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Tipps für eure Freizeit in Berlin: Besondere und interessante Termine

Berlin bleibt spannend. Woche für Woche gibt es neue Veranstaltungen, die euren kulturellen Horizont erweitern, zu Sport animieren oder einfach Erholung bieten. In welchem Kiez ihr unterwegs seid, ist dabei egal. Von Reinickendorf bis Charlottenburg habt ihr unzählige Möglichkeiten, seien es Wettläufe, Volksfeste oder Berufsmessen. Hier findet ihr Tipps und Termine für alle Geschmäcker.


„Berliner Herbstrummel“: Volksfest

Beim Berliner Herbstrummel könnt ihr euch angenehm durch die Luft schleudern lassen. Obacht! Möglicherweise könnte eurer Mageninhalt folgen. Foto: Christopher Meyer

Haben Sie dieses Jahr ihre Urlaubsreise coronabedingt gestrichen und waren nur im Speckgürtel Berlins unterwegs? Dann bietet sich nun die Chance auf eine abenteuerliche, aber innerstädtische „Fernreise”: Denn die Schienenstränge der Achterbahn Rock’n’Roller Coaster auf dem Berliner Herbstrummel sind immerhin genau einen Kilometer lang. Heftig geht es auch auf der Wildwasserbahn Manitu zu, während auf dem Kiddy-Cars-Autoscooter auch der Nachwuchs das Steuer in die Hand nehmen kann. Natürlich gibt es auch jede Menge Lebkuchenherzen, gebrannte Mandeln und andere duftende Leckereien. 2.000 Erlebnishungrige sind bei diesem Volksfest gleichzeitig erlaubt.

  • Zentraler Festplatz Kurt-Schumacher-Damm 207, Reinickendorf, Mi+Do 14–21 Uhr, Fr+Sa 14–22 Uhr, So 12–21 Uhr (bis 19.10.), Eintritt frei, weitere Infos findet ihr hier

„Schauinsland Muddy Angel Run“: Hindernislauf

Laufen, robben, Schlamm schlucken: So viel Spaß habt ihr bei der Grundausbildung der Bundeswehr oder dem Muddy Angel Run. Foto: Philipp Buron

Wem die normalen Straßenläufe zu öde sind und wer auch keine rechte Freude am Triathlon entwickeln kann, für den ist vielleicht ein abenteuerlicher Hindernislauf das Richtige. Der „Schauinsland Muddy Angel Run“ auf der Trabrennbahn Karlshorst ist ein Team-Event für Frauen. Auf einer fünf Kilometer langen Lauf- und Hindernisstrecke gilt es, gemeinsam mit Freundinnen, Kolleginnen, der Schwestern oder Mütter insgesamt 15 spaßige und schlammige Hürden zu überwinden. Im Vergleich zu klassischen Ausdauersportarten und Langstreckenläufen, bei denen Teilnehmerinnen im Alleingang der Bestzeit hinterherjagen, spielen bei den voraussichtlich 8.000 Teilnehmerinnen Zusammenhalt, Energie und Spaß die entscheidende Rolle. Und eine warme Dusche nach dem ganzen Vergnügen.

  • Trabrennbahn in Karlshorst Treskowallee, Karlshorst, Sa 25.9.: erste Startwelle ca. 9.40 Uhr, letzte Startwelle ca. 16.20 Uhr, So 26.9.: erste Startwelle ca. 10 Uhr, letzte Startwelle ca. 14 Uhr, Teilnahme-Tickets: 49 €, weitere Infos findet ihr hier

„Berlin Marathon“: Leichtathletik/Volkslauf

Auch in diesem Jahr tritt die Elite der Langstreckenwelt gegeneinander an. Foto: Manuela Schaer

Es ist wieder Berlin-Marathon, und die Elite der Läufer:innenwelt wird mit bis zu 35.000 weiteren Teilnehmer:innen auf der Straße des 17. Juni, zwischen Brandenburger Tor und „Kleiner Stern“ an den Start gehen. Unter ihnen auch der äthiopische Superstar Kenenisa Bekele. Ob es ihm diesmal gelingt, über die 42,195 Kilometer einen Weltrekord aufzustellen? Vor den Läufer:innen (9.15 Uhr) starten die Rollstuhlfahrer:innen (8:45 Uhr) und Handbiker:innen (Start: 8:58 Uhr).

