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Stadtleben

Was wir in diesem Sommer unbedingt noch machen wollen

Nur noch zwei Tage Tage Sommer! Wir haben mal für euch aufgeschrieben, was ihr bis zum Ende der wärmsten Jahreszeit unbedingt noch machen solltet. Jetzt wird’s aber höchste Zeit!

Gummi geben

Foto Kai von Kotze

An schwülen Tagen, wenn nur noch die Nähe zum Wasser hilft, werden die Spree und der Landwehrkanal zu Berlins Canal Grande. Auf der Oberfläche versammelt sich dann ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, vom Ausflugschiff bis zur Rave-Fähre. Wer smart ist, schlängelt sich einfach mit einem Gummiboot durch den zähfließenden Verkehr. Vorteil: So eine Boje kostet im Discounter nur ein bisschen mehr als 50 Euro. Und Treibstoff braucht man auch nicht – außer ein paar Flaschen Radler. WU

Landwehrkanal

beliebte Strecke: ab Urbankrankenhaus, Kreuzberg, bis Estrel Hotel, Neukölln


Obst pflücken

Foto: 2017 wronge57 / Photocase

Frisch, frischer, selbst gepflückt! Von der Hand in den Mund schmeckt’s einfach am besten. Im Berliner Umland gibt es viele Selbstpflückefelder, auf denen man sich den Bauch mit frischen Beeren vollschlagen kann. In Ahrensfelde etwa die Felder der Pomona Gartenbau: Von den mitgebrachten Gefäßen lässt man erst das Leergewicht wiegen, dann geht’s ab aufs Feld. Naschen nicht vergessen! HO

Pomona Gartenbau

Helenauer Weg 2, Ahrensfelde, Mo–So 8–19 Uhr (letzter Einlass: 18.30 Uhr), Obst-Info-Tel. 0338–75 71 33, www.pomona-gartenbau.de


Von Berlins schönstem 10-Meter-Turm springen

Vom Zehner runter. Ins Blaue hinein. Ein Sprung, nein: ein Fall, der wie Liebe sein muss, er geht durch den Magen. Damals, als Kind, im Freibad Pankow, nur einmal bange vom Fünfer getaumelt. Nie höher getraut. Jetzt ist dort der Turm amputiert, seit Jahren, bleibt nur noch die die 7,5-Meter-Plattform als höchster Fall. Aber diesen Sommer soll es, muss es soweit sein, die Bringschuld am eigenen Ego: einmal die zehn Meter ­komplett, Rausch der Höhe. Wenn nicht im Pankow der Kindheit, dann im schönsten Bad der Stadt, Sommerbad Olympiastadion, diesem grandios-brutalen Bau. Abwärts vor leeren Rängen. Aber den Kopf voller Applaus. RIK

Sommerbad Olympiastadion

Olympischer Platz 3, Charlottenburg, tgl. 7-20 Uhr,  Eintritt 5,50/ erm. 3,50 €


Digital Detox im märkischen Funkloch machen

Immer erreichbar, immer im News Feed. Immer schlimmer. Abschalten? Ja klar, könnten wir. Könnten. Sollten auch. Irgendwann mal. Nein, es muss andersherum gehen. Digital Detox auf die harte Tour. Aus den märkischen Funklöchern hilft dir kein 700-Euro-Smarthphone ­hinaus. Am besten ein Funkloch mit Seeanschluss. In Waldnähe. Am Obersee nahe Lanke zum Beispiel, Landkreis Barnim, nördlich von Berlin. ­Zumindest laut Funklochmelder Brandenburg, da hatte Brandenburgs CDU mal eine gute Idee. Mehr als 20.000 Funklöcher sind dort gemeldet. Da ist für jeden eines dabei. RIK

www.funkloch-brandenburg.de


Kunst im Freibad

Drinnen Installationen und Videokunst, draußen Kinderlärm und der vertraute Geruch von Chlor: Im Sommerbad Humboldthain hat die Kuratorin Nele Heinevetter ein verglastes Imbisshäuschen in einen kleinen Kunstraum verwandelt. Fünf Jahre lang soll der Projektraum Tropez, in dem auch Performances, Lesungen, Konzerte und ­Diskussionen stattfinden, Kunst mitten hinein in den ­lauten Weddinger Alltag tragen. Entwarnung an Traditionalisten: Neben der Gruppenausstellung „Pool“ (bis 3.9.) und einer Mini-Bibliothek bietet der Kunstkiosk auch Pommes und Getränke. JL

