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City West Berlin: Eine Zeitreise in 12 Fotos durch den Neuen Westen

In Berlin gibt es unendlich viele Möglichkeiten, um Shoppen zu gehen. Trotzdem ist und bleibt die City-West einer der beliebtesten Orte in Berlin, um an Geschäften entlang zu flanieren und einen Teil vom Monatsgehalt auf den Kopf zu hauen. Hier gibt es das KaDeWe, das Bikini und den Kurfürstendamm. Noch heute kann man hier einen Hauch von Glanz des Westens spüren.


Das Kaufhaus des Westens auf der Tauentzienstraße bei Nacht. Foto: ca. 1957 ; imago images / serienlicht

Der „Neue Westen“ entwickelte sich als Gegenstück zum alten Stadtzentrum in Berlin-Mitte während der Kaiserzeit (um 1895) zum neuen Geschäfts- und Vergnügungszentrum. Dafür erhielt die Gegend 1882 durch den Bahnhof Zoologischer Garten einen Anschluss  an das Schienennetz der Kaiserstadt und kurz darauf eröffneten auch das Theater des Westens 1895 und 1907 das Kaufhaus des Westens. Dadurch fand die Gegend um den Kurfürstendamm, Breitscheidplatz und die Tauentzienstraße bei den Bewohner*innen immer mehr Gefallen. Zwischen 1924 und 1929 in den „Goldenen Zwanziger Jahren“ herrschte in Deutschland ein Wirtschaftsaufschwung und der Neue Westen wurde zum Synonym der Blütezeit. Dann allerdings kam die große Wirtschaftskrise, das Ende der Weimarer Republik, die dunklen Nazi-Jahre.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Berlin in Ost und West aufgeteilt und die Gegend wurde zum Zentrum von West-Berlin. Die Schäden, die durch den Krieg entstanden waren, ließen Baulücken zurück und führten zu Modernisierungen. Viele neue Hochhausbauten und autogerechte Wege veränderten das Stadtbild rund um den Breitscheidplatz.

Nach der Wiedervereinigung konnten die Berliner*innen nun auch wieder auf andere Flaniermeilen zurückgreifen, wie die Friedrichstraße und den Alexanderplatz. Jedoch behielt die City West auch weiterhin den Status als wichtiges Einkaufsviertel in der Stadt, da sie das größte Kaufhaus (KaDeWe) und zahlreiche exklusive Geschäfte vorweisen konnte.

Heute haben vor allem viele Investoren Gefallen an dem Viertel gefunden. Seit 2010 wurden hier aufwendige und luxuriöse Gebäude errichtet, wie zum Beispiel das Zoofenster und das Waldorf Astoria. Auch das Bikini Haus wurde aufwendig erneut und „Bausünden“ wie das alte Ku’damm-Eck entfernt. Seit 2015 wird auch der Bahnhof Zoologischer Garten aufwendig saniert, um ihn vom Schmuddelimage der 1980er Jahre zu befreien.


Bahnhof Zoologischer Garten

Schon damals war der Bahnhof Zoologischer Garten ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Foto um ca. 1935; imago images / Arkivi
Auch heute dient der Bahnhof vielen Touristen*innen und Städter*innen, um in die Einkaufsstraßen zu gelangen. Foto: imago images / Schöning (2019)

Tauentzienstraße 

Die Tauentzienstraße mit der noch intakten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Foto ca. 1935 ; imago images / Arkivi
Reger Verkehr auf der Tauentzienstraße. Die Straßen sind voll mit kauflustigen Gästen. Foto ca. 1990; imago images / Heiko Feddersen
Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in der Tauentzienstraße vor dem Umbau. Foto ca.1990 ; imago images / Heiko Feddersen

Bikini Haus

Das Bikini Haus ca. 1964. Foto: imago images / serienlicht
Nach dem Umbau und mit dem Waldorf Astoria im Hintergrund. Foto 2019 ; imago images / Schöning

Kranzler Eck

Das Kranzler Eck ca. 1976. Foto: imago images/ Gerhard Leber
Heute erkennt man die Ecke kaum wieder. Im Hintergrund sieht man das Zoofenster (rechts) und das Waldorf Astoria (links). Foto: imago images / Uwe Steinert

Zoo Palast

Der Zoo Palast auf der Hardenbergstraße 1990. Foto: imago images / Heiko Feddersen

Beate Uhse

DDR-Bürger vor dem Sexshop Beate Uhse in Berlin ca. 1989. Foto: imago images / Jürgen Ritter
Das „Aschingerhaus“ mit dem Erotikfachgeschäft an der Kreuzung Kantstraße und Joachimstaler Straße musste einem Neubau weichen. Foto: imago images / PEMAX

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