13 26 17 und hier

„MISSION. Bekehren – Belehren – Unterwerfen – Helfen?“: Religionsgespräche

Historiker Kokou Azamede betrachtet Missionstätigkeiten aus der Perspektive der Kolonisierten. Foto: Kokou Azamede

In ihrem Buch „Dein ist das Reich“ thematisiert die Berliner Journalistin Katharina Döbler die Geschichte ihrer Großeltern, die als Missionare in Neuguinea tätig waren. Der togolesische Historiker Kokou Azamede wiederum betrachtet Missionstätigkeiten aus der Perspektive der Kolonisierten. Unter anderem diese beiden Gesprächspartner:innen begegnen sich bei den Religionsgesprächen „Mission: Bekehren – Belehren – Unterwerfen – Helfen?“. Spannend!

  • Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, Mitte, Mo 18.10., 18 Uhr, anmelden könnt ihr euch hier

„Berliner Herbstrummel“: Volksfest

Beim Berliner Herbstrummel könnt ihr euch angenehm durch die Luft schleudern lassen. Obacht! Möglicherweise könnte eurer Mageninhalt folgen. Foto: Christopher Meyer

Habt ihr dieses Jahr ihre Urlaubsreise coronabedingt gestrichen und wart nur im Speckgürtel Berlins unterwegs? Dann bietet sich nun die Chance auf eine abenteuerliche, aber innerstädtische „Fernreise”: Denn die Schienenstränge der Achterbahn Rock’n’Roller Coaster auf dem Berliner Herbstrummel sind immerhin genau einen Kilometer lang. Heftig geht es auch auf der Wildwasserbahn Manitu zu, während auf dem Kiddy-Cars-Autoscooter auch der Nachwuchs das Steuer in die Hand nehmen kann. Natürlich gibt es auch jede Menge Lebkuchenherzen, gebrannte Mandeln und andere duftende Leckereien. 2.000 Erlebnishungrige sind bei diesem Volksfest gleichzeitig erlaubt.

  • Zentraler Festplatz Kurt-Schumacher-Damm 207, Tegel, Mi+Do 14–21 Uhr, Fr+Sa 14–22 Uhr, So 12–21 Uhr (bis 19.10.), Eintritt frei, weitere Infos findet ihr hier

„Trans Europ Express, Modell: VT 11,5“: Die Zug-Legende auf Station in Berlin

Der TEE ist ein Transporturgestein, wenn auch nicht mehr aktiv im Dienst. SDTB/Foto: M. Scherf

Wer zu jung ist, um jemals mit dem TEE (= Trans Europ Express) gefahren zu sein, einer internationalen Zuggattung, die bis Ende der 1980er Jahre in Europa verkehrte, der kennt meist zumindest den fast gleichnamigen Song der Düsseldorfer Band Kraftwerk. Oder „Planet Rock“, das Stück, das Afrika Bambaataa aus der Synthie-Vorlage geschmiedet hatte. Mit oder ohne diesen Sound im Kopf, kann man im Technikmuseum noch den ganzen Oktober den TEE vom Typ VT 11,5 besuchen. Sonntags und Mittwochs darf man ihn sogar betreten, sich ein wenig umschauen und bekommt mit Glück auch eine 20-minütige Führung.

  • Deutsches Technikmuseum (Außengelände) Trebbiner Straße 9, Kreuzberg, Di–Fr 9–17.30 Uhr, Sa+So 10–18 Uhr, Zutritt TEE: Mi + So 10–17 Uhr, Museums-Tickets: 8/ 4 €, weitere Preise + Infos: technikmuseum.berlin

„Social Impact durch Konsum“: Kongress

Konsum als Thema im Goldenen Haus, dem Ex-Konsum. Foto: Share

Unsere maßlose Gier – sprich: Konsum – vermüllt die Welt, verbraucht alle Ressourcen und sorgt für rasches Artensterben. Doch geht es nicht auch anders? Das fragt man sich bei der Berliner Firma „Share“ und richtet nun den den 1. Kongress für sozialen Konsum aus. Mit dabei sind Vortragende und Firmen, die Verbesserungen in Sachen Teilhabe sowie Umwelt- bzw. Klimaschutz anstreben, etwa die Betreiber der Suchmaschine „Ecosia“.


