Kommentar

„Gesundheit!“ von Eva Apraku

Auf dem Weg in die Redaktion mache ich mich täglich zum Affen: Mein Fahrrad fährt auch tagsüber mit Licht, ich trage einen Helm, Schutzhandschuhe und, selbst bei strahlendster Sonne, immer eine Warnweste. Bloß kein Unfall! Logisch, dass ich nur verkehrsarme Schleich- und damit viele Umwege nehme. Nicht nur wegen der Sicherheit, sondern auch, weil jeder Kilometer mehr der Fitness  – und damit der Gesundheit – dient.

Eva Apraku

Wer als Kassenpatient je um einen Termin bettelnd an der Praxistür eines Berliner Facharztes klopfte  und auf einen Zeitpunkt in einigen Monaten vertröstet wurde, wird verstehen, was ich meine: Auf keinen Fall krank werden! Denn es hat schon etwas sehr Demütigendes, hartgesottenen Praxisangestellten die eigene Notlage erläutern und um einen halbwegs absehbaren Termin feilschen zu müssen.
Doch laut der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin (KV) gibt es dieses Terminproblem in Berlin eigentlich gar nicht: Die Hauptstadt ist mit Ärzten überversorgt. Warum nur hat der „eigene“ Orthopäde oder Dermatologe dann erst in vielen Monaten einen Termin für mich oder die Meinen? Vielleicht, weil eine etwa gleichbleibende Anzahl niedergelassene Ärzte in Berlin 35 Prozent mehr Behandlungsfälle durchführt als noch vor zehn Jahren? Die alternde Gesellschaft, der aktuelle Babyboom, aber auch immer mehr Termine zur Vorsorge fluten die Praxen mit Patienten. Doch was nützt die schönste Vorsorge, wenn im Akutfall kein Termin mehr frei ist? Ich wünsche Ihnen deshalb: Bleiben Sie gesund! Und vergessen Sie nicht, tüchtig in die Pedalen zu treten!

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