Foto: Clemens Porikys, www.clemens.berlin

Tropez im Sommerbad Humboldthain

Wiesenstr. 1, Wedding, Mo–So 10–18 Uhr, www.tropeztropez.de


Mit der Familie auf den Montage-Eberkran steigen

Bei einer Fahrradtour mit Kindern müssen viele Dinge berücksichtigt werden: Das Ziel muss gut erreichbar sein. Die Strecke sollte abseits vom Autoverkehr liegen und eher flach sein. Natur mit Tieren sollte vorkommen. Und noch ein paar spannende Attraktionen zum Rumtollen. Für Berliner lautet die Lösung: auf nach Eberswalde. Das ist mit der Regionalbahn (Fahrradmitnahme!) gut erreichbar. Radwege entlang des Finowkanals bieten ungefährdete Touren durch Wald-, Feld und alte Industrielandschaften. Und mit dem zentral gelegenen Familiengarten Eberswalde wird ein Start oder Ziel geboten, das von einer Riesenrutsche über einen ­Märchenwald bis hin zum Montage-Eberkran (mit Aussichtsplattform!) spannende Vergnügungen bietet. EA

Familiengarten Eberswalde

Am Alten Walzwerk 1, 16227 Eberswalde, tgl. 10-18 Uhr (bis 31.10.), Eintritt: 4 €/ 2 €, www.familiengarten-eberswalde.de


Eine Wundertüte kaufen

Foto: Eva Apraku

Sie sind die Katze im Sack und – nicht nur – für Kinder eine stete ­Verheißung: Wundertüten, wie man sie mit meist billigstem Plastikspielzeug oder Süßigkeiten gefüllt am Kiosk für wenig Geld kaufen kann. Und die doch nur wiederholte Enttäuschungen bieten. Ganz anders die Wundertüten von Anja Heinemann, einer Berlinerin mit tausend Talenten. Die zugetackerten, mit tollen Kollagen und Colorationen verzierten Packpapiertüten enthalten Dinge aus dem Sammlerinnenkosmos der Künstlerin. Was das genau ist, werden manche nie erfahren: Die kleinen Kunstwerke sind zu schön, um sie durch Öffnen zu zerstören. EA

Tüte bei Spätkauf Sorjenpause

Choriner Str.12, Mitte, tgl. 9–0 Uhr, zu haben für 5 €


Im Autokino träumen

Foto: Jule Roehr

Schon klar. Berlin ist Fahrradstadt, Autos sind sowas von 20. Jahrhundert, und unsere Zukunft findet in verkehrsberuhigten Zonen statt. Nur im Kino ist es mit der Ruhe nicht weit her. Links kennt einer schon das Filmende, vorn lärmen Benimm-Freaks, das Paar hinter einem hat gerade entgegengesetzte Ansichten. Im Autokino dagegen macht man die Fahrzeugtür zu, und dann ist da nur noch die Leinwand, der Film und eine Begleitung nahe am Herzen. Sicher, auch  Autokinos sind voll 20. Jahrhundert. Aber früher war auch nicht alles schlecht. RIK

Autokino Berlin Schönefeld

Umgehungsstr. 1, Schönefeld, Eintritt 7 € plus Mindestverzehrbon 5,50 €

Bärliner Autokino

Kurt-Schumacher-Damm 207, Reinickendorf, Eintritt 10 € (incl. 0,33l-Flasche Cola)


Eine ruhige Kugel schieben

Ab dem späten Nachmittag sind sie da. Packen ihre Kugeln aus, wischen drüber, der Stahl muss glänzen. Dann ergibt ein Wurf den anderen. Dort, wo der kleine Holzball liegt, die Zielkugel, das „Schweinchen“. Anfänger und Fortgeschrittene. Am Paul-Lincke-Ufer lassen sie die Kugeln knallen, seit vielen Jahren,  auf der Höhe zwischen Forster und Liegnitzer Straße. Aber nicht nur dort. Pétanquistan ist überall. In der ganzen Stadt. Man kann auch eine Flasche Rotwein dazu mitnehmen. Und Schokoladenkuchen. So verliert es sich schöner. Immer mit der Ruhe. RIK

Foto: F. Anthea Schaap

Berliner Bouleorte

nach Bezirken sortiert: www.berlinboule.de/ort/ort1.htm


Durch den Mais irren

Der Großstädter verirrt sich gern und oft. Im Straßendschungel. Im Nachtleben. Enstpannter endet, wer sich im Grünen verläuft. Auf dem Kinderbauernhof Marienhof in Ribbeck gilt es, sich den Weg durch ein 20.000 Quadratmeter großes Maislabyrinth zu ­bahnen. Zwar versichern die Betreiber, dass bisher alle kleinen und großen Besucher den Weg aus dem Irrgarten rausgefunden haben – wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, kann für 2 Euro einen Geländeplan kaufen. Der Clou: Bleibt der Umschlag mit der Karte ungeöffnet, bekommt man sein Geld zurück. JL

