Stadtleben

Ich war ein Flüchtling

Elisabeth_Kaneza_DvBElisabeth Kaneza,?26 – Pressereferentin

Ihre Stimme ist dunkel, ihr Auftreten hat etwas Respekteinflößendes. Die aus Ruanda stammende Politologin, die in Maas­tricht und Berlin studiert hat, ist gewohnt, vor Leuten zu sprechen. Bereits als Jugendliche hat sich Elisabeth Kaneza in Nordrhein-Westfalen in interkulturellen Projekten hervorgetan. Außerdem ist sie Vorsitzende des Vereins Ruanda Connection, der sich in Sachen Friedensförderung und Empowerment engagiert. Elisabeth Kaneza spricht neben Deutsch, Englisch, Französisch und ihrer Muttersprache Kinyarwanda auch noch etwas Holländisch und Spanisch, sie arbeitet als Pressereferentin in der Botschaft von Ruanda.

Dass die junge Frau heute für das Land arbeitet, aus dem sie 1994 als Siebenjährige floh, ist kein Widerspruch: „Unsere Familie ist nicht vor dem Land geflohen, sondern vor den Umständen. In Ruanda waren es Nachbarn, die im Zusammenhang mit dem Genozid zu Mördern wurden.“ Weil ihr Vater als Stipendiat in Deutschland studierte, konnte er die Familie – Kaneza hat drei weitere Geschwister – als Besucher herholen: „Wir mussten niemals Asyl beantragen und lebten auch in keinem Asylheim.“ Trotzdem waren die ersten Jahre schwierig.

„Niemand wird freiwillig Flüchtling“, betont sie. Kanezas Eltern mussten sich in Deutschland mit der Existenzsicherung, der Ausländerbehörde – und dem typischen Flüchtlingstrauma, geliebte Menschen verloren zu haben, auseinandersetzen. Und die Kinder mit einem neuen Land, einer anderen Sprache und – Rassismus: „Es gab Lehrer, die einen schon ,von Natur aus‘ als intellektuell weniger leistungsfähig eingestuft haben.“ Aber „es gab auch Lehrer und andere Mentoren, die an mich glaubten und mich förderten“. Dies und die Unterstützung ihrer bildungsbewussten Eltern seien für ihren Weg von entscheidender Bedeutung gewesen.

Ihr Flüchtlingshintergrund war für Elisabeth Kaneza auch im Studium prägend. Ihren Master hat sie zum Thema Konfliktforschung/Konfliktprävention gemacht. Sie weiß, dass Länder wie Kenia oder Tansania deutlich mehr Flüchtlinge als Deutschland aufnehmen. Und sie sieht die Bundesrepublik „als ein von Werten geleitetes Land“ in der Pflicht, Flüchtlingen und den Konfliktländern bestmöglich zu helfen. „Was mein Land betrifft: Es sind die einstigen Flüchtlinge, die jetzt beim Wiederaufbau wichtige Arbeit leisten.“

Fabien_Thokmeni_DvBFabien Thokomeni,?20 – Fußballer

Fußballer Abwehrspieler kennt man im Fußball als ziemliche Brecher. Fabien Thokomeni, rechter Verteidiger beim Berliner Traditions-Club Tennis Borussia (TeBe), kann mit so einer Beschreibung nicht gemeint sein: Der Kameruner misst 1,68 Meter. Dass Thokomeni seit seinem Debüt Mitte 2012 bei den „Veilchen“ trotzdem für Aufsehen sorgt, liegt daran, dass er das gesamte Spielgeschehen auf dem Platz überblickt – und jederzeit auf gefährliche Offensive umschalten kann. Außerdem rackert er, als ginge es nicht um eine Tabellenposition in Liga 6, sondern um die Teilnahme an der Championsleague.

