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Dokumentation „Reise zum Horizont“ im Kino in Berlin

Hm, vermutlich habe ich einen anderen Film gesehen. Nämlich einen, der in erster Linie viele schöne Aufnahmen vom Paragliding in attraktiven Landschaften zeigt – leider stets von jener Art säuselnder Fahrstuhlmusik untermalt, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn die Leichtigkeit des Seins beschworen werden soll. Viel mehr passiert eigentlich nicht.
Zwar sind die beiden Protagonistinnen, die heute 37-jährige Weltklassesportlerin Ewa Wisnierska und die mittlerweile 70-jährige Fluganfängerin Dörte Schwarz, zweifellos sympathisch, doch ihre vermeintlich große Freundschaft bleibt im Film bloße Behauptung, und die Erkenntnisse, die sie aus ihren Flugerlebnissen ziehen, erscheinen weniger existenziell als vielmehr banal: dass man – jeweils im Rahmen seiner Fähigkeiten – den eigenen Ehrgeiz auch einmal zügeln muss, um heil wieder zu landen. Vielleicht muss man ja selbst ein begeisterter Paraglider sein, um diesen Film richtig zu verstehen.

Text: Lars Penning

Zwiespältig


Reise zum Horizont
Deutschland 2008; Regie: Thomas Latzel; Farbe, 106 Minuten

Kinostart: 25. Dezember 2008

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