Fotos Maislabyrinth Ribbek

Kinderbauernhof Marienhof

Marienhof 1, 14641 Nauen / OT Ribbeck, Mo–So 11–17.30 Uhr, Eintritt 3,50/ erm. 2,50 €, www.maislabyrinth-ribbeck.de


Re-Fake-Fashion bestaunen

Kinshasa-Collection, WaMu
Foto by Dorothee Wenner

Sollten Sie diesen Sommer zufällig in Kinshasa, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, verbringen, könnte folgendes passieren: Während Sie Ihren Wagen vorsichtig durch die plötzlich erdunkelte Mega-City lenken – der Strom ist mal wieder ausgefallen – springt Ihnen mit einem Mal ein junger, raffiniert gestylter Mann vors Auto. Ein Sapeur, vielleicht Djo Shongo, Betreiber einer „Boutique Ambulante“, der als sein eigenes Model soeben einen Auftritt vor Ihrem Auto-Scheinwerferlicht inszenierte, um auf die von ihm vertriebene, glamouröse Re-Fake Fashion aufmerksam zu machen. Steht ein Aufenthalt in Kinshasa derzeit nicht auf Ihrer Agenda, dann dürfte wenigstens ein Besuch im Haus der ­Kulturen der Welt drin sein. Dort wird das Dokumentarfilmprojekt „Kinshasa Collection“ von Dorothee Wenner präsentiert. Mit Modenschau der ­kongolesischen Fashion-Influencer. Und ihrem unnachahmlichen Re-Fake-Fashion-Stil, bei dem etwa aus gefälschten Mode-Labels und Second-Hand-Fashion ein neuer Look kreiert wird. EA

Haus der Kulturen der Welt

John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten, Fr 11.8., 19 Uhr, Tickets 14/ 12 €


Hoffest mit den Nachbarn organisieren

Auch wenn man sich sonst nur sporadisch im Hausflur begegnet oder sich wegen stetem Wechsel überhaupt nicht kennt – es bereichert jede Hausgemeinschaft, sich ab und an oder zumindest einmal im Jahr zu treffen und gemeinsam einen drauf zu machen. Am besten im Sommer, wenn der Hof grün und das Wetter schön ist. So einfach geht’s: Aushang mit drei möglichen Terminen zum Ankreuzen im Flur anbringen. Auf Rückmeldung warten. Dann dazu eine Liste zum Eintragen für was-wer-mitbringt aushängen. Und Losfeten. SuSchi
Viel Spaß!


Inselurlaub machen

Insel Berlin
Foto: Kulturhaus Insel Berlin

Auf einer Insel, die der Jugend gewidmet ist, sollte man schöne Dinge tun. Faulenzen, in den Himmel gucken, sich verlieben. Oder: bei Sonnenuntergang weitgereisten Singer-Songwritern lauschen, etwa bei den „Insel Sessions“ auf der Insel der Jugend (2.8., ab 18 Uhr). Doch nicht nur mit Konzerten bespielt das Team von kulturALARM die Abteiinsel: Vor verwunschener Kulisse finden auch Filmscreenings, Poetry Slams oder Lesungen statt. Der dunklen Seite der Nacht huldigt man beim „Witch Rave“ am 18.8. ab 20 Uhr mit Performances und Techno. JL

Insel der Jugend

Treptow, Infos und Programm: www.inselberlin.de


Eine Alpaka-Wanderung machen

Foto: Alpaka-Erlebnisfarm „Willeminenhof“

Eisbär Knut, Panda Meng Meng: Der Berliner, so scheint es, braucht sein Trendtier. Doch hübsche Exoten gibt es auch in Brandenburg: Auf der Erlebnisfarm Willeminenhof in Deetz an der Havel können ­Tierfreunde Wanderungen mit Alpakas, Guanakos – den Urahnen der domestizierten Lamas – und Minipferden unternehmen. Feste Öffnungszeiten gibt es nicht, die von den Farmbetreibern Ulrike und Hartmut Winter ­geleiteten Touren werden individuell gebucht. Wer mehr über die ­zotteligen Andenbewohner erfahren mag, kann sich bei einer Hof­führung weiterbilden. JL