„Wandern in Malchow“: Führung

Wandern in Malchow, mal was Neues. Foto: Naturschutz Berlin-Malchow

Ein vergleichsweise verregneter Sommer hat die Flora endlich mal wieder aufblühen lassen. Wie sich das Ganze nun im Herbst darstellt, kann man auf einer geführten Wanderung in Malchow erleben. Vier Stunden und 16 Kilometer lang geht es mit Wanderleiter Bernd entlang des Malchower Seesüber den Barnim bis hin zum Naturhof Malchow. Passiert werden dabei Überreste von Feldsteinkirchen, Weiden mit Rinderherden, ein Lehmofen sowie ein Flakbunker. Die Wanderung findet in Kooperation mit der VHS Lichtenberg statt.

  • Endhaltestelle der M4 (Treffpunkt), Zingster Straße, Hohenschönhausen, So 7. 11., 9.30–13.30 Uhr, Teiln.: 8 €, Anmeldung erforderlich unter Tel.: 030/902 96 59 71 oder [email protected]

„Dann machen wir’s halt selber – 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin“: Austellung

Im FHXB erfahrt ihr, wie Kreuzbergs Bewohner:innen ihren Kiez vor politischen Schnellschusslösungen zu schützen versuchten. Foto: FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum 2021/Ellen Röhner

Die Häuser: bedroht von der Abrissbirne. Der ganze Kiez: Abgehangen, wenn nicht gar abgeschrieben. Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre galt Kreuzberg weniger als Touristenhochburg, sondern als baufälliger Kiez, in dem allenfalls noch ewige Student:innen und andere Finanzschwache wohnen wollten. Die Infrastruktur auf diese Leute auszurichten? „Nö!“, befand man in Berlins Politik, plante stattdessen Neubausiedlungen anstelle der heruntergekommenen Altbauten. Ohne bei dieser Rechnung allerdings die Kreuzberger:innen auf dem Schirm zu haben.

Denn diese besetzten nicht nur gleich straßenweise Häuser. Man organisierte Arbeit, Kultur, Freizeit und neue Formen des Zusammenlebens auch gleich in Eigenregie: Die Regenbogen- und die feministische Schokofabrik entstanden, außerdem das auf Naturheilkunde basierende HeileHaus e.V. oder der Kinderbauernhof am Mauerplatz. Wie die Schicksale dieser selbstorganisierten Räume verliefen, darüber berichtet jetzt eine Ausstellung im FHXB Friedrichshain-Kreuzbergmuseum.

  • FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum Adalbertstraße 95A, Kreuzberg, Di–Do 12–18 Uhr, Fr–So 10–20 Uhr (bis 12.12.21), weitere Infos findet ihr hier

Weddingmarkt

Entspannt, nicht abgehoben und ganz schön divers: Der Weddingmarkt auf dem Leopoldplatz. Foto: Weddingmarkt
Entspannt, nicht abgehoben und ganz schön divers: Der Weddingmarkt auf dem Leopoldplatz. Foto: Weddingmarkt

„Support your local artists“ lautet das Motto des Weddinger Kunstmarktes, und bei mehr als 80 Marktständen dürfte es einem nicht an Kauflust mangeln. Das Angebot besteht aus Illustrationen, Malereien, Keramik, Mode, Schmuck und noch einiges mehr von lokalen Produzent:innen. Dazu servieren Weddinger Gastronom:innen internationales Streetfood aus Ländern von Afrika über Europa bis Lateinamerika. Zudem gibt es ein Unterhaltungsprogramm mit Musik, Tanz und Performances.

