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Best of Thilo Sarrazin – (noch) Finanzsenator in Berlin

Thilo SarrazinÜber Berlins Finanz- und Wirtschaftslage, Teil 1:

„Der Schutt ist abgeräumt. Wir leben hier nicht mehr im Jahr 1945, sondern wir leben im Jahr 1947.“

(August 2006 in „Die Zeit“ – Sarrazin ließ danach richtig stellen, dass er sich damit auf den Stand der Haushaltskonsolidierung nach der Finanzkrise 2001/2002 bezogen hätte)

Über Berlins Finanz- und Wirtschaftslage, Teil 2:

„Die Lebenslüge Berlins bestand darin, dass es sich in allem für etwas Besonderes hält und daraus einen erhöhten Bedarf ableitet“.
(August 2006 in „Die Zeit“)

Ausblick auf eine Länderfusion mit Brandenburg:

„Das vereinte Land ist natürlich immer eine Stadt Berlin mit angeschlossener landwirtschaftlicher Fläche“.
(Januar 2005)

Über seine gestressten Mitarbeiter:
„Die Beamten laufen bleich und übelriechend herum, weil die Arbeitsbelastung so hoch ist.“
(Februar 2002)

Über BVG-Mitarbeiter:
„Die Altbeschäftigten verdienen schon jetzt mehr, als sie am Markt wert sind.“
(März 2008, während des BVG-Streiks)

Über Berlins Schüler:
„Bayerische Schüler ohne Abschluss können mehr als unsere in Berlin mit Abschluss.“
(Februar 2008, bei einer Veranstaltung in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin)

Zu Studenten, die gegen Studiengebühren demonstrierten und Sarrazins Büro besetzten:
„Ihr seid doch Arschlöcher!“
(November 2003)

Geschmacksfragen, Teil 1:
„Nirgendwo sieht man so viele Menschen, die öffentlich in Trainingsanzügen rumschlurfen wie in Berlin“
(März 2002)

Geschmacksfragen, Teil 2:
„Tempelhof ist kein Filetstück. Und wenn, dann schauen da schon die Maden raus.“
(November 2007, zum Volkbegehren für den Weiterbetrieb des Flughafen Tempelhof)

Über Zuverdienstmöglichkeiten von Arbeitslosen:

„Ehe jetzt einer im 20. Stock sitzt und den ganzen Tag fernsieht, bin ich schon fast erleichtert, wenn er ein bisschen schwarzarbeitet.“
(Februar 2008, in der N24-Talkshow „Links-Rechts“)

Über Hartz-IV-Empfänger, Teil 1:
„Wer als Hartz-IV-Empfänger genug Kraft für ein Ehrenamt findet, der sollte dann die Kraft da hineinlegen, Arbeit zu finden“
(September 2007, im Abgeordnetenhaus)

Über Hartz-IV-Empfänger, Teil 2:
„Wenn man sich das anschaut, ist das kleinste Problem von Hartz-IV-Empfängern das Untergewicht“
(Februar 2008, zu seinem Speiseplan für Hartz-IV-Empfänger für 3,75 bis 3,95 Euro pro Tag, in der rbb-Talkshow „Klipp & Klar“)

Über steigende Heizkosten:
„Wenn die Energiekosten so hoch sind wie die Mieten, werden sich die Menschen überlegen, ob sie mit einem dicken Pullover nicht auch bei 15 oder 16 Grad
Zimmertemperatur vernünftig leben können“

(Juli 2008, in der „Rheinischen Post“)

Über Elternproteste gegen höhere Kita-Gebühren:
„Es wird ja so getan, als ob der Senat die Kinder ins Konzentrationslager schicken wollte.“
(September 2002, bei einem nicht offiziellen Vortrag vor Wirtschaftsvertretern – dafür entschuldigte sich Sarrazin später ausnahmsweise)

Über den Koalitionspartner:
„Dumm, dümmer, PDS.“
(Juni 2008, in der N24-Sendung „Klartext“)

Sarrazin über Sarrazin:
„Ich hatte immer das Gefühl, ich weiß es besser.“
(Januar 2008, gegenüber der taz)

Zusammenstellung: Niels Keijzer

 

Nachruf auf den scheidenden Finanzsenator von Erik Heier

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