Stadtleben

Drive now – Car Sharing in Berlin

„Drive now“ – das bald einjährige Car Sharing-Angebot von BMW i, MINI und Sixt, zeigt, wie man auch ohne eigenes Auto mobil sein kann. Fast in der ganzen Stadt Berlin stehen bis auf wenige Randbezirke rund 300 BMWs oder Minis zur freien Verfügung.

Wie funktioniert „Drive Now“?
Gemietet werden kann ein Auto auf drei Arten. Erblickt man eines auf der Straße, so kann am Drive-Now-ID Lesegerät an der Windschutzscheibe abgelesen werden, ob es frei ist oder nicht: Leuchtet es grün, so ist das Fahrzeug frei, bei Rot muss weitergesucht werden. Dies kann mittels der App für smartphones oder via Website erledigt werden. Beide Varianten zeigen die nächstmöglichen, verfügbaren Fahrzeuge an.
Ist ein Fahrzeug gefunden, einfach mit dem elektronischen Fahrzeugschlüssel, den jeder Nutzer bei Anmeldung kriegt, öffnen, PIN eingeben, Sauberkeit und Schadenzustand des Fahrzeugs bewerten und losfahren. Erst jetzt beginnt die Berechnung der Nutzungszeit.

Der Vorteil an „Drive-Now“ ist, dass der Rückgabeort keineswegs auch der Anfangsort sein muss! Die Fahrzeuge müssen lediglich innerhalb der Stadtflotte bleiben, ein Berliner „Drive-Now“-Fahrzeug darf also nicht in München oder Düsseldorf abgestellt werden, wo „Drive-Now“ je auch eine Flotte hat. Bei Fahrtende wird die Miete am Bordcomputer im Innern des Autos selber per Klick beendet und das Fahrzeug irgendwo im Geschäftsbereich Berlin geparkt, ausgenommen sind reine Anwohnerparkzonen und Parkzonen mit Parkuhr. Dank spezieller Abkommen mit der Stadt können „Drive-Now“-Fahrzeuge auf öffentlichen Parkplätzen mit Parkscheinautomat kostenlos abgestellt werden. Den Parkschein ersetzen spezielle Handyparkvignetten. Über diese rechnet die Stadt Berlin dann die Parkkosten direkt mit „Drive-Now“ ab. Nebst Parkscheinkosten lassen den „Drive-Now“-Nutzer auch die stetig steigenden Benzinpreise kalt, denn das Tanken ist inklusive.

Wie viel kostet das?
Mitglied werden kann man mit einer einmaligen Anmeldegebühr von 29 Euro, mit etwas Glück erwischt man eine Aktion und kann sich noch billiger anmelden. Danach fallen keine Grundgebühren mehr an, man bezahlt nur noch für tatsächlich in Anspruch genommene Leistungen. Pro Minute kostet die freie Mobilität 29 Cent, wenn die Fahrt unterbrochen wird noch 10 Cent pro Minute. Dies ist nützlich, wenn man mit dem Auto einkaufen geht und sicher sein möchte, dass man die Einkäufe auch wieder mit heimfahren kann. Ohne Fahrtunterbrechung, also bei Abmeldung, könnte in der Zwischenzeit schon ein anderer Nutzer das Fahrzeug gemietet haben – und man steht mit vollen Einkaufstüten vor dem Einkaufszentrum – ohne Auto.
In den 29 Cent sind also Benzin, Versicherung, Wartung der Fahrzeuge und Parkplatzgebühr enthalten. Die Nutzung rechnet „Drive Now“ minutengenau ab.

Zusätzliche Kosten könnten anfallen, wenn die StVO nicht eingehalten wird, zum Beispiel auf Behindertenparkplätzen oder im Halteverbot geparkt wird. Je nach Selbstbeteiligungswunsch an der Vollkasko-Versicherung können auch an dieser Stelle weitere Gebühren anfallen.

Anmelden
Man kann sich online anmelden oder gleich mit dem Führerausweis bei einem der „Drive-Now“-Registrierungsstationen, die in ganz Berlin verteilt sind, vorbeigehen. Dort wird ein elektronisch lesbarer Aufkleber auf den Führerausweis geklebt: Das ist ab sofort der Fahrzeugschlüssel.
Wichtig: Bei „Drive-Now“ kann nur mitmachen, wer eine gültige Kreditkarte besitzt, da die Abrechnung über Kreditkarten läuft.

Text: Laila Schläfli

Mehr: www.drive-now.com/

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