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Die gemütlichsten Orte Berlins: Kerzen, Kakao und Klaviermusik

Text: Daria Rabes
Veröffentlicht am: 23.12.2025
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Selbst wenn es draußen kühl ist, bleibt es hier bei Kerzenlicht, Klaviermusik und heißer Schokolade immer kuschelig. Liebevoll geführte Programmkinos, kerzenbeleuchtete Stuben, Orte für Kaffee und Drinks sowie kleine Theater: Das sind unsere Empfehlungen für die gemütlichsten Spots der Stadt.


Italienischer Kerzenschein und Antipasti in der Bar Nonno

Die Schönheit einer einfachen Mahlzeit in der Bar Nonno. Foto: Marianne Rennella

Ein Besuch in der Bar Nonno ist für gemütlichkeitsliebende Trinker:innen wärmstens zu empfehlen. Warmes Kerzenlicht und liebevoll zusammengewürfelte Sitzgelegenheiten sorgen für eine wohlige Atmosphäre. Die Bar gibt es zwar erst seit 2023 in der Akazienstraße, doch sie hat die Räumlichkeiten und den gelebten Charme des früheren Romantica übernommen. Die kleine, regelmäßig wechselnde Karte bietet bunte Drinks wie einen Arancia Fizz oder italienische Biere. Zum Lambrusco der renommierten Cantina di Carpi e Sorbara bestellt man am besten Gnocchi fritti. Wie ein Italienurlaub mitten in Schöneberg.


Heimkino-Feeling im kleinen B-ware!Ladenkino

Das kleine Kino ist ein sehr gemütlicher Ort. Foto: b-ware! Ladenkino
Das kleine Kino ist ein sehr gemütlicher Ort. Foto: b-ware! Ladenkino

Das kleine Kiezkino am Boxhagener Platz ist ein Wohlfühlort, vor allem, wenn es draußen grau ist. Rote Lichtpunkte tanzen auf den Wänden, Kronleuchter und Diskokugeln hängen über den samtroten Sofas. Wer schon etwas vor Filmstart dort ist, kann im Vorraum an der Bar Kakao, Whiskey oder Snacks bestellen und es sich auf den Sesseln bequem machen. Wer seine Kinoabende lieber oldschool zuhause veranstaltet, findet dort unter dem Namen „Filmkunst“ etwas, das ansonsten aus dem Stadtbild verschwunden ist: eine Videothek, in der rund 16.000 Filme auf DVD ausgeliehen werden können.


Eine ruhige Kugel schieben bei Tante Lisbeths Kegelbahn

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Wie bei Oma im Keller: Aber Tante Lisbeth hat eine Kegelbahn. Foto: Tante Lisbeth

Dieses holzverkleidete Lokal ist im Kiez sehr beliebt. In rotes Licht getaucht versinken Gäste hier in durchgesessenen Sofas, die doch erstaunlich bequem sind. Nicht nur durch großzügige Drinks, sondern vorallem durch seine charmante Kegelbahn besticht das Tante Lisbeth. Hier wird nicht wie beim Bowling mit bunten Anzeigetafeln und animiertem Applaus der Strike gefeiert, sondern ganz in Ruhe Kugel nach Kugel gerollt. Der kleine Raum ist perfekt für einen gemütlichen Ausflug mit Freund:innen – wenn mehr als eine Gruppe dort ist, wird es schnell recht kuschelig. Falls ihr lieber woanders kegeln möchtet, haben wir dafür natürlich weitere Empfehlungen und zeigen euch gute Orte zum Kegeln in Berlin.


Den Tag verträumen im Café Sonne

Cafe Sonne in Charlottenburg. Foto: Marlene Giesecke
Cafe Sonne in Charlottenburg. Foto: Marlene Giesecke

Im Sommer, wenn man mit einem kalten Limoncello Spritz unter der gelb-weißen Markise sitzt, fühlt sich das Café Sonne ein wenig nach Italien an. Im Winter erinnert es an „The Holiday“. Leise Musik dudelt, und der Duft von schokoladigem Espresso zieht durch das gemütliche Hinterzimmer des Cafés. Dort, umgeben von Bildern an den Wänden, lässt es sich in Büchern versinken, Freund:innen treffen oder das Home Office für einen Tag unter Menschen verlegen. An manchen Sonntagen wird gemeinsam gebastelt: Wer mag, setzt sich einfach dazu und gestaltet glitzernde Adventskarten oder Deko-Sterne. Dazu gibt es eine warme vegane Zimtschnecke, einen Kakao oder eine Tasse klebrigen Glühwein. Gemütlicher geht es kaum.


