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Die peinlichsten Berliner: Claudius Seidl

Claudius SeidlSelten waren einem mittelalten Journalisten Herzrasen und Unwohlsein, ergo: die Midlife-Crisis, so anzumerken wie Claudius „Clyde“ Seidl. Weil die „Frankfurter Allgemeine“ ihn in Berlin stationierte und er hier unter Themenzugzwang steckt, hagelt es nur so von spritzigen Beiträgen aus der Hauptstadt: delirierendes Interview mit dem Berlin-Abgänger DJ Fetisch etwa, in dem der 50-jährige Seidl den Untergang der Partykultur mitbeklagt. Nicht minder lesenswert: sein „Liebling“-Interview, in dem er nicht nur seine Jugendlichkeit betont, sondern sich auch als immun gegen die Finanzkrise bezeichnet: „Ich bin größenwahnsinnig genug, um mir keine Sorgen zu machen“, sowieso sei er „kindisch und ein bisschen verantwortungslos“. Wenn Eltern das sagen und die Motorradjacke auspacken, schämen sich deren Kinder – und freuen sich aufs Erbe.

Foto: Lautenschläger (Berliner Zeitung) 

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