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„Die Müllerstraße“ vom Amt für Planen und Genehmigen

Pelz_EbelEigentlich, so denkt man, müsste es in der Weddinger Müllerstraße jede Menge „Müllers“ geben. Schließlich ist dies einer der häufigsten deutschen Familiennamen. Und die Müllerstraße mit ihren vielen Mietshäusern bietet auf 3,5 Kilometer Länge zahlreiche Wohngelegenheiten – nicht nur – für Müllers. Trotzdem hat das Redaktionsteam des kürzlich neu erschienenen Magazins „Die Müllerstraße“ nur 13 Adressen unter „Müller“ in dieser Straße gefunden. Und einige Müllers für die Zeitschrift fotografiert, außerdem nach ihrem Verhältnis zur Müllerstraße befragt. Dass „’ne typische Weddinger Pflanze“, wie sich etwa Marcus Müller bezeichnet, nicht mehr unbedingt Müller, Meyer oder Schmidt, sondern oft auch Yilmaz, Ünlü oder Boateng heißen kann, ist charakteristisch für die Gegend rund um diese Verkehrsader.

Wehmütiger macht hingegen, dass die alteingesessenen Traditionsgeschäfte in der Müllerstraße, etwa „Hosen-Spezial“ von Ronald Pockrandt oder das seit 1926 existierende „Pelz-Ebel“ (Foto), laut eigener Einschätzung keine großen Zukunftschancen für ihre Betriebe sehen. Ihnen allen, den Müllers, den alten und neueren Läden, dem angrenzenden Leopoldplatz oder dem verkehrsumtosten „Imbiss zur Mittelpromenade“ hat „Die Müllerstraße“ nun ein liebevolles Denkmal gesetzt. Denn seit dem 1. April dieses Jahres ist die Gegend erklärtes Sanierungsgebiet. Hoffentlich nur bleibt der schräge Charme dieser Gegend dabei nicht auf der Strecke.        

Text: EA

Foto: Verena Brandt

Die Müllerstraße herausgegeben vom Amt für Planen und Genehmigen, Fachbereich Stadtplanung, Müllerstraße 146, Wedding in Zusammenarbeit mit der Redaktion von „Der Wedding. Das Magazin für Alltagskultur“, www.derwedding.de, für 5 Ђ zu haben u.a. bei Dussmann, Friedrichstraße 90, Mitte oder im Antiquariat Mackensen, Malplaquetstraße 13, Wedding

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