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Im Gespräch über die Oriental Heritage Without Borders Organisation

SepidehGhalamWer steht hinter Ihrer Organisation OHWB?
Sepideh Zarrin Ghalam
Oriental Heritage Without Borders wurde Mitte 2012 von einer Gruppe iranischer Freunde gegründet, die in Berlin und Cottbus studierten. Als eine kulturelle und wissenschaftliche Vereinigung setzen wir uns für die als Orient bezeich­nete Region ein, die vom Nahen Osten über Nordafrika bis Westasien reicht. Nationale Zu­gehörigkeiten und Grenzen spielen für uns keine Rolle, und wir betonen Gemeinsam­keiten statt Unterschiede.

Was sind die Ziele von OHWB?
Wenn vom Orient gesprochen wird, denkt man an Exotik oder Zerstörung und Terror. Die Länder dieser Region teilen eine lange, miteinander verwobene Geschichte, was uns eine Vielfalt an Kulturgütern hinterlassen hat. Wir setzen uns dafür ein, dieses kulturelle und humanitäre Erbe zu bewahren und ein vielfältigeres, realitätsnahes Bild des Orients zu vermitteln.

Wie gehen Sie dabei vor?

Jeder, der die gleichen Interessen und Ziele von OHWB teilt, ist eingeladen, mitzudiskutieren, mit uns ein eigenes Projekt in die Wege zu leiten oder an einem bestehenden teilzunehmen.

Was sind Ihre aktuellen Projekte?
Bald starten wir mit Partnern wie der Evangelischen Schule Berlin Zentrum das Bildungs-Projekt „Kottibuch“. Ziel ist es, durch einen interkulturellen Austausch zum Thema Kulturerbe Vorurteile abzubauen und das gegenseitige Verständnis und Toleranz zu fördern. Wir werden Lehrmaterialien und Unterrichtsmethoden für Schulen entwickeln und hoffen, zukünftig eine Plattform für ­Austauschprogramme zwischen Orient und ­Okzident bilden zu können. Für das Projekt „Voices from Beyond“, bei dem es um die Digitalisierung von aus dem Iran stammenden Grammophonaufzeichnungen ethnischer Musik geht, sind bereits Gespräche mit dem Ethnologischen Museum Berlin und dem Iranischen Musik Museum geführt worden. Bei „Here is Syria, the forgotten Heritage“ sammeln wir Exponate für eine Ausstellung, die die Auswirkungen des Syrien-Konfliktes auf das Kulturerbe dort und das Leben der Menschen zeigt und die Ende des Jahres stattfinden soll. Parallel dazu veranstalten wir einmal im Monat die Heritage-Seminarserie „Think and Talk“, in der wissenschaftliche Vorträge und Diskussionen stattfinden, die die unterschiedlichen Facetten des orientalischen Erbes behandeln.    

Interview: Siyuan He
Oriental Heritage without Borders www.ohwb.net

 

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