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Berlin erfrischt: So kommt ihr ans, ins und aufs Wasser

Berlin kann im Sommer ganz schön schlauchen. Die Hitze steht, die Luft ist schlecht. Nun wissen wir natürlich, dass die Hauptstadt mehr zu bieten hat als die Betonwüste am Alexanderplatz. Vom Venedig des Ostens zu sprechen, ist vielleicht doch noch etwas hoch gegriffen. Trotzdem liegt Berlin am Wasser!

Schwanenseee: Berlin ist am Wasser am schönsten – wie hier am Landwehrkanal. Foto: tipBerlin

Das beweisen die vielen tollen Tipps, die wir bei tipBerlin fortwährend für euch haben – und nun hier sammeln. Egal ob euch der Sinn nach Wassersport oder Insel-Hopping steht. Ob ihr in der Strandbar trinken oder einfach gemütlich am Wasser essen wollen. Ob ihr mit der Fähre über den Wannsee oder doch lieber ganz nach euren eigenen Vorstellungen mit einem Floss umhergondelt.

Dieser Guide führt euch genau zu den Tipps, die ihr braucht, um Berlin nach eurem Geschmack im, am und auf dem Wasser zu erleben.


Entspannen und Flanieren: 12 Orte, um Berlin am Wasser zu erleben

Berlin am Wasser erleben? Ab nach Klein-Venedig. Foto: Imago Images/Chromorange

Der Nordhafen wurde frisch saniert, an der Greenwichpromenade sichtet ihr Berlins „Moby Dick“ – und am Tegeler Fließ begegnen euch sogar Wasserbüffel. Wer ein bisschen Zeit hat, kann im Stadtgebiet ganz hervorragend am Wasser schlendern und flanieren. Dabei lieben wir natürlich Klassiker wie das Schlendern am Wasser in Treptow bis zur Insel der Jugend, wo wir uns dabei richtig maritim fühlen. Aber es gibt eben auch ein paar Kleinode, die nicht so berühmt sind – Neu-Venedig etwa, so werden die vielen kleinen Kanäle in Wilhelmshagen genannt. Und falls ihr Wilhelmshagen bisher gar nicht kanntet – und auch sonst noch Inspiration für einen Tag am Wasser sucht – hier gibt es die 12 Orte am Wasser, die wir dringend empfehlen.


Restaurants am Wasser – laues Lüftchen zu Leckereien

Die Ankerklause bietet großartiges Frühstück und kräftiges Abendessen – und draußen auch Wasserblick. Foto: Imago/Hoch Zwei Stock/Angerer

Nicht immer muss es gleich ein ganzer Ausflug oder epischer Spaziergang werden. Wer sich einfach nur mit dem Date, der besten Freundin oder den Eltern ein bisschen Genuss am Wasser gönnen will, der kann dies vielerorts tun. Ob ihr nun im Freischwimmer die Kreuzberger Nächte lang werden lasst, rustikal-köstlich in die Ankerklause einkehrt, rausmacht zum Müggelsee ins Rübezahl oder euch in Charlottenburg im au Lac richtig verwöhnen lasst – Alternativen gibt es genug, und vor allem für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Nur kauen müsst ihr noch selbst in diesen tollen Restaurants am Wasser.


Schuhe aus: 12 schöne Strandbars in der Hauptstadt

Capital Beach an der Spree ist nicht unbedingt im Trend-Kiez – aber irgendwie hat die Lage zwischen Regierungsviertel und Bahnhof auch was Schönes. Foto: Imago Images/imagebroker

Hawaii ist irgendwie verdammt weit weg, und an so einem sonnigen Mittwoch schafft man es nach Feierabend nicht mal zwingend an die Ostsee. Wer trotzdem Lust auf Füße im Sand, Sonnenstühle und ein paar Cocktails unter Palmen hat, muss nicht verzagen (oder den Kopf in den Sand stecken). Denn Berlin hat ein paar schöne Strandbars fürs euch. Nicht alle liegen wirklich am Strand (Das Deck 5 ist zum Beispiel eine Rooftop-Bar), einige sind schicker (Haubentaucher) als andere (Yaam) – was die einen aber nicht wertiger als die anderen macht. Ist eben wie Berlin – auch bei den Strandbars ist für jeden was dabei.


Raus auf die Spree: Mit dem Schiff – oder dem Dampfer

Schon klar, die Schiffe auf der Spree in Berlin sind vor allem für Tourist*innen. Aber manchmal sind neue Perspektiven eben doch nett. Oder Freunde vom Land zu Besuch… Foto: Imago Images/Chromorange

Nun kann man eine Stadt ja auf vielen Wegen erfahren. Ein ganz besonderer ist dabei aber in jedem Fall immer der Wasserweg. Selbst Einwohner*innen dürften von Booten und Schiffen aus immer nochmal neue Perspektiven selbst auf 1000 mal gesehene Areale finden. Und selbst, wenn wir doch schon alles kennen: Der Besuch findet es meistens auch ganz nett, sich – je nach Tour – eine Stunde oder drei über die Spree oder Seen verschiffen zu lassen. Ob Bootstouren und Dampferfahrten – es gibt einige Anbieter und Routen in Berlin.


