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Glücksfaktor Wohnung: So treffen Mieter in Berlin die richtige Wahl

Manche Städte in Deutschland haben einen sehr großen Zulauf, sodass Interessenten sich ausreichend Zeit nehmen sollten, um die richtige Immobilie zu finden. Das gilt besonders für die Metropole Berlin, die jedes Jahr neue Menschen anlockt, die ihrem Charme verfallen. Ob Miete oder Kauf, eine ausführliche Recherche ist notwendig, um ein böses Erwachen nach der Wohnungssuche zu vermeiden. Da Wohnungssuchende in der Regel eine dauerhafte Wohnlösung anstreben, sollten sie lieber etwas wählerisch sein, um ihre Entscheidung nicht nach wenigen Monaten wieder zu bereuen.

Foto: noelsch / pixabay.com

Der passende Kiez – wo soll die Wohnung liegen?

Singles oder Pärchen haben es bei dieser Frage recht leicht, denn sie müssen sich nur nach ihren eigenen Bedürfnissen richten. Gibt es ein Lieblingsviertel, wo liegt die Arbeitsstelle und soll vielleicht die Familie in der Nähe leben? Wer bereits Kinder hat, muss auch die Versorgung mit Kindergärten und Schulen berücksichtigen. In Berlin gibt es viele selbstverwaltete Kinderläden, was die Suche etwas einfacher macht.

Mit dem „richtigen“ Viertel steht und fällt das Wohnungsglück. Hier ein paar weniger bekannte Stadtteile und ihre typischen Eigenschaften:

  • Wilmersdorf ist einer der grünsten Stadtteile Berlins, fast die Hälfte des Bezirks ist mit dem Grunewald bedeckt. Hier gibt es wunderbare repräsentative Altbauten im wilhelminischen Stil, eine meist konservative Nachbarschaft und hohe Immobilienpreise.
  • Besonders angenehm wohnt es sich ebenfalls im gepflegten Steglitz-Zehlendorf. Hier gibt es viele Familien und Studenten und die perfekte Mischung aus bürgerlichem Schick und urbanem Lebensgefühl.
  • Die perfekte Anbindung an Mitte und dennoch ruhig in einem schönen Altbau wohnen? Dann sollte die Wahl auf Tempelhof-Schöneberg fallen.

Privatvermieter oder Wohnungsbaugesellschaft?

Der richtige Vermieter ist ein wichtiger Faktor beim Wohnungsglück und sollte schon vor der Besichtigung unter die Lupe genommen werden. Jeder Mieter möchte wissen, dass er immer einen Ansprechpartner hat, wenn es mal Wünsche rund um die Wohnung gibt.  Neben Fragen nach dem Waschmaschinen-Anschluss, der Heizenergie und einem Balkon ist die nach einer kompetenten Gebäudeverwaltung besonders wichtig. In einem Online-Ratgeber bestätigt der Hausverwalter Grand City Property, dass eine intensive Vorbereitung für die Wohnungsbesichtigung entscheidend ist.  

Im Allgemeinen sollten sich Mieter mit dem richtigen Vermieter gut versorgt fühlen. Bei der GCP gibt es bspw. einen Mieterservice, der rund um die Uhr erreichbar ist und somit auch im Notfall schnell reagiert.

Wie hoch darf die Miete sein?

Eine der wichtigsten Fragen bei der Wohnungssuche, welche die Entscheidung maßgeblich beeinflusst. In der Regel heißt es, dass die Miete ein Drittel des monatlichen Einkommens nicht überschreiten sollte. Auch Vermieter orientieren sich an diesem Wert, sodass es meist vergebliche Liebesmüh ist, sich auf eine zu teure Wohnung zu bewerben. Das ist auch verantwortungsvoll, denn die restlichen Kosten müssen auch abgedeckt sein.

Wie groß soll die Wohnung sein?

Manchmal ist es Liebe auf den ersten Blick, wenn man in einem geräumigen Berliner Altbau mit Schiebetüren und meterhohen Decken steht. Für das durchschnittliche Pärchen sind jedoch zwei bis drei Zimmer ausreichend: ein Wohn. und ein Schlafzimmer und ein Arbeitszimmer, das später zum Kinderzimmer umfunktioniert werden kann. Oder, für moderne Beziehungen, ein Zimmer für jeden und ein gemeinsamer Raum. Große Wohnungen erzeugen hohe Nebenkosten, denn diese werden nach Quadratmeter abgerechnet. Zudem muss mehr Fläche beheizt werden, was ins Geld gehen kann. Achtung auch bei sehr hohen Decken. Hier lassen sich zwar prima Hochbetten einbauen, aber da Wärme nach oben steigt, erhöhen sie den Energiebedarf.

Positiv auf den Vermieter wirken

Neben der Lohnabrechnung ist der persönliche Eindruck entscheidend. Daher sollten Wohnungssuchende sich zur Besichtigung am besten natürlich kleiden, pünktlich erscheinen und das Lächeln nicht vergessen. So wirken sie gleich sympathisch und erhöhen ihre Chancen, berücksichtigt zu werden. Rückfragen verdeutlichen das Interesse an der Wohnung.

Besichtigung bei Tageslicht

Leider ist es nicht immer möglich, eine Immobilie bei Tageslicht zu besichtigen, denn oft kann der Termin erst nach Feierabend wahrgenommen werden. Eventuell gibt es jedoch eine ausreichende Beleuchtung vor Ort, was gerade an trüben Wintertagen wichtig ist. Dabei sollten besonders die Bereiche wie Küche und Bad unter die Lupe genommen werden, die manchmal etwas feucht sein können.

Gibt es bereits eine Küche oder kann die eigene mitgebracht werden? Dann sollte der Raum gleich bei der Besichtigung ausgemessen werden, um zu sehen, ob die Küche passt. Das gilt auch für andere Möbel, von denen man sich nicht trennen möchte. Viele Wohnungen haben eine Badewanne, manche nur eine Dusche. Es ist eine Frage der persönlichen Prioritäten, was man bevorzugt. Die Fenster sollten nach Möglichkeit dem neusten Standard entsprechen, also mindestens doppelt, besser dreifach verglast sein. Durch die Fenster entweicht sonst viel der teuer erzeugten Wärme.

Ist die Wohnung modern(isiert)?

In älteren Gebäuden gibt es manchmal Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel, zudem sind die Heizkosten höher, denn die Dämmung und Fenster sind nicht optimal. Die Energieeinsparverordnung sieht vor, dass alle Häuser sparsamer werden sollen und beschäftigt sich mit dem Einsparpotenzial der verschiedenen Maßnahmen.

Manchmal ist die Elektrik außerdem nicht auf dem neuesten Stand. In einer modernisierten Wohnung gibt es hingegen ausreichend Steckdosen und eine optimale Dämmung (ein Energieausweis verschafft Aufklärung). Das hält die Nebenkosten im Zaum, die einen deutlichen Anteil an der Miete ausmachen. Auch die Art der Wärmeerzeugung ist von Bedeutung. Nachtspeicheröfen erzeugen etwa sehr hohe Kosten und sind nicht mehr zeitgemäß. Natürlich kann auch eine vorherige Nebenkostenabrechnung dabei helfen, die kommenden Kosten einzuschätzen. Das ist aber nur dann aussagekräftig, wenn das Objekt nicht monatelang Leerstand hatte.

Fazit: Niemand sollte die erstbeste freie Immobilie wählen, sondern ein Objekt suchen, das mit den eigenen Bedürfnissen harmoniert. So wird die Wohnung zum Glücksfaktor.

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