Stadtleben

Die Linke

wohnen_in_berlinWas soll werden? Auch die Linke will neu bauen: 3.000 Wohnungen zusätzlich pro Jahr (das wäre eine Verdoppelung im Vergleich zu jetzt), und zwar für Mieter unterer und mittlerer Einkommen, besonders aber auch für Singles. Dafür sollen die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften ihre Renditen für die Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis einsetzen können und landeseigene Grundstücke kostengünstiger etwa über Erbpacht zu niedrigeren Zinsen erwerben können. Private Bauträger könnten über städtebauliche Verträge verpflichtet werden, rund 20 Prozent der neuen Wohnungen zeitlich befristet („deutlich über zehn Jahre“ – der wohnungspolitische Sprecher der Linken Uwe Doering) für Geringverdiener vorzusehen. Bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen ist die Linke für einen zehnjährigen Mieterkündigungsschutz in der ganzen Stadt.

Was bringt das? Die Idee, Kapital innerhalb der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften zu binden, findet TU-Wissenschaftler Wukovitsch sinnvoll. Eine Frage bleibt, wie auch beim SPD-Konzept: Wie sinnvoll sind Neubauten? Rainer Wild, Chef des Berliner Mietervereins (BMV), plädiert bei öffentlicher Förderung stattdessen für die Erneuerung der Bestände: Das Land könnte die steigenden Mieten zugunsten von Menschen mit niedrigem Einkommen ausgleichen, um soziale Härten zu mildern.

Text: Erik Heier

Foto: Wenke Heuts

Die Konzepte der anderen Parteien für Berlins Wohnmarkt:

SPD

Bündnis 90/Die Grünen

CDU

FDP

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