Mit den BVG-Fähren Berlin erkunden – eine ist nur ein Ruderboot

Wer eine Tageskarte hat, fährt mit der BVG-Fähre umsonst (gilt natürlich auch für Monatskarten) – eine der sechs Linien ist sogar nur ein Ruderboot. Foto: Imago Images/Ritter

Die Öffis sind in Berlin ohne Frage einer der besten Wege, von A nach B zu kommen. Und wenn B auf der anderen Seite des Flusses liegt? Macht das auch nicht so richtig viel. Denn: Mit den Tickets der BVG könnt ihr auch die sechs Fährlinien nutzen. Klar, der Klassiker am Wannsee ist im Sommer nun wirklich kein Geheimtipp. Aber wusstet ihr, dass es auch eine Ruderfähre gibt, die zum öffentlichen Nahverkehr gehört? Richtig: Eine der BVG-Fähren ist nur ein Ruderboot. Alle Infos dazu und zu den anderen Linien findet ihr hier.


Selbst die Kontrolle übernehmen: Mit dem Floss über die Gewässer Berlins

Mit Grill und Liegestühlen: Bei Spreefloß gibt es Flöße in einfachen bis Luxus-Ausführungen. Foto: tipBerlin

So eine Seefahrt ist ja ganz lustig. Aber manch einer mag ganz gern selbst das Steuer in die Hand nehmen. Das ist in Berlin nicht nur jenen vorenthalten, die erst einmal einen Segelschein oder sowas gemacht haben. Mit einem motorbetriebenen Floss können auch Laien eine Expedition über Berlins Gewässer starten. Bei diversen Anbietern könnt ihr ein Floss mieten – und ein bisschen Freiheit auf Berlins Gewässern genießen.


Wasser, Wasser, überall Wasser: 12 Berliner Inseln von Havel bis Spree

Die Havel bei der Insel Eiswerder – hier findet ihr unter anderem das „JWD“. Berlin ist auch eine Stadt der Inseln. Foto: Imago Images/Ritter

Berlin ist nicht unbedingt für Insel-Hopping bekannt. Dabei ist das gar nicht mal so schwer – von der Museumsinsel zur Insel Jugend trennt euch kaum mehr als eine Bahnfahrt. Es gibt einige von Wasser umschlossene Fetzen Land in der Hauptstadt, und nicht alle sind so berühmt wie die genannten. Valentinswerder ist vor allem Künstler*innen ein Begriff – einige haben sich dort niedergelassen und frönen ihrem Beruf. Berlins High Society hat es sich auf Schwanenwerder gemütlich gemacht. Und die Rock-Fans? Die gehen ins „JWD“ auf Eiswerder. Das ist für die meisten dann doch etwas weiter als die Museumsinsel – aber trotzdem einen Besuch wert. Ihr seht, es gibt viel zu entdecken. 12-mal Insel-Vergnügen in Berlin von Havel bis Spree.


Rein in Wasser: Badeseen zwischen Klassiker und Geheimtipp

Bei gutem Wetter ausgesprochen beliebt – und von „CNN“ zu einer der schönsten Badestellen der Welt gewählt: Der Schlachtensee. Foto: Imago Images/Zeitz

Genug Zeit auf oder am Wasser verbracht? Dann nichts wie rein mit euch! Zum Beispiel in den Schlachtensee, den der Nachrichtensender CNN 2020 doch tatsächlich zu einer der schönsten Badestellen der Welt erklärt hat. Entsprechend dürfte es dort nicht unbedingt leerer werden. Wer wirklich Ruhe sucht, findet die zum Beispiel am Seddinsee – da ist die Anreise etwas aufwendiger, wollt ihr zu den abgelegeneren Badestellen. Es lohnt sich aber. Wer Auswahl mag, kann auch gut zum Tegeler See – da gibt es gleich mehrere Badestellen. Wo genau, und welche Badeseen sich in Berlin noch empfehlen, haben wir natürlich für euch aufgeschrieben.


Strandbäder in Berlin: Kontrolliertes Seevergnügen

Das Strandbad Wannsee ist eins der beliebtesten Ziele der Stadt im Sommer – und einfach schön. Foto: Kramm

Seen sind ja nicht für alle – manche bevorzugen Chlor. Andere finden es vielleicht schlicht zu anarchistisch, sich irgendwo in die Fluten zu stürzen. Ein Mittelding wäre dann wohl das Strandbad. Es kostet Eintritt, ist dafür ziemlich sicher, und das Vergnügen verläuft irgendwie in geregelteren Bahnen als an irgendwelchen Badestellen ohne Aufsicht. Das Schöne: In den Strandbädern in Berlin badet ihr fast wie im Urlaub, mit Stegen ins Wasser, Strandkörben – und die obligatorischen Freibad-Pommes bekommt ihr hier in aller Regel auch.


