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Parks in Berlin

Der Botanische Garten Berlin: Tropisches Klima und Artenvielfalt

Im Steglitzer Ortsteil Lichterfelde liegt der Botanische Garten Berlin. Vielen ist der Park als Botanischer Garten Dahlem bekannt, da er auf dem Gelände der Königlichen Domäne Dahlem angelegt wurde. Auf 43 Hektar Fläche bietet er ein wahres Pflanzen-Paradies mit etwa 22.000 Arten zum Entdecken. Bei einem Spaziergang durch den Park und die Gewächshäuser kann man in einem der größten und artenreichsten botanischen Gärten der Welt dem Lärm der Stadt entkommen und Ruhe in der Natur genießen.

Der tolle Blick auf die riesigen Gewächshäuser im Botanischen Garten Dahlem. Foto: imago images/BE&W
Der tolle Blick auf die riesigen Gewächshäuser im Botanischen Garten. Foto: imago images/BE&W

Höhepunkt sind ohne Zweifel die beeindruckenden 15 Gewächshäuser am Ostrand des Parks. Darunter befindet sich auch das 1907 errichtete, 25 Meter hohe Gewächshaus, eines der größten Tropenhäuser der Welt und Beispiel für die Glas-Stahl-Architektur des 19. Jahrhunderts. Die Pflanzen sind nach geographischer Herkunft und natürlichen Lebensräumen aufgeteilt. Hier ist die tropische Luft besonders gut und man kann eine kleine Reise durch die verschiedenen Kontinente machen.

Als kurfürstlicher Mustergarten im Jahr 1679 gegründet 

Geschichte: Bevor die Institution im Jahr 1946 an den Magistrat der Stadt Berlin und 1995 an die Freie Universität Berlin kam, hat sie die Geschichte Preußens von deren Anfängen bis zum Fall miterlebt. Der Kurfürst von Brandenburg und Herzog von Preußen Friedrich Wilhelm erweiterte 1679 seinen zu klein gewordenen Lust- und Kräutergarten am Schöneberger Schloss zu einem Mustergarten. 1910 zog der Garten unter Leitung des Botanikers A. Engels vom Schloss auf den ehemaligen Kartoffelacker der Domäne Dahlem um.

Weiteres Highlight: Im Duft- und Tastgarten sind die Pflanzen in Hochbeeten angelegt. Die Anlage gliedert sich in vier Teilbereiche. Hier ist Anfassen ausdrücklich erwünscht – Riechen auch, der Schwerpunkt liegt auf dem Thema Duftpflanzen.

Der Seerosen Teich im Italienischen Garten. Foto: imago images/Schöning
Botanischer Garten Berlin: Der Seerosen-Teich im Italienischen Garten. Foto: imago images/Schöning

Hunde, Kinder, Lage: Was man über den Botanischen Garten wissen muss

Diese Besonderheiten gibt es: Im Botanischen Garten finden regelmäßig Veranstaltungen, Ausstellungen und Bildungsangebote statt. Außerdem gibt es zwei Möglichkeiten einzukehren: Entweder im Restaurant Landhaus neben dem Garteneingang Unter den Eichen oder im Café Victoria am Haupteingang der Gewächshäuser. Von dort aus hat man bei Kaffee und Kuchen einen tollen Blick über den Italienischen Garten.

Sportangebote: Das Ausüben von Sport im Botanischen Garten ist nicht erlaubt.

Öffnungszeiten: Mo-So 9-20 Uhr, Gewächshäuser: Mo-So 9-19 Uhr

Eintrittspreise: 6 €/ erm. 3 €

Grillen: Das Grillen ist nicht gestattet. 

Kinder: Der Park eignet sich gut für einen Besuch mit der ganzen Familie. Regelmäßig finden Kinderführungen statt und einige Bereiche und Pflanzen im Botanischen Garten sind für Kinder besonders spannend.

Hunde: Hunde dürfen nicht mitgeführt werden.

Fun Fact: Das ganze Gelände wurde nach der sogenannten „Pflanzengeographie“ strukturiert. Es ist in viele kleine Areale unterteilt, die die jeweilige Pflanzenwelt einer bestimmten Region zeigen. Durch die gesamte Anlage ziehen sich Vegetation von den Alpen über den Himalaya bis nach Nordamerika.

Im Kakteenhaus betritt man die Sukkulentenlandschaften der Neuen Welt. Foto: imago images/Schöning
Im Kakteenhaus betritt man die Sukkulentenlandschaften der Neuen Welt. Foto: imago images/Schöning

Wie komme ich zum Park:

S-Bahn:
• S1 Botanischer Garten

Buslinien:
• N3, X83, 101: Königin-Luise-Platz/Botanischer Garten/Botanischer Garten • X83: Schmidt-Ott-Str. • 101, N3: Rohlfsstr. • N3, X83, Arnimallee

Adresse: Königin-Luise-Straße 6-8, 14195 Berlin


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