Wohnzimmer für alle: Villa Neukölln

In der gemütlichen Villa Neukölln finden auch mal Konzerte statt. Foto: Andreas Haas/[email protected]

Die gemütliche Villa Neukölln ist Café, Bar und Community-Treffpunkt in einem. Im Grunde genommen also ein glitzerndes Kiez-Wohnzimmer mit gemütlichen Sofas im vorderen Bereich. Hinten befindet sich der Ballsaal, wo es etwas turbulenter zugeht. Donnerstags ist hier Swing-Abend, auch sonst stehen Konzerte, Zaubershows oder Familientage auf dem Programm.


Pelmeni und Pianoklänge im Restaurant Pasternak

Zuerst durch Prenzlauer Berg schlendern, dann einkehren im Restaurant Pasternak: Hier, direkt am Wasserturm, fühlt man sich in ein friedliches Russland zurückversetzt – in Zeiten, in denen das Land vor allem wegen Literatur und Hochkultur in aller Munde war. In den stuckverzierten Räumen werden authentische Pelmeni serviert (in Brühe gekochte Teigtaschen mit saurer Sahne). Da wird einem sofort wohlig warm. Wer noch etwas länger bleibt, kommt in den Genuss eines unaufgeregten Klavierkonzerts, wenn der Stamm-Pianist des Hauses bei Kerzenschein alte Melodien klimpert. 


Platten durchstöbern im Dodo Beach

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Plattenläden sind ganz schön gemütlich. Wir empfehlen Dodo Beach in Schöneberg. Foto: Imago/POP-EYE/Peng

Dodo Beach ist unweigerlich einer der schönsten Plattenläden der Stadt. Die Mitarbeiter:innen sorgen mit Klassikern und Neuerscheinungen für eine angenehme Hintergrundmusik für das Durchforsten der langen Regale. Auf den ersten Blick wirkt Dodo Beach recht klein, doch innen verstecken sich mehrere Räume. Ein Nachmittag in dem gemütlichen Schöneberger Laden vergeht wie im Flug. Weitere Plattenläden in Berlin zeigen wir euch übrigens hier.


Drinks bei Kerzenlicht in der Dachkammer

Die Dachkammer ist mindestens so gemütlich wie der Dachboden bei Oma und Opa, auf dem man als Kind Höhlen gebaut oder alte Fotos durchgestöbert hat. Foto: Imago/Steinach

Das Café Dachkammer, namensgebend ihre Lage in der Simon-Dach-Straße, gehört zu den gemütlicheren Bars in einer sonst recht trubeligen Gegend. Sogar die Backsteinwände sehen im Kerzenschein angenehm warm aus, zwischen Holzvitrinen und Retrolampen ist es besonders im Herbst und Winter angenehm. Im Obergeschoss gibt es verwinkelte, abgetrennte Räume, schummriges Licht und große Sofas.


Eine Vorstellung im Kleinen Theater ist wie ein kuscheliger Familienabend

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Das Label passt zum Inhalt: Das Kleine Theater ist ein wirklich überschaubares, niedliches Theaterhaus. Foto: Imago/Iko Freese/DRAMA-Berlin.de

Mit genau 99 Sitzplätzen und einer winzigen Bar hält das Kleine Theater, was es verspricht. Während der Vorstellung darf man Getränke am Platz trinken. Nach einer Aufführung kommt kommt man, allein dank der überschaubaren Publikumsgröße, schnell mit den Schauspieler:innen oder anderen Besucher:innen in Kontakt. Ein absolutes Juwel in Friedenau, das einen Theaterabend zu einem gemütlich-vertrauten Erlebnis macht.


