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Im Gespräch mit dem Macher von „Berlin Fucking City“

tip Herr Kramer, was ist der Unterschied zwischen Ihrer Internet-Show und gewöhnlichen Talk-Shows im Fernsehen?
Willy Kramer Im Moment ist das Internet noch nicht so stark re­guliert wie das Fernsehen, das bedeutet: Jeder kann alles machen. Wir sind zwar von der Machart her an professionellen TV-Shows ­orientiert, aber müssen uns inhaltlich nicht reinreden lassen.

tip Gehört zu dieser Freiheit auch Ihr teils derber Humor?
Kramer Klar, das ist natürlich eine Art Mittelfinger in Richtung TV-Industrie, aber auch einfach unser Humor, der stark von amerika­nischen Formaten geprägt ist: Wir können einen Gast ganz se­riös präsentieren und gleich im ­nächsten Satz einen pubertären Witz reißen.

tip Das Konzept ist seit einem halben Jahr erfolgreich. Wie wählen Sie Ihre Gäste aus?
Kramer Früher wussten wir oft zwei Tage vor der Sendung noch nicht, wer am Sonntag bei uns sitzen würde. Wir haben einfach Freunde in Clubs angesprochen. Jetzt melden sich die Leute bei uns, wir haben sogar schon Anfragen aus dem Ausland.

tip Aus welchen Bereichen kommen die Gäste?
Kramer Am Anfang waren es vor allem Musiker, besonders Rapper. Wir wollen aber keine reine Musiksendung sein, sondern Leuten aus allen kreativen Disziplinen eine Plattform geben: Schauspielern, Bloggern, Kampfsportlern…

tip Wie grenzen Sie sich von anderen Online-Formaten ab?
Kramer Vor allem durch unsere Professionalität, wir sind ja alle in der Medienbranche tätig. Außerdem durch unsere Teamwork und unseren schrägen Humor, mit dem wir uns gern auch mal gegenseitig verarschen….

tip Sind Sie der Stefan Raab des Internets?
Kramer Es gibt schlechtere Vergleiche, weil Raab sowohl moderiert als auch produziert, so wie ich. Insgesamt aber sehe ich mich vor allem als ein Teil dieses tollen Teams, ich gebe der Sendung ­quasi nur ein Gesicht.
  

Interview: Tim Lindemann

www.berlinfuckingcity.com
im Internet permanent, außerdem live jeden Sonntag 20 Uhr, Ritterstr. 12 (U Moritzplatz), Kreuzberg, Eintritt: 2 Ђ

 

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