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Stadtleben

Die Gerhart-Hauptmann-Schule wird geräumt

Absperrung

In der Ohlauer Straße ist alles dicht. Seit 11 Uhr am Dienstag (24.6.) rollen in Kreuzberg die Einsatzwagen, mehr als 900 Beamte sind an der Räumung der von gut 200 Flüchtlingen besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule beteiligt. Die Aktion verläuft weitgehend friedlich, es gebe ein Angebot, das die Mehrheit der Betroffenen scheinbar akzeptiert hat. „Der Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg organisiert ab jetzt mit den Bewohnern den Umzug in die neuen Unterkünfte“ heißt es dazu in einer offiziellen Twitter-Meldung der Berliner Polizei. Es handelt sich um Wohnheime in Spandau und Charlottenburg. Allen Flüchtlingen, die freiwillig den Umzug mitmachen, wird eine zeitweilige Duldung sowie Prüfung des Asylverfahrens in Aussicht gestellt. Allerdings werden Unterstützer, Journalisten und auch Hakan Ta?, Mitglied der Linken-Fraktion im Abgeordnetenhaus, nicht ins Gebäude vorgelassen.
Am späten Nachmittag hatten über 90 Menschen das Schulgebäude in vier Bussen verlassen. Andere wollen im Gebäude verbleiben und nach eigenen Angaben verhandelt das Bezirksamt mit den Menschen, die in den oberen Etagen und auf dem Dach verharren und dort auch bleiben wollen. Bilder der Räumung in unserer Bilderstrecke.

Text und Foto: sla

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