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Dagmar von Taubes Bildband „Berlin Now“

Berlin_nowAnflug auf Tegel, Kribbeln im Bauch. Noch liegt der Morgendunst über der erwachenden Stadt. Der Fernsehturm markiert ihr Zentrum wie eine gewaltige Stecknadel. Ein neuer Tag mit neuen Möglichkeiten. „Coming Home„, so heißt das Bild, das der Regisseur und Vielflieger Ralf Schmerberg von seinem Fensterplatz aus aufgenommen hat. Wie ein Versprechen steht es am Anfang des prächtigen Fotoalbums „Berlin Now“, das die Springer-Journalistin Dagmar von Taube gemeinsam mit dem Art Director Walter Schönauer zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls zusammengestellt hat. Mit rund 300 Aufnahmen einer sehr langen Liste von Starfotografen wie Mario Testino, Andreas Mühe, Robert Lebeck, Will McBride oder Peter Lindbergh zieht das Buch eine imposante Zwischenbilanz der Ber­liner Gesellschaft; es zeigt Künstler und Sammler, Models und Modeschöpfer, DJs und Architekten, Botschafterpaare und Verlegerwitwen – lauter stadtbekannte Gesichter.

Dabei wirkt der Realitätsausschnitt, den „Berlin Now“ repräsentiert, mitunter allzu einseitig: Die Stadt wird zum farbenfrohen Bühnenbild für die Selbstinszenierung von Promis und Wichtigtuern reduziert. Aber immerhin erinnert das Bild von Ralf Schmerberg gleich zu Beginn da­ran, dass Berlin auch diejenigen mit offenen Armen empfängt, die im Flugzeug hinter der Tragfläche sitzen müssen.

Text: Heiko Zwirner

Dagmar von Taube (Hrsg.) „Berlin Now“, teNeues, 264 Seiten, 79,90 Ђ

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