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Rabattaktion zum Equal Pay Day 2010 in Berlin

Pünktlich zum internationalen Frauentag am 8. März machte der „Spiegel“ mobil – und zwar für Jungs, die nur bei Müttern groß werden. Jahre später litten sie öfter unter Depressionen als ihre Kumpel, die jeden Morgen mit Mami und Papi am Esstisch sitzen dürfen. Das mag in einigen Fällen stimmen – aber der Umkehrschluss, dass die Frauenförderung schuld am Männerproblem sein soll, ist absurd. Denn nach wie vor sitzen Männer und nicht etwa Frauen in den Aufsichtsräten großer Firmen. So weist etwa der Equal Pay Day auf die Tatsache hin, dass Frauen immer noch weniger Geld für gleiche Arbeit verdienen als ihre männlichen Kollegen.

In diesem Jahr beträgt der geschlechtsspezifische Lohnabstand satte 23 Prozent – ein Prozent schlechter als im letzten Jahr. Deutschland bildet damit eines der Schlusslichter in der Europäischen Union, in der Frauen nach jüngsten Statistiken rund 17,4 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, so der Verband Business and Professional Women (BPW) Germany in Berlin. Die Gleichstellungsbeauftragten der Berliner Bezirke haben sich zusammen mit dem Frauen Computer Zentrum Berlin e.V. (FCZB) und dem Business and Professional Women Germany Club für diesen Tag eine besondere Aktion einfallen lassen. Sie riefen Restaurants, Geschäfte und Cafйs dazu auf, Frauen am 26. März einen Rabatt von 23 Prozent einzuräumen. Wer sich daran beteiligt erfahren Sie HIER, in der linken Seitenspalte, sortiert nach Bezirken. Und nach einem billigen Kaffee kann man dann zum Reichstag spazieren. Die Initiative „Rote Tasche“ hat zu einer Kette rund um das Gebäude aufgerufen. Mit den roten Taschen soll auf die roten Zahlen in den Portemonnaies von Frauen aufmerksam gemacht werden.

Text: Britta Geithe
Foto: Margot Kessler/Pixelio

Equal Pay Day am Freitag, 26. März 2010

www.equalpayday.de/

www.23-prozent.de/

http://berlin.business-on.de/

www.rotetasche.de/

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