Stadtleben

Getanzte Merkwürdigkeiten

Wenn Männer tanzen, ist das so eine Sache. Ich kenne Frauen, die haben Angst davor mit ihrer Verabredung eine Tanzfläche zu betreten.Da gibt es diese Bilder, die man nicht ‚mal eben so’ aus dem Gedächtnis löschen kann, die – einmal gesehen- für immer haften bleiben, besonders wenn es sich dabei um Badnews handelt.

Vielleicht hat die Verabredung bis hierhin einen super Eindruck hinterlassen: ist intelligent, mit großartigem Humor ausgestattet und verfügt über eine ähnliche Ausstrahlung wie Sean Penn.
Wie unendlich enttäuschend muss es da sein, wenn sich der Eindruck auf der Tanzfläche nicht nur relativiert sondern -nach einigen, wenigen Tanzschritten- für alle Ewigkeit, unwiderbringlich zerstört ist!

Respekt vor dem ersten Tanzgang ist also berechtigt, denn wenn dem Körper erst einmal das Wort erteilt wird, ist es mit der Schönrederei vorbei und mitunter wird man mit Fakten konfrontiert, nach denen man nie gewagt hätte, zu fragen – und häufig sind besagte Badnews darunter.
Die werden beim Tanzen in Form von Subtexten mitgeliefert. Ein ansprechender Tanz sagt vielleicht : „Hallo, ich bin sexy und schlau gleichermaßen!“ Dies erkennen sie an harmonischen, komplexen Bewegungsabläufen.

Manchmal allerdings kommt es vor, dass der Körper ganz andere Dinge spricht, als der dazugehörige Mann vorhin noch an der Bar, und auf der Tanzfläche plötzlich berichtet wird: „Mein Leben ist so öde.“ (gleich bleibende und monotone Bewegungen.).Oder er verrät : „Ich leide unter frühzeitigen Verschleißerscheinungen der Gelenke.“(häufige Entlastungsschritte und angespannte Gesichtszüge) – vielleicht ruft er ihnen auch ganz unvermittelt zu: „Wow- Seit Ewigkeiten habe ich das hier nicht mehr gehabt- und Sex übrigens auch nicht! “ (Sie wissen’s, wenn sie’s sehen.)

Dennoch wäre es falsch zu behaupten, Männer könnten generell nicht Tanzen, denn es gibt hervorragende Tänzer unter ihnen und ein Blick, beispielsweise zur Breakdancern genügt um den Ruf wiederherzustellen. Zudem kann man auch ‚Frau’ bei getanzten Merkwürdigkeiten beobachten (natürlich nicht annähernd so häufig wie Männer). Die frohe Botschaft kommt nun aus England. Wie eine britische Tageszeitung berichtet, hat ein Verhaltenspsychologe dieses Problem erkannt und professionell angepackt.
Dr. Peter Lovatt hat unterschiedliche Tanzstile hilfloser Männer in Nachtclubs untersucht. Er fand in zahlreichen Tests heraus, welche Tanzstile bei Frauen besonders gut ankommen bzw. welche für die weibliche Welt unzumutbar scheinen. Demnach könnte eine Faustregel für den Mann lauten: Zeige Abwechslung, Dominanz und unterschiedliche Bewegungen von Ober- und Unterkörper!
Und wem diese Beschreibung immer noch zu unkonkret ist, der kann sich folgendes Video anschauen – hier zeigt der Doktor persönlich, wie’s geht:

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