Doch Chlor? Ab ins Freibad

Das Freibad in Kreuzberg – für alle, die Wasser doch lieber gechlort mögen. Foto: Imago Images/Contini

Jaja, selbst im Strandbad habt ihr bei natürlichen Gewässern im Zweifel nochmal mit Fischen und Algen zu tun. Wer diese Kombi als Sushi bevorzugt – oder generell einfach gern den Boden unter den Füßen sieht –, dem empfehlen wir einen Abstecher ins Freibad. Schön durchgechlort ist das vielleicht schlechter für die Haut als die Schlammpackung am nächstbesten Tümpel. Dafür ist auch alles irgendwie unter Kontrolle. Freibäder in Berlin gibt es einige – neben den städtischen zum Beispiel auch das Badeschiff.


Für die Kleinen: Die Berliner Planschen sind nasse Spielplätze

Wasserspielplatz Berlin: Wasserspielplätze stehen sowohl bei ganz kleinen als auch bei etwas größeren Kindern hoch im Kurs.
Wasserspielplätze stehen sowohl bei ganz kleinen als auch bei etwas größeren Kindern hoch im Kurs. Foto: imago images/Weber

Auch Kindern ist warm. Und weil man ihnen nun nicht alle fünf Minuten ein neues Schokoeis hinhalten kann, um sie runterzukühlen, bietet sich die Ganzkörperbefeuchtung an. Das geht besonders gut auf einer der Berliner Planschen. Die Wasserspielplätze bieten – je nach Ausmaß – Fontänen, Wasserdruckstellen, Brunnen und kleine Becken. Und übrigens wird auch keiner meckern, wenn die Begleiterwachsenen selbst mal kurz den Kopf unters Wasser halten. Man muss ja einen kühlen Kopf bewahren auf einer der 12 schöne Wasserspielplätze in Berlin: Planschen und spielen in der Sonne.


Ob Boot, SUP-Board oder Kayak: Fitness geht auch auf dem Wasser

Stand-Up-Paddling wird immer beliebter, mittlerweile verschachern selbst Discounter die Bretter. Macht aber tatsächlich Spaß. Foto: Imago Images/Hoch Zwei Stock/Angerer

Es gibt sie, diese Menschen, die bei 32 Grad joggen gehen und immer noch nicht einen Tropfen Schweiß auf der Stirn haben. Andere zerlaufen schon bei 22 Grad förmlich. Vor allem für letztere empfiehlt sich natürlich Wassersport. Denn: Wird es zu heiß, trennt uns nur ein Sprung von der Abkühlung. Wobei Profis natürlich eher darauf verzichten würden, sich neben statt auf dem Gefährt ihrer Wahl sehen zu lassen. Weil Sport aber auch Spaß machen sollte, macht ihr einfach, wie ihr wollt. Für Wassersport gibt es in Berlin viele Angebote von Kayak bis Wasserski – und wer trotzdem lieber schwitzt, sogar ein Saunafloß. Natürlich könnt ihr auch Stand-up-Paddeln, das ist ja weiter im Trend – hier sind die Anbieter.


Doch keine Lust mehr auf Berlin? Ab nach Brandenburg – oder die Ostsee

Der Museumshafen der Hansestadt Greifswald. Nehmt ihr den schnellsten unserer 12 Wege von Berlin an die Ostsee, kommt ihr hier an. Foto: Imago Images/BildFunkMV

Wer sich nach ein bisschen Abwechslung und Stadtflucht sehnt, der kann auch einfach ins Auto, die Bahn, aufs Rad oder den Hausesel steigen: Brandenburg liegt direkt vor der Tür – und da gibt es noch einmal Badeseen, Strände und Ausflugsmöglichkeiten von ganz neuen Dimensionen. Wir haben einen wunderschönen Brandenburg-Guide für euch, mit dem ihr das Bundesland so richtig erleben könnt. Und wer noch ein bisschen weiter fährt (in die richtige Richtung allerdings), kommt irgendwann doch noch ans Meer. Dafür muss man natürlich auch kein Auto haben – 12 Wege von Berlin an die Ostsee.


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Warum in die Ferne schweifen? Wir haben 12 Tipps für einen Urlaub an der Spree – damit wird der Sommer ein Hit. Und wer generell kein Freund großer Unternehmungen ist: Unsere Ausflugstipps für Berlin in unserem Freizeit-Guide sind manchmal nur ein paar Busstationen entfernt. Und weil Sommer auch ohne Wasser geil sein kann unsere Draußen-Tipps für Berlin – von den besten Smoothies bis zum FKK-Vergnügen.

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