Stadtleben

Fünf Fragen an Larissa Laternser

Larissa Laternsertip Warum haben Sie den Bierpinsel gekauft?
Larissa Laternser Meine Mutter, Tita Laternser, hat den Bierpinsel erworben, um Berliner Geschichte zu erhalten. Wir möchten, dass das 70er-Jahre-Pop-Art-Gebäude wieder bewundert wird.

tip Die Fassade wurde von Street-Art-Künstlern neu gestaltet. Äußerlich ist das Projekt Turmkunst abgeschlossen. Wie geht es innen weiter?
Laternser Im Winter eröffnen Berliner Szenegastronomen auf drei Etagen mit einem spannenden Konzept. Unsere Gäste können sich auf hochwertige Gastronomie, Kunst, Kultur und einen sensationellen Ausblick freuen.

tip Was für Leute kommen derzeit in den Bierpinsel?
Laternser Ein Designer aus Mitte trinkt hier neben einer älteren Steglitzer Dame einen Kaffee, dazwischen entdeckt ein Tourist aus Prenzlauer Berg eine Zeichnung, die er schon immer haben wollte. An der Bar unterhalten sich derweil zwei Professoren vom Max-Planck Institut. Das Publikum könnte nicht bunter sein.

tip Funktioniert es, kunst- und musikinteressierte Jungberliner in die nicht gerade hippe Schloßstraße zu locken?
Laternser Am Anfang haben nur Wenige an das Projekt geglaubt. Inzwischen berichten Blogs weltweit über das Projekt. Kürzlich wurde mir sogar ein Magazin aus Hong Kong geschickt, in dem über Turmkunst geschrieben wurde.

tip Sie investierten viel Geld in die Sanierung des Gebäudes. Warum dieses Risiko?
Laternser Es ging darum etwas zu bewegen, zu beweisen, dass sich Risiken manchmal lohnen. Mittlerweile glaube ich an die Schloßstraße, sie blüht gerade richtig auf. Der Turm steht mitten drin, da kann nicht viel schiefgehen.

Interview: Maria Seack

Foto: just-just.ekosystem

Schloßturm, Schloßstr. 17, Berlin-Steglitz, Tel: 81 82 73 93, Kunstkaffee und Ausstellung: Di-So 12-20 Uhr, Eintritt frei, www.turmkunst.de

Ende Juli erscheint im Jaron Verlag das Buch „TURMKUNST. Street Art XXL“, Preis: 26 Euro

Mehr über Cookies erfahren