• Stadtleben
  • Die peinlichsten Berliner: Michael Michalsky

Stadtleben

Die peinlichsten Berliner: Michael Michalsky

Michael Michalsky fotografiert von Max Lautenschläger
Was da glitzert, sind vermutlich Diamanten. Doch Michael Michalsky besitzt das große Talent, sehr Teures ausgesprochen billig wirken zu lassen. So, wie es dem Umland-Geschmack entspricht. Das ist für Türsteher (als solcher hat er früher tatsächlich gearbeitet) kein Problem, für einen Modemacher mit Ambitionen schon.

Seinen Speck­gürtelstil hat er gerade wieder bewiesen bei seinen Weihnachtsgeschenkempfehlungen in der „Vanity Fair“: Flachbildfernseher, Kerzenhalter mit Schachbrettmuster (Armani Casa) – das findet man auch in der Fußgängerzone von Jüterbog. Am besten war allerdings, wie er seine Traumwohnung beschrieb: „Wenn ich umziehe, werde ich meine neue Bude in komplett neuem Look einrichten: Es wird eine Mischung aus den frühen 80er-Jahren kombiniert mit Barock und Rokoko.“ Derartige Wohnverhältnisse wünscht man niemandem. Doch was ihm an Geschmack mangelt, macht er durch Fleiß wieder wett. Er ist überall präsent. Kein VIP-Event, ohne dass man Gefahr läuft, an Michalskys Ohrringe zu stoßen.

Foto: Max Lautenschläger 

Mehr über Cookies erfahren