Alpaka-Erlebnisfarm Willeminenhof

Zum Königsberg, 14550 Deetz/ Havel, Infos und Anmeldung unter www.alpaka-erlebnisfarm.de


Streetfood auf dem Teufelsberg essen

Im Jahr 1850 meldete der Apotheker Heinrich Zeise aus Altona seine „mobile Feldküche“ zur Versorgung von Soldaten zum ­Patent an – die „Gulaschkanone“ war geboren. Fast 170 Jahre später hat seine Erfindung den Weg in die Foodie-Szene Berlins geschafft. Auf dem Teufelsberg, am Fuße der ehemaligen US-Abhörstation, betreibt ein junges Team die Streetfood-­Station „Kanonenfutter“. Diese bietet neben klassischen Eintöpfen auch vegetarische Suppen, dazu Getränke – und einen Panoramablick über den Grunewald. JL

Teufelsberg
Foto: Harry Schnittger

Auf dem Teufelsberg

Teufelsseechaussee 10, Grunewald, www.kanonenfutter-berlin.de


In der Rollerdisko feiern

Foto: S036

Es kann schon auch mal krachen. „Do you hear the sound/ When I hit the ground?”, singt das Berliner Duo Gurr in seiner Rollschuh-Hymne „Rollerskate“. Aber was macht das bisschen Geschepper, wenn der Sound stimmt? In der monatlich stattfindenden Rollerdisko im SO36 wird retro-like zu Hip-Hop, Funk und Boogie aufgetanzt – auf acht Rädern, versteht sich. Wer keine Rollschuhe hat, kann sie sich vor Ort gegen Gebühr leihen. Und bevor die Tanzfläche zum Skaten freigegeben wird, gibt es für alle Neulinge eine Einführung. Damit der krachende Sound nur aus den Boxen kommt. JL

Rollerdisko im SO36

Oranienstr. 190, Kreuzberg, jeden 3. Montag im Monat,  nächster Termin: Mo 18.9., Einlass 19 Uhr, Roller-Dance-Lessons  20.30 Uhr, Party ab 21 Uhr, Eintritt 5 €, www.so36.de


Bei König Otto trinken

Das Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei in Neukölln ist eine Insel im sonst wuseligen Bezirk. Über die im letzten Jahr ­eröffnete Treppe in der Neckarstraße ist das Plateau nun endlich auch vom Rathaus Neukölln aus bequem zu erreichen. Neben dem Circular Economy House-Projekt des Agora Kollektivs, dem KINDL – ­Zentrum für zeitgenössische Kunst und der Privatbrauerei Rollberg gibt es mit dem neu eröffneten König Otto nun auch einen Biergarten mit ausreichend Freiluftsitzplätzen. Immer samstags um 17 Uhr bietet Berliner Unterwelten e.V. eine Führung durch die Kellergewölbe des geschichtsträchtigen Geländes an. SuSchi

Kindl Brauerei Neukölln

Werbellinstr. 50, Neukölln; koenig-otto.com


Draußen tanzen

Wild Tanzen kann man in verqualmten Darkrooms oder miefigen Kellergewölben das ganze Jahr über. Die warmen Nächte des Jahres dagegen laden zum ausgelassenen Schwofen unter freiem Himmel ein. Und enden im Idealfall mit rhythmischer Morgengymnastik in der aufgehenden Sonne. Wer es nicht auf eines der vielen um Berlin herum stattfindenden Open-Air-Festivals schafft, findet in Freiluft-Locations wie Else und Ipse passende Tanzpartner, Strandkörbe zum Chillen, Bier vom Fass und Sand zum Füßedrinvergraben. SuSchi

Else

An den Treptowers 10, Treptow, Biergarten: Mi–Sa ab 16 Uhr, Club: immer sonntags ab 12/14 Uhr, else.tv; Trauensteiner vom Fass

Ipse

Vor dem Schlesischen Tor 2b, Kreuzberg, veranstaltungsabhängig, ipse-berlin.de


Mit Hipstern cornern

Bis vor ein paar Jahren war der Alfred-Scholz-Platz so ­unglamourös wie sein Name, der einem Neuköllner ­Bürgermeister aus dem frühen 20. Jahrhundert gehört. Heute ist das Areal an der Karl-Marx-Straße ein ­angesagtes Pflaster. Irgendwo müssen ja die Hipster aus dem Kiez abends cornern – bevor sie später in den Clubs ihre ­Vintage-Hemden durchschwitzen. Die meisten kommen immer Mittwoch abends, wenn Indie-Zausel oder Soul-Diven eine Offene Bühne betreten und die Fläche in eine Klangschale verwandeln. WU

Foto: Spotlight Talent e.v.