Dabei war Thokomeni bis vor wenigen Monaten noch Asylbewerber, floh 2009 aus einem Land, das seit über 30 Jahren von dem nun 80-jährigen Paul Biya diktatorisch regiert wird. Dass er in Berlin die Möglichkeit bekam, erst für den SV Falkensee, dann für Tennis Borussia im Amateurfußball zu spielen, brachte Struktur in seine Woche: Thokomeni durfte als Flüchtling weder arbeiten noch sich weiterbilden. Er dankte es den beiden Vereinen mit fußballerischem Einsatz. Nur als seine Mutter im fernen Kamerun schwer erkrankte – Thokomeni ist der Älteste von drei Geschwistern, sein Vater lebt nicht mehr – und sein Asylverfahren in die entscheidende Phase kam, war er den Belastungen nicht mehr gewachsen. „Ich konnte kaum schlafen, ständig kreisten Gedanken in meinem Kopf“, sagt er. Sein deutscher Freund Lukas half.

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Er begleitete mich zu Ämtern, übersetzte.“ Nach dem dritten Gerichtstermin erhielt Thokomeni dann endlich einen Aufenthaltstitel.
Nun steckt er allerdings in einem anderen Dilemma: Einerseits will er die TeBe-Fans nicht enttäuschen, die für seine Situation stets Verständnis hatten und ihn oft unterstützten. Andererseits braucht er einen Broterwerb, will aus seinem Hobby einen Beruf machen. Nicht zuletzt, um seine Familie in Kamerun zu unterstützen. Nun hofft er auf einen Wechsel in den bezahlten Fußball. 

Osman_Tekin_DvBOsman Tekin,?26 – Pädagogischer Leiter im Jugendzentrum

Für die Manege, ein Jugendzentrum beim Campus Rütli, ist Osman Tekin ein Hauptgewinn. Der pädagogische Leiter des multikulturellen Treffpunktes spricht mit Deutsch, Arabisch, Türkisch und Englisch alle wichtigen Sprachen, um hier jedem das Gefühl zu geben, verstanden zu werden. Der gebürtige Libanese fällt auch durch seine gelassene Art auf. Dabei grenzt dieser Charakterzug an ein Wunder: Seit seine Eltern 1989 mit dem damals Dreijährigen nach Deutschland geflohen waren, hat man ihnen stets zu verstehen gegeben, hier nicht erwünscht zu sein. 2005 sollte ich ‚freiwillig‘ das Land verlassen“, sagt er. „Dabei bin ich hier aufgewachsen.“ Trotzdem musste er nach dem mittleren Schulabschluss seine angefangene Tischlerlehre aufgeben.

Sein Glück war, dass die damaligen Leiter der Manege sich für ihn einsetzten, ihn motivierten, statt der Ausbildung Abitur zu machen. Außerdem informierten sie die Presse und Härtefallkommission, wenn er, wie 2007, ausgewiesen werden sollte. Tekin: „Damals, ich war auf der Fachoberschule, war ich in Abschiebehaft.“ Tekin hat kein Verständnis dafür, dass Politiker einerseits fordern, Ausländer sollten sich integrieren, seine Eltern aber jahrelang weder einen Sprachkurs besuchen noch arbeiten durften. Obwohl Tekin 2009 sein Abi bestand, durfte er nicht studieren. Erst 2011 erhielt er eine Aufenthaltsgenehmigung, konnte 2012 das Studium aufnehmen und sich erst 2013 sicher sein, seine Eltern nicht durch Abschiebung zu verlieren: 24 Jahre nach ihrer Einreise erhielten sie endlich ihre Papiere. „Viel zu spät“, findet Tekin.

Afghanistan_DvBMariam Tutakhel,?38 – Referentin im Auswärtigen Amt 

Als Tochter eines Polizeioffiziers, der gegen das Regime war, flüchtete die sechsjährige Tutakhel 1981 mit ihrer Familie aus Kabul nach Deutschland. Damals, sagt sie, habe hier eine stärkere Willkommensstimmung geherrscht als heute. Das Prägendste an den Jahren als Flüchtling war das Gefühl des Wartens auf die Rückkehrmöglichkeit in die Heimat. „Man muss sich vor Augen halten, dass Flüchtlinge ihr Land nie freiwillig verlassen“, sagt Tutakhel, die in Essen aufgewachsen ist. Wegen der Lage in Afghanistan war eine Rückkehr unrealistisch. 1987, nach langem Papierkrieg, erhielt die Familie Asyl, 1993 wurde Tutakhel eingebürgert. „Kinder wollen dazugehören“, sagt sie. Ihr haben dabei Studenten mit Migrationshintergrund geholfen, die im Rahmen eines Patenprojektes Flüchtlingskindern Nachhilfe gaben.

