Einbrüche in Berlin: Darf ich in mein eigenes Haus einbrechen?
Rund 8.500 Wohnungen und Häuser werden jährlich in Berlin von Einbrechern heimgesucht. Dabei schlagen sie nicht nur nachts zu. Auch am späten Vormittag oder frühen Nachmittag steigt so mancher Krimineller in das Zuhause eines anderen ein.
Wer verdächtige Aktivitäten beobachtet, sollte natürlich die Polizei anrufen. Doch was passiert eigentlich, wenn sich der vermeintlich dreiste Einbrecher als der Wohnungs- oder Hausbesitzer selbst entpuppt?

Der Einbruch ins eigene Zuhause ist keine Straftat
Die folgende Situation haben Sie vielleicht auch schon einmal erlebt. Sie gehen aus der Tür heraus, weil Sie die Zeitung holen oder mit dem Nachbarn ein Schwätzchen halten wollen. Plötzlich fällt die Wohnungs- oder Haustür hinter Ihnen ins Schloss – und Sie haben keinen Schlüssel dabei. Was nun?
Ein Mann aus Rathenow – rund 70 Kilometer westlich von Berlin – fand 2025 eine Lösung für das Problem. Er brach in seine eigene Wohnung ein und löste damit einen Polizeieinsatz aus. Doch droht ihm eine Strafe, wenn er praktisch Täter und Opfer in einem ist?
Tatsächlich nicht. Der Einbruch ins eigene Zuhause ist keine Straftat. Das bedeutet jedoch nicht, dass dabei keine gravierenden Sachschäden entstehen können. Sinnvoller ist es daher, einen Profi um Hilfe zu bitten, wenn man vor verschlossener Tür steht.
Tipp: Sie fragen sich, was eine Türöffnung bei zugefallener Tür in Berlin kostet? Gehen Sie einfach zur Homepage vom BSD Schlüsseldienst und verschaffen Sie sich einen Überblick.
Tipps für Vergessliche: Was hilft, wenn Sie draußen sind, der Schlüssel aber drinnen liegt?
Ist der Alltag mal wieder besonders hektisch, bleiben manche Dinge unbeachtet liegen. Etwa der Haustürschlüssel auf dem Flurtisch. Meist erinnert man sich erst wieder an ihn, wenn die Tür bereits ins Schloss gefallen ist. Den Schlüsseldienst zu rufen oder gar einen eigenen Einbruchsversuch zu starten, kostet Zeit, Geld und im letzten Fall auch einige Nerven.
Sinnvoller ist es da, im Ernstfall einen Ersatzschlüssel parat zu haben. Natürlich sollten Sie ihn weder unter Ihrem Fußabtreter noch auf dem Türrahmen verstecken. Dort ist er viel zu leicht auffindbar und praktisch eine Einladung für alle, die sich Zugang zu Ihrer Wohnung verschaffen wollen.
Tipp: Wer sich vor einem Einbruch schützen möchte, sollte auch kein Schlüsselversteck im Garten einrichten. Schließlich sind die meisten Einbrecher erfahren genug, um selbst die kreativsten Verstecke ausfindig zu machen. Gelangen sie dann mit dem Ersatzschlüssel ins Haus und räumen dieses aus, bleiben Sie unter Umständen auf dem Schaden sitzen. Denn bei grob fahrlässigem Handeln zahlt die Versicherung nicht.
Stattdessen sollten Sie den Ersatzschlüssel bei einer Person hinterlegen, der Sie vertrauen. Vorzugsweise natürlich dem Nachbarn oder einem Freund, der in der Nähe wohnt. So haben Sie den Schlüssel schnell zur Hand, wenn Sie sich einmal versehentlich aussperren.
Sind Schlüsselboxen eine sichere Lösung?
Wohnungs- und Hausbesitzer mit Garten haben sich vielleicht schon einmal überlegt, einen Schlüsseltresor hinter dem Haus anzubringen. Darin wird der Ersatzschlüssel aufbewahrt. Zugang dazu bekommt nur derjenige, der den richtigen Zahlencode eintippt.
Was nach einer smarten Lösung klingt, kann sich allerdings ebenfalls als Sicherheitsrisiko entpuppen. Denn viele Schlüsselboxen – vor allem die günstigeren – halten einer groben Krafteinwirkung kaum stand. Folglich können Einbrecher sie mit dem richtigen Werkzeug aufbrechen und leicht an den Schlüssel gelangen.
Tipp: Insbesondere, wenn Sie in den Außenbezirken Berlins wohnen, sollten Sie von einer Schlüsselbox absehen. Denn gerade in Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf oder Reinickendorf sind die Fallzahlen von Wohnungseinbrüchen besonders hoch.