  • Straße des 17. Juni (Start-Area), Tiergarten, So 26.9., Startzeiten, Strecke und weitere Infos findet ihr hier

„Flying Bach“: Urban-Dance-Show

Bei Flying Bach finden Breakdance und Klassik zueinander. Foto: NYP Photography

Urbane Tänzer:innen kriegen ihre Moves nur zu dem beatlastigen Sound von Rapper:innen hin? Weit gefehlt! 2009 bewies die Berliner Crew „Flying Steps“, sie sind viermalige Breaking-Weltmeister, erstmals, dass sie auch zu Bach-Klängen tänzerisch zu begeistern wissen. Nun ist die Show mit Tänzer:innen verschiedener Stile von Breaking über HipHop bis Ballett wieder in Berlin zu sehen.

  • Wintergarten Potsdamer Str. 96, Tiergarten, 28.9.–5.10., Tickets: ab 40,50 €, weitere Infos findet ihr hier

„Jobmesse Berlin“: Berufs- und Karriere-Messe

Karrierewechsel oder was für den Berufseinstieg gefällig? Die Jobmesse Berlin kann euch diesbezüglich einen kleinen Schubser geben. Foto: deinejobmesse2021

Ein passenderes Tätigkeitsfeld, ein Schnupperpraktikum oder ein Ausbildungsplatz gesucht? Am 29. September lädt die ­Jobmesse Berlin alle, die beruflich was aus sich machen wollen, ins Olympiastadion ein. Dort werden sie von Handwerksbetrieben, Vertreter:innen von Verwaltungen, Pflegediensten, Pädagogischen Einrichtungen, Firmen für Umwelttechnik und Wasserbau und vielen, vielen weiteren potenziellen Arbeitgeber:innen und Ausbildungsstellen erwartet..

  • Olympiastadion Olympischer Platz, Westend, Mi 29.9., 10–16 Uhr, Eintritt frei, weitere Infos findet ihr hier

„Dann machen wir’s halt selber – 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin“: Austellung

Im FHXB erfahrt ihr, wie Kreuzbergs Bewohner:innen ihren Kiez vor politischen Schnellschusslösungen zu schützen versuchten. Foto: FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum 2021/Ellen Röhner

Die Häuser: bedroht von der Abrissbirne. Der ganze Kiez: Abgehangen, wenn nicht gar abgeschrieben. Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre galt Kreuzberg weniger als Touristenhochburg, sondern als baufälliger Kiez, in dem allenfalls noch ewige Student:innen und andere Finanzschwache wohnen wollten. Die Infrastruktur auf diese Leute auszurichten? „Nö!“, befand man in Berlins Politik, plante stattdessen Neubausiedlungen anstelle der heruntergekommenen Altbauten. Ohne bei dieser Rechnung allerdings die Kreuzberger:innen auf dem Schirm zu haben.

Denn diese besetzten nicht nur gleich straßenweise Häuser. Man organisierte Arbeit, Kultur, Freizeit und neue Formen des Zusammenlebens auch gleich in Eigenregie: Die Regenbogen- und die feministische Schokofabrik entstanden, außerdem das auf Naturheilkunde basierende HeileHaus e.V. oder der Kinderbauernhof am Mauerplatz. Wie die Schicksale dieser selbstorganisierten Räume verliefen, darüber berichtet jetzt eine Ausstellung im FHXB Friedrichshain-Kreuzbergmuseum.

  • FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum Adalbertstraße 95A, Kreuzberg, Di–Do 12–18 Uhr, Fr–So 10–20 Uhr (bis 12.12.21), weitere Infos findet ihr hier

Weddingmarkt

Entspannt, nicht abgehoben und ganz schön divers: Der Weddingmarkt auf dem Leopoldplatz. Foto: Weddingmarkt
Entspannt, nicht abgehoben und ganz schön divers: Der Weddingmarkt auf dem Leopoldplatz. Foto: Weddingmarkt

„Support your local artists“ lautet das Motto des Weddinger Kunstmarktes, und bei mehr als 80 Marktständen dürfte es einem nicht an Kauflust mangeln. Das Angebot besteht aus Illustrationen, Malereien, Keramik, Mode, Schmuck und noch einiges mehr von lokalen Produzent:innen. Dazu servieren Weddinger Gastronom:innen internationales Streetfood aus Ländern von Afrika über Europa bis Lateinamerika. Zudem gibt es ein Unterhaltungsprogramm mit Musik, Tanz und Performances.

  • Weddingmarkt Leopoldplatz, Wedding, ab 4.9. jeden 1. Sonntag im Monat bis Dez., 10–18 Uhr, wedding-markt.de

Schoeneboerg Flowmarkt: Flohmarkt mit Manufaktur- und Kunsthandwerk

Der Crellemarktplatz zwischen Crelle- und Großgörschenstraße ist nicht nur Anwohnern wegen des hier regelmäßig veranstalteten Wochenmarktes ein fester Begriff. Auch Schöneberg-Tourist:innen und Besucher:innen des ungewöhnlichen Alten St. Matthäus Friedhofes kennen und schätzen die Gegend. Seit Mitte Juni nun lädt der “kleine Bruder” vom bekannten Nowkoelln Flowmarkt Vintage- und Kunsthandwerk-Enthusiast:innen zweimal monatlich an rund 100 Ständen zum Stöbern, Sich-Treffen und natürlich zum Einkaufen von schönen Raritäten ein.

  • Crellemarktplatz Großgörschenstraße, Schöneberg, bis 24.10., je 11-17 Uhr, Anmeldung für eigenen Stand: www.schoeneboerg.de

„Kommt schwimmen“: Ausstellung zum einstigen Seebad Mariendorf

Bllick ins Herrenbad des Seebades Mariendorf. Foto: Museen Tempelhof-Schöneberg

Dass dort, wo in Mariendorf heute die Alloheim-Seniorenresidenz Ullsteinstraße liegt, einmal Berlins beliebtestes Seebad gelegen hat, kann man sich nicht mehr vorstellen. Aus dem Rest des Biesendorfer Pfuhls ließ der Berliner Unternehmer Adolf Lewissohn 1876 erst ein kleines Bad mit Sprungturm errichten, das später zu einer Seebad heranwuchs, in dem sich an schönen Tagen immerhin bis zu 4.000 Menschen aalten. Und in dem sogar die Deutschen Schwimmmeisterschaften 1911 stattfanden sowie die Olympiaqualifikation für Stockholm 1912. Das Lebenswerk des Gründers führte ab 1927 zwar seine Tochter Helene Lewissohn fort. Doch die Weltwirtschaftskrise und die einsetzende Verfolgung und Diskriminierung von Jüdinnen und Juden in den 1930er Jahren führte schließlich zur Zwangsversteigerung des Familienbesitzes. Im Tempelhof Museum sind nun Fotos und andere Dokumente aus der Zeit dieses Seebades (1876-1950) zu sehen.

  • Tempelhof Museum Alt-Mariendorf 43, Mariendorf, Mo–Do 10–18 Uhr, Fr 10–14 Uhr, Sa + So 11–15 Uhr, Eintritt frei, es gelten die bekannten Hygienevorschriften, www.museen-tempelhof-schoeneberg.de

“Tipps für nachhaltiges, ökologisches Gärtnern”: Besichtigungs- und Beratungsnachmittage in der Ökolaube

Die Ökolaube beim Freilandlabor in der Kolonie Zur Windmühle. Britz. Foto: Freilandlabor Britz e.V.