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„Eine Identifikationsfigur zu haben – das war für mich entscheidend.“ Tutakhel lernte so den gesellschaftlichen „Code“ zu begreifen und ihre „multiple Identität“ – sie spricht neben ihrer Muttersprache Dari, Deutsch, Englisch und Arabisch fließend – als Vorzug zu sehen. Mit Islamwissenschaften studierte sie ein „Orchideenfach“, heute ist sie eine gefragte Referentin für die Innenpolitik Afghanistans im Auswärtigen Amt. Ein Erfolg, der Mariam Tutakhel selbst zum Vorbild macht. In Projekten der Initiative Deutschplus, die sogenannte „Schooltalks“ an Schulen mit hohem Migrantenanteil organisiert, gibt sie als Role-Model Einblick in ihren Beruf und ermutigt die Kinder, Chancen zu nutzen.

Auch wenn eine politische Lösung der Flüchtlingsfrage aussteht, „heißt das nicht, dass man keine Verantwortung übernehmen muss“. Ihre Wohnung liegt nahe dem Camp am Oranienplatz. Gemeinsam mit Freunden hat sie für die Flüchtlinge dort afghanisch gekocht. Es ging ihr darum, ein menschliches Zeichen als Nachbarn zu setzen. „Flüchtlinge, die kommen, bleiben in der Regel auch“, sagt Tutakhel. Jede Hilfe bei ihrer Integration sei deshalb eine Investition in eine gemeinsame gesellschaftliche Zukunft.

Hamid_Nasser_DvBHamad Nasser,?46 – Leiter eines Nachbarschaftszentrums

Graues Jackett, Durchschnittshemd: Hamad Nasser sieht nicht aus wie der Avantgardist, der er ist. Dabei hat der Leiter des Familien- und Nachbarschaftszentrums Steinmetzstraße für seine Innovationen sogar Preise eingeheimst: Vor allem für die Gründung von Vätergruppen erhielt er 2006 den Berliner Integrationspreis und 2009 den Stiftungspreis der Helga und Edzard Reuter-Stiftung. Wie wichtig die Unterstützung von Vätern ist, wurde Nasser nicht nur bei früheren Tätigkeiten als Sozialarbeiter in Neukölln klar, wo vor allem solche männlichen Jugendliche straffällig wurden, deren Väter abwesend oder durch Arbeitslosigkeit perspektivlos geworden waren.

Der in Beirut geborene Palästinenser, dessen Familie 1976 nach Berlin geflüchtet war, musste in seinem Berliner Umfeld auch erleben, wie fatal erzwungene Untätigkeit wirken kann: Wegen ihrer ungeklärten Staatsbürgerschaft“, die Deutschland den Palästinensern bescheinigte, durften diese oft jahrzehntelang nicht arbeiten: Mit dem schwindenden Selbstbewusstsein verloren viele Väter, die einstigen Ernährer, oft auch ihre Autorität gegenüber den Söhnen. Auch Hamad Nasser musste kämpfen. Wichtig waren dabei Menschen, die an ihn glaubten: „In der achten Klasse war meine Durchschnittsnote eine Drei. Trotzdem sagte meine Lehrerin: ‚Du wirst das Abitur bestehen.'“

Ein Prinzip, das Nasser auch im Nachbarschaftszentrum praktiziert. Wer arbeitslos ist, kann sich etwa als Leiter eines Fahrradreparaturkurses Anerkennung holen. Oder lernt in einer Vätergruppe, sich so mit seinen Kindern zu beschäftigen, dass alle davon profitieren. Wobei statt des überkommenen ein neues männliches Selbstverständnis entsteht. So jemand traut sich dann auch, am Kurs „Wirbelsäulengymnastik für Väter“ teilzunehmen. Ein Angebot, das es wohl nur in der Steinmetzstraße gibt.

