Stadtleben

Tu was: Die taz wird 30

Tu was!, dachten sich die Gründer der „taz“ vor 30 Jahren und schufen eine selbstverwaltete, linke Tageszeitung als Sprachrohr der außerparlamentarischen Opposition. Zum Geburtstag zeigt sich die „taz“ in Sachen Umwelt, Integration, Frauen- und Familienpolitik oder Menschenrechte kritisch wie eh und je und gönnt sich ein reiches und diskussionsfreudiges Veranstaltungsprogramm: Unter dem schönen Titel „Nie mehr Porsche, nie mehr Schnitzel?“ wird die Klimakultur besprochen. Die offene Frage „Wer fürchtet sich vor dem Islam?“ klärt sich im Streitgespräch. „Freiheit statt Angst“ wird zum Thema Überwachung propagiert, und ob es „Gute Kapitalisten?“ gibt, wird ebenfalls diskutiert.

Auf der langen Liste der Referentinnen und Referenten, die aktuelle gesellschaftliche Themen verhandeln, finden sich Meinungsmacher wie Sonia Mikich und Stefan Niggemeier, die Publizistin Necla Kelek, der Soziologe Richard Sennett oder Daniel Cohn-Bendit und Jürgen Trittin als Veteranen des linken und Wolfgang Schäuble als Vertreter des konservativen Spektrums.
Wolfgang Niedecken singt „Sonx aus Köln, Berlin, New York un Jottweiswo“, Harry Rowohlt und Ralf Sotscheck lesen im Vormitternachtsklub und Maria Sveland us „Bitterfotze“. Starkoch Wam Kat kümmert sich um Rezepte zur kulinarischen Weltverbesserung und DJ Tobias Rapp legt auf.

Text: cwu

Foto (2): Detlef Werth

Klaus HillenbrandLesen Sie außerdem im tip 09/09 unser Interview mit Klaus Hillenbrand, taz Journalist und Chef vom Dienst, über den Papst, Neonazis und gute Überschriften

Tu was – Freiheit & Utopie tazkongress 2009
17.-19.4.
Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten;
Programm und alle Infos unter www.30jahre.taz.de
Tickets tazshop, Rudi-Dutschke-Straße 23, Kreuzberg, Tel. 25 90 21 38, 20-60 Ђ

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