Blumenerde, die vorwiegend aus Torf besteht. Insektenbekämpfung mit Giften. Oder (auch solarbetriebene) Lichtquellen, die die ganze Nacht über leuchten: Was sich in (Klein-)Gärten abspielt, hat oft wenig mit natürlichen Refugien, viel aber mit einem Gestaltungswahn zu tun, der sich oft aus Unwissen speist. Wie man aus seinen Gärten kleine Öko-Paradiese macht, in denen sich nicht nur Menschen, sondern auch viele andere Lebewesen wohl fühlen, das wissen die Betreiber der Ökolaube in Britz. Seit mehr als 30 Jahren blüht und summt es dort, dass es eine wahre Freude ist. Nach langen Lockdown-Zeiten kann die Laube nebst Garten nun wieder besichtigt werden, außerdem gibt der Gartenexperte Dr. Friedrich-Karl Schembecker vor Ort auf Wunsch Tipps.


“Elektropolis”: Führung

Historische Fabrikgebäude – es gibt viele spannende Geschichten über den Bereich der Stadt zu erfahren. Foto: Steffen Bock

Oberschweineöde? Ganz gewiss nicht! Denn nicht nur, dass immer mehr Menschen, darunter viele Kunstschaffende, den Bezirk Oberschöneweide für sich entdecken. Der einstige Industriestandort weiß mit seinen historischen Fabrikgebäuden auch spannende Geschichten zu erzählen. Bei der Tour „Elektropolis“ geht es durch einen Teil eines einstigen Kabelwerks, durch die frühere AEG-Kantine bis hinauf zur Turmterrasse der Stockwerksfabrik. Spannend auch für alteingesessene Berliner:innen.

  • Industriesalon Schöneweide, Reinbekstr.10, Schöneweide, jeden Fr 14 Uhr und So 12 Uhr, Tickets: 10 €/ erm. 8 €, Anmeld. unter: www.industriesalon.de

Disgusting Food Museum Berlin: Museum für ekelfeste Genießer und andere Wissenshungrige

Mäusewein im Disgusting Food Museum. Foto: DFM Berlin

Echte Käsefreund:innen kennen das Unverständnis ja bereits: Während sie sich an dem strengen Geruch und der mitunter zerlaufenden Materie ihrer Lieblingsspeisen ergötzen, wird ihr Umfeld bisweilen von Ekelschauern erfasst. Was als appetitlich empfunden wird, unterscheidet sich nicht nur von Individuum zu Individuum, sondern vor allem von Kultur zu Kultur. Aufgeschlossene Feinschmecker:innen können da noch echte kulinarische Entdeckungen machen. Knusprig geröstete Heuschrecken, aufwendig zubereitete Innereien oder eine wärmende Hühnerfußsuppe – sie alle gehören zu den Exponaten des Museums – sind da nur einige Beispiele, an denen sich die Geister scheiden. Die Idee zum Museum stammt übrigens aus Schweden. Mehr zum Disgusting Food Museum lest ihr hier.

  • Disgusting Food Museum Schützenstraße 70, Mitte, Öffnungszeiten: Mo, Di, Fr, Sa, So 11–19 Uhr, Tickets: 12 €/ erm. 7 €, Online-Zeitfensterbuchung und Hygienebedingungen unter https://disgustingfoodmuseum.berlin

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Was in Sachen Ausstellungen in Berlin gerade los ist, erfahrt ihr immer hier. Wichtiges zu Konzerten, Musik und Party fassen wir hier zusammen. Und spannende Gastro-Themen von Restaurant bis Imbiss findet ihr hier.

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