Stadtleben

Hauptstadtmeisen

FutteralexVielen gefiederten Freunden mag es bei Berliner Minusgraden wie dem Piepmatz in Helge Schneiders „Meisenmann“ gehen. Total überfordert mit der Nahrungsbeschaffung für seine Familie und am Rande des Nervenzusammenbruchs. Abhilfe schafft der von den Architektinnen Jennifer und Melanie Nölken entwickelte Futteralex, der für alle Meisenmägen und Anhänger des ästhetischen Modellbaus eine helle Freude ist. Die Idee, Vogelfutterstellen zu gestalten, kam den Produktdesignerinnen, als sie auf dem Alexanderplatz den dreisten Großstadtspatzen zusahen und sich vorstellten, wie sie auf Landebahnen berühmter Flughafenarchitektur landen und starten würden. Da sich die entworfenen Flughafenmodelle als zu teuer erwiesen, um sie als Vogelhäuser zu verkaufen, blieb man bei dem aus einer Modellbauorgie hervorgeganenen Zufallsprodukt, was dem abgebrühten Gemüt der Großstadtvögel sicher sehr entgegenkommt. Der Futteralex ist unten mit einem Holzstäbchen versehen, das man in die Erde stecken kann. Der Meisenknödel kann, nachdem er abgefressen wurde, durch einfaches Herausziehen der roten Antenne ausgetauscht werden. So muss kein Piematz hungrig ins Nest. Die patriotische Futterkrippe für Berliner Metropolenvögel gibt es für 14,50 Ђ im Kunstschule Shop.

Text: fal

Kunstshop Hufelandstr.13, Prenzlauer Berg, Mo – Fr 10.30 – 20.00, Sa von 11.30 – 18.00, Tel. 29 77 93 61

Mehr über Cookies erfahren