Le-Mentzel_c_HSVan Bo Le-Mentzel,?36 – Karma-Ökonom

Wer auch nur halbwegs das hauptstädtische Geschehen verfolgt, dürfte schon einmal etwas von Van Bo Le-Mentzel gehört haben: Unter seinem Pseudonym Prime Lee hat er als Jugendlicher Graffiti-Workshops und eine Radiosendung gemacht, später mit U-Bahn-Musikern eine CD aufgenommen, er veranstaltet integrative Bildungs-Talk-Shows an Schulen („Schooltalks“), hat Hartz-IV-Möbel erfunden und fair hergestellte Sportschuhe per Crowdfunding (Karma Chakhs“) initiiert. Mit seinem neuesten Projekt, dem „Unreal Estate House“, plädiert er außerdem für „das Menschenrecht auf Wohnen“.

Dabei war seine Einreise nach Deutschland Ende der 1970er-Jahre unrechtmäßig erfolgt. Seine Eltern, die aus dem kommunistischen Laos geflohen waren, hatten „Familiennachzug“ nach Deutschland beansprucht. Wobei die dort lebende „Familie“ eigentlich nur Freunde waren – deren Nachnamen „Le“ man annahm. „Wir waren die ersten ‚Vietnamesen‘ in Kulmbach“, grinst Le-Mentzel, „und wurden vom Bürgermeister mit einer Urkunde begrüßt.“ Diese heute nicht mehr erlebbare Willkommenskultur, so Le-Mentzel, und der Umstand, dass seine Eltern von Anfang an arbeiten durften, halfen sehr, sich schnell zu integrieren. Mit 16 durfte sich Van Bo Le-Mentzel einbürgern lassen.
Inzwischen nennt sich der studierte Architekt „Karma-Ökonom“, denn mit seinen Projekten setzt er sich für ökologisches, faires Wirtschaften und den Ausgleich zwischen Arm und Reich ein.

Ein positives gesellschaftliches Potenzial, das auch bei anderen Flüchtlingen vorhanden ist, glaubt er. „Flüchtlinge sind Leute, die alles hinter sich gelassen und gefährliche Wege bewältigt haben. Die sind kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil Menschen, die viel beitragen können. Eigentlich sollte sich Deutschland um solche Leute bewerben, anstatt sie loswerden zu wollen.“

Hamid_Fathi_DvBHamidreza Fathi,?39 – Cafй-Inhaber

Mit der grauen Schiebermütze und seinem verschmitzten Grinsen wirkt Hamidreza Fathi ein bisschen wie ein Lausbub aus dem Berlin der 1920er-Jahre. Dass der 39-Jährige einen harten Weg bis zu seinem heutigen Leben hatte, merkt man seinem fröhlichen Wesen nicht an. Aber Fathi hat sich durchgebissen, seit er zur Zeit des Iran-Irak-Krieges im Alter von elf Jahren von seinen Eltern vom Iran über die Türkei und dann 1987 weiter nach Deutschland geschickt wurde, wo er in einem Asylheim in Berlin-Zehlendorf lebte. In eine Situation zu kommen, in der man sein Abendessen in einer Tüte erhält, das ist eine Umstellung, die man als Kind nicht versteht“, sagt Fathi. Am meisten hat ihm eine Bezugsperson gefehlt. „Wenn man niemanden hat, der sich für einen interessiert, ist man ein bedeutungsloser Mensch.“ Trotz mancher Rückschläge hat Fathi alle Behördengänge alleine gemeistert.