Nah bei den Künstlern und trotzdem bequem: Im Zig Zag Jazz Club

Gedimmtes Licht, kuschelige Sessel, gute Musik: Im ZigZag lässt sich Zeit verbringen. Foto: ZigZag
Gedimmtes Licht, kuschelige Sessel, gute Musik: Der Zig Zag Club ist das Jazz-Wohnzimmer von Friedenau und Schöneberg. Foto: Zig Zag

Noch ein weiterer der gemütlichsten Orte Berlins liegt im beschaulichen Friedenau. Im Zig Zag Jazz Club werden Jam Sessions und Konzerte veranstaltet. Die Anwohner:innen kommen vor allem dienstags gerne zur Session, wenn verschiedene Künstler:innen gemeinsam improvisieren. Im Wohnzimmer-Setting ist es hier gemütlich vertraut. Jeder Abend hier verfliegt, im Eintrittspreis sind auch zwei Drinks inbegriffen. Wer jetzt Lust auf einen Ausflug bekommen hat: Hier sind 12 Gründe, nach Friedenau zu fahren.


Satt werden im urigen Restaurant Austria

Der gemütliche Gastraum des Restaurant Austria in Kreuzberg ist selbst im Winter schön warm, und vor allem duftet es. Nach Kaiserschmarrn und Schnitzel. Hier werden auch Spinatknödel mit Parmesansplittern und saisonal eine leckere Kürbissuppe serviert. Mit den holzvertäfelten Wänden und langen Kerzen auf jedem Tisch gehört das Austria zu den gemütlichsten Lokalen in Berlin.


Konzerte unterm Kronleuchter im Pianosalon Christophori

Massimo Rodari
Es muss nicht immer die Philharmonie sein. Gemütlicher ist allemal der Piano Salon Christophori. Foto: Imago/Massimo Rodari

Normalerweise sind Industriebauten selten einladend. Der Piano Salon Christophori n den Uferhallen hingegen schon. Er zählt – ganz anders, als die Stahltür des ehemaligen Straßenbahndepots vermuten lassen würde – zu den zauberhaftesten Orten Berlins. Das Wellblechdach fällt kaum auf, Besucher:innen werden sofort in den Bann der kerzenbeleuchteten Konzertlocation gezogen. Auf einer etwas erhöhten Holzbühne stehen Flügel, die teils vor Ort restauriert wurden, ringsherum stehen Sessel, hängen gerahmte Bilder und Kronleuchter. Dieser alternative Konzertsaal kann sich wirklich sehen lassen. Besonders charmant wird er dadurch, dass alte Flügel vor Ort in der Werkstatt auch liebevoll repariert werden.


Heiße Schokolade in Märchenstimmung bei Winterfeldt Schokoladen

Das gemütliche Hinterzimmer bei Winterfeld Schokoladen. Foto: Gene Glover
Das gemütliche Hinterzimmer bei Winterfeldt Schokoladen. Foto: Gene Glover

Gibt es ein gemütlicheres Getränk als heiße Schokolade? Bei Winterfeld Schokoladen bekommt ihr sie auch noch in äußerst gemütlichen Räumlichkeiten im äußerst gemütlichen Akazienkiez. Die ehemalige Gründerzeit-Apotheke ist bis unter die Decke gefüllt mit Regalen und Schränkchen voller Schokolade. Unter den Pralinensorten befinden sich abenteuerliche Varianten wie Gin Fizz, Blutorange-Avocado (vegan) und Kaktusfeige. Der Laden selbst ist so wunderschön, dass man sich fühlt wie in einem Märchen – der perfekte Ort für eine Trinkschokolade.


Zeitunglesen im stuckverzierten Gastraum: Repke Spätzlerei

Das Lokal Repke ist ein ganz schön uriger Ort. Foto: Repke Spätzlerei/Stefan Krappweis

Berlins beste Adresse für schwäbischen Essen, und noch dazu eine der gemütlichsten. Das kleine Lokal nahe dem Savignyplatz serviert Maultaschen, Käsespätzle und Flammkuchen, an der Wand hängen Zeitungen im Holzhalter und die Tische sind im US-amerikanischen Diner-Stil. Ehe man sich versieht, ist man Stammgast in diesem urigen Lokal.  


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