  • Weddingmarkt Leopoldplatz, Wedding, ab 4.9. jeden 1. Sonntag im Monat bis Dez., 10–18 Uhr, wedding-markt.de

Schoeneboerg Flowmarkt: Flohmarkt mit Manufaktur- und Kunsthandwerk

Der Crellemarktplatz zwischen Crelle- und Großgörschenstraße ist nicht nur Anwohnern wegen des hier regelmäßig veranstalteten Wochenmarktes ein fester Begriff. Auch Schöneberg-Tourist:innen und Besucher:innen des ungewöhnlichen Alten St. Matthäus Friedhofes kennen und schätzen die Gegend. Seit Mitte Juni nun lädt der “kleine Bruder” vom bekannten Nowkoelln Flowmarkt Vintage- und Kunsthandwerk-Enthusiast:innen zweimal monatlich an rund 100 Ständen zum Stöbern, Sich-Treffen und natürlich zum Einkaufen von schönen Raritäten ein.

  • Crellemarktplatz Großgörschenstraße, Schöneberg, bis 24.10., je 11-17 Uhr, Anmeldung für eigenen Stand: www.schoeneboerg.de

“Elektropolis”: Führung

Historische Fabrikgebäude – es gibt viele spannende Geschichten über den Bereich der Stadt zu erfahren. Foto: Steffen Bock

Oberschweineöde? Ganz gewiss nicht! Denn nicht nur, dass immer mehr Menschen, darunter viele Kunstschaffende, den Bezirk Oberschöneweide für sich entdecken. Der einstige Industriestandort weiß mit seinen historischen Fabrikgebäuden auch spannende Geschichten zu erzählen. Bei der Tour „Elektropolis“ geht es durch einen Teil eines einstigen Kabelwerks, durch die frühere AEG-Kantine bis hinauf zur Turmterrasse der Stockwerksfabrik. Spannend auch für alteingesessene Berliner:innen.

  • Industriesalon Schöneweide, Reinbekstr.10, Schöneweide, jeden Fr 14 Uhr und So 12 Uhr, Tickets: 10 €/ erm. 8 €, Anmeld. unter: www.industriesalon.de

Disgusting Food Museum Berlin: Museum für ekelfeste Genießer und andere Wissenshungrige

Mäusewein im Disgusting Food Museum. Foto: DFM Berlin

Echte Käsefreund:innen kennen das Unverständnis ja bereits: Während sie sich an dem strengen Geruch und der mitunter zerlaufenden Materie ihrer Lieblingsspeisen ergötzen, wird ihr Umfeld bisweilen von Ekelschauern erfasst. Was als appetitlich empfunden wird, unterscheidet sich nicht nur von Individuum zu Individuum, sondern vor allem von Kultur zu Kultur. Aufgeschlossene Feinschmecker:innen können da noch echte kulinarische Entdeckungen machen. Knusprig geröstete Heuschrecken, aufwendig zubereitete Innereien oder eine wärmende Hühnerfußsuppe – sie alle gehören zu den Exponaten des Museums – sind da nur einige Beispiele, an denen sich die Geister scheiden. Die Idee zum Museum stammt übrigens aus Schweden. Mehr zum Disgusting Food Museum lest ihr hier.

  • Disgusting Food Museum Schützenstraße 70, Mitte, Öffnungszeiten: Mo, Di, Fr, Sa, So 11–19 Uhr, Tickets: 12 €/ erm. 7 €, Online-Zeitfensterbuchung und Hygienebedingungen unter https://disgustingfoodmuseum.berlin

Mehr erleben

Was in Sachen Ausstellungen in Berlin gerade los ist, erfahrt ihr immer hier. Wichtiges zu Konzerten, Musik und Party fassen wir hier zusammen. Und spannende Gastro-Themen von Restaurant bis Imbiss findet ihr hier.

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