Alfred-Scholz-Platz

An der Karl-Marx-Straße, Neukölln, Termin: Mi abends


Frische Hühnereier holen

Foto: Hartmut Babst

Ein Ökohof, so glauben Großstädter, glänzt durch die Abwesenheit von Technik. Beim Jugendökohof Crussow ist das, spätestens seit diesem Frühjahr, anders. Denn dessen Hühnermobil ist ein Hightech-Stall, der sich ganz den Bedürfnissen der eierlegenden Tiere anpasst: Bevor eine Wiese leer gepickt – und mit zu vielen krankheitserregenden Exkrementen ­versehen – ist, zieht das solargesteuerte Hühnermobil schon zur nächsten Wiese. Samstags, sonntags und feiertags können Besucher das Hühner­mobil besichtigen (um 14.30 Uhr) und dort Eier entnehmen. EA

Jugend-Ökohof in Crussow

Felchower Str. 15, 16278 Angermünde / OT Crussow,  weitere Informationen unter: www.jugend-oekohof-crussow.de


Folge XXIII von Rohkunstbau nicht verpassen

An der Decke tummeln sich die Putten in prächtigen Blumengirlanden, während darunter der große Stein viel zu schwer für das kleine Trampolin ist (Elmgreen & Dragset) oder zwei Ritter samt Pferden aus Alufolie grimmig gucken (Toshihiko Mitsuya). „Die Schönheit im Anderen“ ist der Titel der 23. Ausgabe von Rohkunstbau, die traditionelle Sommer-Kunstausstellung im Berliner Umland. 50 Prozent der Attraktion sind Arbeiten der elf Künstler, 50 Prozent die Location: 2017 das Barockschloss Lieberose.SD

Schloss Lieberose

bis 10.9., Schlosshof 3, 15868 Lieberose, Sa+So 12–18 Uhr, 8 €


Beim Foodsharing-Festival downsizen

Ob Kleidung oder Nahrungsmittel: Eigentlich haben wir von allem mehr als genug. Und weil Teilen das neue Haben ist, werden beim Foodsharing-Festival nicht nur gerettete Lebensmittel in Form gemeinsamer Mahl­zeiten geteilt. Auch das Wissen um Minimalismus und Nicht-Konsum, Abfallvermeidung beziehungsweise perfekte Mülltrennung, um Swing Lindy-Hop oder Barfußlaufen wird in kostenlosen Workshops allen Interessierten zugänglich gemacht. Bei der Kleiderwandel-Station von Greenpeace können schöne Anziehsachen zudem abgegeben – und gratis mitgenommen werden. EA

Malzfabrik

Bessemer Str. 2–14, Tempelhof, 18.–20.8., Umsonst-Tickets unter: www.foodsharing-festival.org


Den Filmsommer im Spreewald genießen

Foto: Verein Für Film Und Medienpaedagogik Cottbus e.V.

In Brandenburg sieht es bezüglich der Versorgung mit qualitativer Kinoware nicht gerade gut aus. Dagegen geht der „Spreewälder Filmsommer“ seit dem 3. Juni punktuell vor, mit Freiluftveranstaltungen an diversen Orten. Und dass nicht der übliche Mainstream­müll zu sehen ist, dafür sorgt die Programm­abteilung des FilmFestivals Cottbus. So läuft etwa am 11. August um 21.30 Uhr im Schloss Groß Leuthen das sehenswerte Coming-of-Age-Drama „4 Könige“ und einen Tag später um 21 Uhr die Komödie „Parada“ im Haus Burglehn in Lübben (bis zum 6.10.). MS

Diverse Orte im Spreewald

www.spreewaelder-filmsommer.de


Schnitzel an der Spree essen

Ein Ausflug zur Milchbar im Funkhaus Nalepastrasse lohnt nicht nur wegen dem vorzüglichen Wiener Schnitzel, sondern auch wegen des Drumherums. Auf dem weitläufigen ­Funkhausgelände herrschen nämlich weder Gedränge noch innerstädtische Hast, stattdessen frische Luft und meditatives Vogelgezwitscher. Mit Kaffee, Biolimo oder eben Schnitzel findet man auf breiten Holzsofas Platz. Direkt an der Spree und mit Blick auf ­vorbeituckernde Boote, Flosse und die üppig begrünte Insel Bullenbruch. JL

Milchbar im Funkhaus

Nalepastr. 18, Oberschöneweide, Mo–Fr 10–20 Uhr, Sa+So 11–20 Uhr

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