Stadtleben

Carrot Mob in Berlin

Wenn sich am Samstag (19.12.) um „Beakers“ im Prenzlauer Berg wahre Massen drängen, dann liegt das am „carrotmob“. Mobs, also eine wilde Ansammlung von Menschen, sind dem urbanen Berliner sicherlich nichts Neues. Das Wort „carrot“ steht sinnbildlich für eine Belohnung. Bei einer „carrotmob“-Aktion wird an einem bestimmten Tag ein Spätverkauf oder Imbiss in Berlin ausgewählt, der bereit ist, in klimaeffiziente Umbaumaßnahmen zu investieren. Dieser Laden wird sodann von „Mobbern“ „gestürmt“ und mit zahlreichen Einkäufen beehrt. Einen Teil seines in dieser Zeit erzielten Umsatzes steckt er in den energieeffizienten Umbau seines Geschäfts. Auf diese Weise sind beide Seiten glücklich: der Laden-Besitzer erfährt einen höheren Bekanntheitsgrad und erzielt an dem jeweiligen Tag einen großen Umsatz; die „Carrotmobber“ verbinden Erfolg und Misserfolg am Markt mit sozialer und ökologischer Verantwortung.

Begonnen hat alles am 13. Juni 2009, als der Spätkauf MultiKulti in der Wiener Straße 40 „gemobbt“ wurde. Am weltweiten Klima-Aktionstag, dem 24. Oktober 2009, fand die zweite Aktion im Imbiss eve&adam’s statt. Die Eintagsrebellen haben in Anlehnung an die ursprünglichen Karottenmobs eine eigene Aktion am 19.12. ab 18 Uhr im Beakers in der Dunckerstraße 69 (Prenzlauer Berg) geplant. An diesem Abend werden 50% des Umsatzes in CO2-Senkung investiert!

Übrigens: Wenn ihr Muße, Zeit und Energie habt, könnt ihr auch euren eigenen carrotmob organisieren. Eine Anleitung zum Nachmachen gibt es HIER

Foto: Carrotmob

Beakers, Dunckerstraße 69, Prenzlauer Berg, 19.12., ab 18:00

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