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Fußball-Weisen: Hans Meyer vs. Moritz Rinke

Abstiegskampf? Ja, nicht so schön. Gras fressen, bis der Arzt kommt. Beißen. Kennt Hans Meyer alles, Trainerlegende, der er nun mal ist, 67. Gladbach hat er gerettet, Hertha auch mal. Die jetzt eine heftige Aufholjagd vorhat, am 30. Januar im ersten Heimspiel 2010 ausgerechnet gegen Gladbach. Hätte Meyer auch machen können, wenn er gewollt hätte, der Rentner. Was sollte den Mann schon noch schrecken?
Als junger Trainer, mit 29 in Jena, saß ihm Georg Buschner im Na­cken, sein Vorgänger, beinharter Hund. Wer das durch hat, nimmt alles mit Humor. Deshalb hätten Reporter für seine Interviews Kulturtaxe berappen müssen. Bonmots, soweit der Block reicht. Fast Lyrik. So ist der Dramatiker Moritz Rinke bei den Berliner Lektionen am 24. Januar ein Gesprächspartner auf Augenhöhe, unter dem Titel: „Wenn man Rosen auch im Stadion züchten könnte.“ Rinke, auch Stürmer der deutschen Autoren­national­mann­schaft, sollte dabei vor Meyers Spott sicher sein. Der trainierte ihn dort mal. Und Hans Meyer hat sich noch schützend immer vor seine Spieler gestellt. Allen Ernstes.

 

Text: Erik Heier

Renaissance-Theater Knese­beckstraße 10, Charlottenburg, So 24.1., 11.30 Uhr,
Tickets: 10/7,50 Ђ, www.berlinerfestspiele.de

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