„Ich bin geübt im Entscheidungentreffen“, sagt er heute. Deutschland ist er dankbar, denn „ein Stück weit hängt es von einem selbst ab, ob man die Möglichkeiten nutzt, die sich bieten, oder nicht.“ Alles, was er erlebt hat, hat ihn zu dem gemacht, der er heute ist, sagt Fathi – auch wenn der Vater eines dreijährigen Sohnes einräumt, dass die Erfahrungen ihn mit fortschreitendem Alter einholen. Heute ist Fathi Mitinhaber einer Coffee-Bar-Kette in Berlin und Besitzer einer Cafй-Filiale in der Kirchstraße in Moabit, ein Treffpunkt für den Kiez, wo die Besucher ihn persönlich kennen. Für den Umgang mit Flüchtlingen fordert er eine vernünftige Unterbringung und „es wäre fair, die Entscheidungsphase über den Asylantrag zu verkürzen. Hinter jeder Person steckt ein Schicksal und man sollte Leute nicht über Jahre hinhalten. Je schneller man sich entscheidet, desto besser ist es für alle Beteiligten.“

Texte: Eva Apraku, Lea-Maria Brinkschulte

Fotos: David von Becker, Harry Schnitger (Van Bo Le-Mentzel)

ADRESSEN, KULTUR UND INFORMATION

Strom & Wasser featuring Refugees
2012 gründete der Liedermacher Heinz Ratz mit „The Refugees“ eine Band, in der Musiker mit Asylstatus spielen – dokumentiert auch
in dem Film „I can’t be silent“. Nun folgt das Abschlusskonzert des Projekts. SO?36, Oranienstr. 190, Kreuzberg, 17.12., 20 Uhr

Nach der Flucht. Leben im übergangswohnheim Marienfelder Allee
Die Ausstellung dokumentiert den Alltag und die Zukunftshoffnungen einiger exemplarischer Familien und Einzelpersonen, die –neben rund 600 weiteren Flüchtlingen – im Übergangswohnheim Marienfelder Allee leben. Am Eröffnungsabend lesen drei Mädchen aus dem Heim eigene Texte. Jugend Museum (im Schöneberg Museum), Hauptstr. 40, Schöneberg, Eröffnung: 21.11., 19 Uhr, 22.11.–29.12., Mo–Do 10–18 Uhr, Fr 10–14 Uhr, Sa 14–18 Uhr

Land in Sicht
In dem soeben vom Goethe-Institut preisgekrönten Dokumentarfilm begleiten die beiden Regisseurinnen Judith Keil und Antje Kruse die drei Asylbewerber Abdul, Farid und Brian bei ihren Bemühungen, in Deutschland Fuß zu fassen – wobei diese oft gegen Wände laufen; D 2013, Kinostart ab 23.1.14 in den Hackeschen Höfen, Sputnik, Acud

Mojtaba, Masoud und Milad Sadinam: Unerwünscht. Drei Brüder aus dem iran erzählen ihre deutsche Geschichte
Weil ihre Mutter sich im Iran politisch betätigte – und deshalb um ihr Leben fürchten musste, flieht die Familie Sadinam Mitte der 1990er-Jahre nach Deutschland. Dort will man sie am liebsten sofort wieder loswerden. Gegen viele Widerstände schaffen es die drei Brüder trotzdem bis zum Einser-Abi und an Elite-Universitäten. Bloomsbury Berlin 2012, 16,99 Ђ

Die Piroge
Was treibt Afrikaner dazu, auf ihrem Weg nach Europa in völlig untauglichen Schiffen ihr Leben zu riskieren? Das fragte sich der senegalesische Regisseur Moussa Tourй. Sein Spielfilm „Die Piroge“ porträtiert Menschen mit ganz unterschiedlichen Motivationen – und lässt die Lebensgefahr auf gespenstische Weise erlebbar werden. F/SN 2012, Infos über: www.ezef.de

Neukölln Unlimited
Der Film von Agostino Dimondi und Dietmar Ratsch dokumentiert, mit welchen schier unüberwindlichen Hindernissen sich die
libanesischen Geschwister Akkouch und ihre alleinerziehende Mutter aufgrund ihres Duldungsstatus im Berliner Alltag auseinandersetzen müssen. Dass es Hassan Akkouch dennoch zum gefeierten Breakdancer und Schauspieler („Tatort“) geschafft hat, wirkt wie ein Wunder. D 2010, auf DVD für 9,98 Ђ

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