Stadtleben

Letzter Aufruf Bar 25 Berlin

Zu Grabe getragen wurde sie schon einige Male und trotzdem gab es bisher immer eine Wiederauferstehung. Die letzte war besonders spektakulär: Zur Fußball-WM im Sommer 2010 bauten die Bar-25-Betreiber ein Johannesburger Township nach – eine Art von Sozialromantik, die nicht überall auf Begeisterung stieß und doch irgendwie ins Konzept von Expansion und Innovation passt.

Was mit einer Bar am Wasser begann, wurde ergänzt von einem edlen Restaurant, einem Theater, einem Freiluftkino, Bungalows zum Mieten und sogar einem Spa-Bereich. Ähnlich vielschichtig war das Publikum, das Anzugträger wie Alternative umfasste, wobei vor allem der Anteil an Touristen stetig stieg. Nun aber soll endgültig Schluss sein mit der Idylle direkt an der Spree. Die BSR als Grundstückseigner will den Boden des Geländes dekontaminieren, das früher mal als Gaswerk genutzt wurde. Zwar könnte die Bar auf das benachbarte Grundstück in der Holzmarktstraße 24 ziehen, wo früher der Wild West Markt residierte und diesen Sommer die Bretterbuden des Township ragten, aber die Verhandlungen scheitern an den massiven Mietforderungen der BSR. Auch mit dem Gelände des ehemaligen Spreeparks liebäugeln die Bar-25-Betreiber, doch hier stockt es wegen der Schuldenberge der verantwortlichen Spreewald GmbH.
Wie auch immer: irgendwie ist man geneigt, an einen Fortbestand der Bar-Institution zu glauben, ob nun am angestammten Platz oder anderswo, denn das wäre typisch Berlin.

Bar 25 Abschlusswoche bis 14.9.
www.bar25.de

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