Stadtleben

Der 3. November ist Weltmännertag

…der männliche Homo sapiens neigt eher zu ungesunder Lebensweise und stirbt daher ca. sieben Jahre vor seinem weiblichen Äquivalent. Schirmherr des World Men Days ist übrigens Michail Gorbatschow.

In den Kommentaren zum noch recht jungen Ehrentag überwiegt das Lamentieren über die schwierige Position des heutigen Mannes, der immer weniger die traditionelle Rolle des Ernährers und Familienoberhaupts ausfüllen kann, weil die Frauen in den letzten Jahrzehnten erheblich aufgeholt haben, oft dank eigener Arbeit finanziell unabhängig sind und keinen Bock mehr auf Alleineputzen haben. Mit der rasanten Entwicklung der Damen können die Männer jedoch schwer mithalten, immerhin ist ihr seit Jahrtausenden praktiziertes Monopol auf die Leadership in der Familie sozusagen über Nacht den Bach runter gegangen. Als ob das nicht schon reicht, sind die Mädchen auch im Bildungsbereich enorm nach vorne geprescht, mehr Mädchen als Jungen schaffen den Hochschulabschluss und drängen in lukrative Jobs usw.

Aber bitte: wollten wir nicht Gleichheit und gleiche Chancen für alle? Das könnte doch ein Grund zum Feiern sein. Selbstbewusste moderne Männer definieren sich nicht mehr nur über ihre Rolle in der Familie, sie wissen um ihre Fähigkeiten und Kompetenzen im Job und sozialen Beziehungen und haben gelernt Kompromisse einzugehen. Das ist kein Zeichen neuer Schwäche, sondern neuer Stärke. Schönstes Beispiel dafür ist die neue Generation Väter, die in größerer Zahl den Nachwuchs versorgen und dafür mehr Bestätigung ernten als die Mütter, von denen die Fürsorge – ganz traditionell – erwartet wird.
Also: liebe Männer, trauert nicht alten Zeiten hinterher, schaut nach vorne und freut euch, dass es spannend bleibt. Alles Gute zum Weltmännertag, die Herren!

Foto: Pixelio/Mariocopa

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