Stadtleben

Berliner Geschichte in Bildern

HerbertMaschk_Berlin_HiltonNein, das Haus links ist kein Hotel in der Nähe eines osteuropäischen Flughafens und auch kein Regierungsgebäude in Ulan-Bator. Was mittlerweile so überholt wirkt, dass es fast schon wieder retro sein könnte, war seinerzeit das modernste Hotel Europas: das Berlin Hilton (heute: Intercontinental Berlin) in der Budapester Straße, aufgenommen um 1958. Das Bild von dem Gebäude mit der prägnanten blau-weißen Schachbrett-Fassade, das damals noch nahezu frei stand, ist eines von vielen neu entdeckten Werken aus dem Nachlass des Fotografen Herbert Maschke (1915–2005), die das Stadtmuseum Berlin im Rahmen des 5. Europäischen Monats der Fotografie erstmals präsentiert. ­

Bildreporter und Standfotograf Maschke kam in den 1950er-Jahren aus dem Ostteil der Stadt nach West-Berlin und gründete hier einen erfolgreichen Postkartenverlag. Seine Bilder dokumentieren das zerstörte Berlin, die aufblühende Kultur- und Nachtszene, zum Beispiel am Ku’damm, und andere Wahrzeichen. Zwischen Kaltem Krieg und Wirtschaftswunder hielt er mit seinen Fotos das damalige Gesicht West-Berlins über die Veränderungen der Zeit hinaus fest. Heute fungieren Maschkes Bilder als Momentaufnahmen der Vergangenheit, Herbert_Maschke_PotsdamerPlatzdie den Wandel der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten zeigen und damit zu Vorher-nachher-Überlegungen anregen. Großformate, frühe Schwarz-Weiß-­Reportagen und Luftaufnahmen führen dem Betrachter Berlin aus einer unbekannten oder längst vergessenen Perspektive vor Augen.                

Text: Lea-Maria Brinkschulte

Fotos: Herbert Maschke

Kalter Krieg und Wirtschaftswunder
Ephraim-Palais, Poststraße 16, Mitte,
Fr 16.11.?–?So 17.2.2013, Di u. Do–So 10–18 Uhr, Mi 12–20 Uhr,

 

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